Donnerstag, 23. Mai 2013

(Buchvorstellung) Die Masken des Morpheus von Ralf Isau

Random House war vor ein paar Wochen so nett gewesen mir ein Besprechungsexemplar von "Die Masken des Morpheus" von Ralf Isau zukommen zu lassen welches ich euch heute gerne vorstellen möchte.
Ich war schon öfter über den Namen des Autors gestolpert und musste nun endlich wissen mit wem ich es zu tun hatte.
Besonders erstaunt war ich als ich erfuhr, dass Ralf Isau lange Zeit in der EDV tätig war bevor er seinen Job an den Nagel hing um sich gänzlich dem Schreiben von Jugendbüchern  widmen. Auch der Klappentext hat mich sehr beeindruckt was schon Mal einen großen Pluspunkt gab: Sehr viel Fantasie für einen Informatiker!
Des weiteren ist mit auch das Cover positiv aufgefallen das neben der schönen Gestaltung auch toll mit Glanzlack und Prägedruck in Szene gesetzt wurde. Also ein weiterer Blickfang in meinem Regal.
Nach etlichen amerikanischen Jugendbüchern (die keinesfalls schlecht waren) fand ich es außerdem schön mal wieder ein deutsches Buch in den Händen zu halten.


Arian Pratt ist mit seinem Leben als Seiltänzer und Puppenspieler recht zufrieden. Er lebt seit der Ermordung seiner Eltern bei seinem Ziehvater in einem größten Zirkus.
Doch sein Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen als er dem mysteriösen Mr. M begegnet, der ihm mit nur einer Berührung den Körper stiehlt. Er selbst findet sich in dem alten Mann wieder dem er eben noch gegenüberstand.
Der Junge steht im ersten Moment unter Schock woraufhin seiner fleischlichen Hülle die Flucht gelingt.
Dies ist für Arian der Beginn einer Verfolgungsjagd quer durch Europa um seinen Körper und den vermeintlichen Mörder seiner Eltern zu finden.
Der junge Mann erfährt von der Existenz Morpheus, der sehr wahrscheinlich hinter Mr M steckt. Arian ist fest entschlossen ihn zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.
Auf dieser Suche begegnet er der schönen Französin Mira, die wie sich herausstellt die Tochter des besten Freundes seines Vaters ist. Auch ihre Eltern fanden durch Mr. M den Tod was die beiden zusammenschweißt.
Mira ist ihm gegenüber am Anfang sehr verschlossen weiht in aber in die Geheimnisse der Swapper, so nennen sich die Körpertauscher, nach und nach ein.
Die Spur führt nach Frankreich wo sie in einen Hinterhalt geraten. In letzter Minute kommt ihnen ein Unbekannter Namens Tarin zur Hilfe. Es ist fast schon zu schön um wahr zu sein, doch handelt Tarin wirklich so selbstlos wie er vorgibt?
Morpheus ist gerissener als gedacht wodurch Arian und Mira schnell von Verfolgern zu Gejagten werden.


Mein Fazit:

Als ich Anfing das Buch zu lesen musste ich mich aufraffen es nicht wieder wegzulegen. So schön der Einband auch war, desto langatmig war der Anfang. Nicht das es nicht spannend losging, nein im Gegenteil aber ich hatte das Gefühl, als würde mir der Schreibstil die Luft zum atmen nehmen. Mir wurde in fast jedem Nebensatz erklärt was ich denken sollte und warum die Person so handelt. Ich war das von anderen Büchern nicht gewohnt und wollte selbst etwas von meiner Fantasie mit einfließen lassen. Aber gut, ich riss mich zusammen und las weiter zumal mir Arian sehr sympathisch war. Und was soll ich sagen, nach gut 60 Seiten konnte ich Luft holen denn ab hier wurde der Schreibstil flüssiger und es wurde nichtmehr jede noch so banale Handlung erklärt. Auch ganz interessant fand ich, dass es über jedem Kapitel eine kurze Inhaltsangabe von 1-2 Sätzen gab. Hierüber lässt sich streiten ob es die Geschichte vorweg nimmt oder nicht. Gestört hat es mich nicht.
Die Handlung ist flüssig und sehr rasant. Zwar wird es im mittleren Teil etwas ruhiger aber das fand ich nicht schlimm, im Gegenteil hier hatten die Hauptcharaktere endlich einmal Zeit sich kennenzulernen und zu entwickeln. Ganz toll fand ich wie der Autor historische Ereignisse in das Buch eingearbeitet hat. Alles wirkte flüssig und sehr gut recherchiert. Mira fand ich jedoch im Gegensatz zu Adrian etwas flach. Ich hätte mir hier etwas mehr Persönlichkeit gewünscht wie es bei Arian der Fall ist. Sie kam wie das typische weibliche Gegenstück rüber, welches man halt einbauen "musste".
Toll fand ich dagegen Tarins Charakter, der leider mehr Persönlichkeit aufzuweisen schien als Mira was ihn aber umso sympathischer machte.
Ein großes Lob auch an die vielen Twists und Turns in der Geschichte die das Buch nie langweilig werden ließen.
Alles in allem eine Runde Sache die wenn man sich an den Schreibstil gewöhnt hat wirklich Spaß macht. Eins hat mich dann aber doch noch gestört und zwar das jedes kleinste englische Wort dahinter auf deutsch übersetzt wurde. Ich denke das war unnötig zumal es keine schweren Wörter waren. Entweder gleich auf deutsch oder zum englischen stehen!
Trotz der kleinen Schwächen gibt es eine ganz klare Leseempfehlung von mir!

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