Dienstag, 4. Juni 2013

(Buchvorstellung) Stirb mein Prinz / Cage of Bones von Tania Carver

Vor einiger Zeit hatte ich bei "Blogg dein Buch" mitgemacht und siehe da dem Verlagshaus "ullsteinbuchverlage" hat mein Blog gefallen. Somit darf ich das Buch "Stirb mein Prinz" von Tania Carver vorstellen.

Ich habe schon lange keinen Thriller mehr gelesen aber der Klappentext klang spannend, also warum nicht? Auch das Cover ist schön gestalten. Die Farbe Magenta ist zwar sehr auffallend, fast schon penetrant aber es bleibt im Gedächtnis (und ich würde das Buch zwischen all meinen anderen auch sofort wiederfinden). Ansonsten ist das Seil mit einem schönen Glanzlack überzogen und mit mithilfe eines Prägedrucks etwas hervorgehoben.


Zwei Mitarbeiter einer Baufirma inspizieren ein altes Haus welches zum Abriss bereit steht.
Alles scheint ruhig und in Ordnung. Ein baufälliges Gebäude eben. Oder? Die beiden dringen tiefer vor und stoßen auf etwas Grauenhaftes. Einem Käfig aus Knochen und mittendrin: Ein kleiner verstörter Junge.
Als die Polizei eingeschaltet wird steht schnell fest, dass es sich um einen psychopathischen Täter handelt wodurch die Profilerin Marina Esposito ins Spiel kommt. Sie hat eine Beziehung mit dem Kommissar Phil Brennan dem dieser Fall sehr nahe geht. Er hat das Gefühl, dem Mörder schon einmal über den Weg gelaufen zu sein...
Während den Ermittlungen wird klar, der Täter hat Übung und das schon seit langer Zeit. Die Versuche den Serienmörder zu stoppen werden jedoch erschwert da ihnen intern Steine in den Weg gelegt werden. Die Sache scheint größer ist als bisher angenommen und der Täter möchte den Jungen zurück.


Mein Fazit:

Zuallererst: Wo ist der Prinz? Nach Beendung des Buches kann ich definitiv behaupten, dass der Titel nicht passt. Das Cover dagegen ist Spitze und hat schon in der Einleitung ein dickes Lob von mir bekommen! Auch das Motiv ist gut gewählt denn das reißende Seil deutet auf den Zeitdruck und die komplizierte Situation der Personen untereinander hin.
Ich konnte mich, obwohl ich die ersten beiden Bände nicht gelesen habe sehr schnell in die Geschichte und deren Charaktere hineinversetzen. Deren Vergangenheit und die daraus folgenden Handlungen waren allesamt logisch erzählt und ergaben auch für mich als Einsteiger einen Sinn, da es immer wieder kleine Rückblicke gab, die die Vergangenheit erklärten. Marina und Phil fand ich toll. Die beiden besitzen eine ausgearbeitete Persönlichkeit im Gegensatz zu Mickey den ich sehr langweilig und nichtssagend fand. Aber dies war eine Ausnahme und ich kann nicht beurteilen ob es in den Vorgängerbänden auch schon so war. Bleibt nur noch Rose Martin: Diese Person fand ich von Anfang an unsympathisch was aber von der Autorin auch so gewollt war. Ihre charakterliche Wendung in der Mitte des Buches war für mich nicht nachvollziehbar und das einzige was ich in diesem Buch im Bezug auf die Charaktere zu bemängeln habe. Ansonsten waren auch die Nebencharaktere gut ausgearbeitet und authentisch.
Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich war nach ein paar Seiten in der Geschichte drin und konnte mir die Szenen bildhaft vorstellen ohne mich in meiner Fantasie eingeschränkt zu fühlen wie es ja leider manchmal vorkommt. Was ich nicht so gut fand war, dass die Autorin mit sehr vielen Cliff-Hangern arbeitete. Zu vielen um genau zu sein. Jedes Mal wenn es spannend wurde gab es einen Wechsel zu einer anderen Person was ich irgendwann ziemlich nervig fand und mich dazu verleitete manchmal etwas Unwichtiges zu überfliegen weil ich wissen wollte wie es weitergeht. Nichtsdestotrotz ist das Buch durch und durch spannend jedoch vorhersehbar. Es gibt sehr viele Andeutungen was wer als nächstes plant und ich wusste so ab der Mitte des Buches wer alles in die Sache verstrickt ist. Das hätte man besser machen können.
Für Krimifans empfehlenswert, aber ohne Aha-Effekt weshalb ich einen Stern abziehe.




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