Montag, 15. Juli 2013

(Buchvorstellung) Die 13 Heiligtümer / The Thirteen Hallows von Michael Scott & Colette Freedman

Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich gefreut! Das Cover ist einfach der Hammer und der Klappentext klang toll.
Als Random House mir dann auch noch ein Rezensionsexemplar geschickt hatte war ich total aus dem Häuschen und habe gleich mit dem Lesen angefangen.


Das Buch erzählt die Geschichte der Bankangestellten Sarah Miller. Sie führte ein gewöhnliches Leben bis zu dem Tag, an dem sie der alten Dame Judith Walker hilft welche von zwei jungen Männern attackieret wird. Sie kann sich selbst nicht erklären warum sie das getan hat, denn alle anderen haben weggeschaut...
Als sie die alte Frau nach Hause bringt erwartet die zwei ein Chaos, denn die Verbrecher haben ihre Wohnung durchsucht. Wonach, dass verrät Judith nicht, denn sie hat geschworen das alte Objekt mit ihrem Leben zu verteidigen. Vor Jahren hatte sie, zusammen mit zwölf anderen Kindern, einem alten Obdachlosen das Versprechen gegeben, die 13 Heiligtümer zu schützen und nie wieder zusammenzuführen.
Sarah bringt es nicht übers Herz die alte Dame zurückzulassen und bringt sie mit zu sich nach Hause, was sie selbst und ihre Familie in tödliche Gefahr bringt denn die Gangster kommen zurück und sind brutaler denn je. Innerhalb weniger Stunden steht Sarah vor den Trümmern ihres Lebens und konnte die alte Dame dennoch nicht retten. Kurz vor ihrem Tod gibt sie ihr einen alten Metallklumpen, welcher der Rest eines magischen Schwertes sein soll. Die junge Frau glaubt ihr zwar nicht, verspricht aber trotzdem es zu Owen, ihrem Neffen, zu bringen. Von da an befindet sie sich permanent auf der Flucht durch London, denn jemand will das Schwert und die restlichen Heiligtümer zusammenbringen um das Tor zur Hölle zu öffnen.


Mein Fazit:

Klingt gut oder? Jaaa.... dachte ich auch... Leider war das das schlechteste Buch, dass ich seit langem gelesen habe und ich habe wirklich nichts gegen gewaltbehaftete Bücher.
Die ersten paar Seiten waren noch wirklich gut und super spannend. Bis zu dem Moment, wo sie das Schwert übernimmt...
Ich liebe Thriller und hatte mich auf etwas besonderes gefreut doch leider war die Story super platt (im Grunde reicht es den Klappentext zu lesen und man hat 70 % der Story, mehr passiert nicht). Dann sind die Gewaltszenen so extrem und pervers, dass es nur noch ekelhaft ist. Als Stilelement um eine Situation darzustellen habe ich auch nichts gegen fliegende Körperteile und Organe einzuwenden. Aber doch nicht auf jeder zweiten Seite. Nicht der Roman gruselte mich, sondern der Autor! Ich denke nicht, dass ich diesem Menschen begegnen will, denn jedes Buch gibt ja unfreiwillig etwas von der Persönlichkeit des Erfinders wieder...
Soweit so gut, es gibt vielleicht noch Menschen die so etwas gerne lesen wenn die Charaktere toll sind. Womit wir zum nächsten Minuspunkt kommen. Judith ist die einzige, die wirklich eine Persönlichkeit hat. tja, leider ist sie nach ein paar Seiten tot. Was uns mit Sarah und Owen zurücklässt welche absolut alles sind außer tiefgründig, gerade mal eineinhalb Seiten brauchen um ineinander verliebt zu sein und von Normalos zu schwertschwingenden  Helden werden in, mmh... 4 Seiten?! Ich musste mich wirklich zwingen die Kiste zu Ende zu lesen, so etwas ist mir noch nie passiert und da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt tat mir das besonders leid, da ich den Verlagen lieber positive Kritiken schicke, aber ich habe wirklich nach positiven Sachen suchen müssen... selbst die Story ist nix neues und nicht sonderlich kreativ. Da hätte man viel mehr draus machen können!
Die Antagonisten? Man erfährt fast nicht, die sind mehr damit beschäftigt miteinander zu schlafen als sich in die Story einzubringen! Keine Motive, keine Persönlichkeit, nichts was sie irgendwie greifbar macht...
Das einzig positive waren die biblischen Aspekte, da der Autor hier wirklich recherchiert hat und weche glaubhaft waren, diese Hintergrundstory fand ich überraschenderweise wirklich gut.
Zum Schluss komme ich zum größten Minuspunkt, denn wer regelmäßig TV-Serien schaut, dem kommen viele Szenen sehr bekannt vor. Ich war echt geschockt.
Fangen wir an bei der Szene wo der Ganove seinem Handlanger den Kopf im Autofenster einklemmt und ihm Zigarettenrauch ins Gesicht bläst. Welcher Walt Disney Film war das noch mal wo der Antagonist das Geld nicht schnell genug beschaffen konnte?? Ahhh ja richtig exakt die gleiche Szene. Der Gerichtsmediziner ist auch 1:1 der aus "Navy CIS", nur um mal zwei Beispiele anzuprangern.
Dann: Sarah rennt blutüberströmt durch London, keinem fällts auf, die Polizei klammert sich an unglaubwürdige Motive und widerspricht sich ständig selbst... Fakten werden permanent wiederholt... die Antagonisten morden freudig durch das Buch, nur Sarah wollen sie lebend, warum?! Keine Erklärung...
Ich hör jetzt besser auf, das Buch bekommt noch zwei Sterne von mir, einen für das Cover, das finde ich immer noch toll, und einen für die Recherchearbeiten.

Wer das Buch trotzdem kaufen möchte, immer hier entlang spaziert

1 Kommentar:

  1. Das ist eines von den Dingen die ich immer wieder sage.
    Ich selbst habe wirklich kein Problem mit Gewaltdarstellung und bin auch nicht unbedingt der Meinung, dass jemand der Gewalt in Film und Buch konstruiert, ebenfalls gewaltätige Gedanken hat, allerdings wird seit je her versucht, mithilfe von Gewalt die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und über platte Storys hinweg zu täuschen. Eine meiner Meinung nach wirklich sehr bittere Entwicklung.
    Die zwar nicht unbedingt neu ist, aber regelmäßiger passiert.

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