Sonntag, 29. September 2013

(Buchvorstellung) Du. Wirst. Vergessen. / The Program von Suzanne Young

Noch so ein Buch, was mich total angezogen hat. Kann aber auch daran liegen, dass ich vor kurzem erst Teri Terrys "Gelöscht" gelesen habe und das Buch sehr gut fand.
Danke an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!


Sloane lebt das Leben einer Schauspielerin. Jedoch nicht im positiven Sinne. Sie ist immer glücklich, zumindest versucht sie dies ihrer Umwelt glaubhaft zu versichern.
Denn wer traurige oder gar depressive Gefühle zeigt, den holt das Programm.
Immer mehr Jugendliche neigen zum Selbstmord weshalb am Sloanes Schule ein Pilotprojekt gestartet wurde. Um Schüler zu retten werden die auffälligen in eine Klinik gebracht um geheilt zu werden. Jedoch zu einen teuren Preis. Die Teenager vergessen ihre engsten Freunde und neusten Ereignisse.
Als Sloanes Freund James zusammenbricht und vom Programm eingezogen wird setzt sie alles dran um ihn dazu zu bringen sich zu erinnern doch es scheint zwecklos. Sloane merkt nicht wie auch sie innerhalb der emotionalen Spirale immer weiter nach unten gezogen wird. Ist sie die nächste?


Mein Fazit:

Also das Cover war nicht der ausschlaggebende Punkt der mich zu dem Buch greifen lies, das fand ich irgendwie nicht so toll, dafür aber der deutsche Titel.
Durch die Punkte zwischen den einzelne Worten wird die Aussage noch einmal um einiges verschärft.
Der Schreibstil ist auch sehr angenehm und es fiel mir leicht einen Einstieg in Sloanes Welt zu finden. Sie selbst ist alles andere als glücklich. Im Gegenteil, man kann nachvollziehen weshalb sie ihre Angst so unterdrückt und niemandem vertraut.
Sie wirkt ihrer Umwelt gegenüber sehr distanziert, war mir jedoch von Anfang an sympathisch, genauso wie James. Jaja, der typische blonde Teenieschwarm. Aber das ist total ok, ich lese so etwas ja gerne.
Generell fand ich die Protagonistin sehr stark und es war erschreckend wie wenig Bindung doch zu ihren Eltern bestand. Da stand so unglaublich viel Misstrauen auf beiden Seiten!
Was vielleicht nicht jedermanns Sache ist, ist die Tatsache, dass das Buch alles andere als lustig ist. Im Gegenteil, die depressive Stimmung der Geschichte zieht sich durch alle Seiten, ohne von sarkastischem Humor aufgelockert zu werden oder ähnlichem.
Ich muss auch sagen, dass Roger mich das Gruseln gelehrt hat zumal das Thema Missbrauch immer wieder an die Oberfläche geholt werden sollte und ich war froh, dass sie in diesem Fall Unterstützung gefunden hat.
Das ganze Szenario mit den Selbstmorden ist zwar nüchtern betrachtet sehr weit hergeholt, die Autorin schafft es aber durch ihre gut durchdachte Dystopie das ganze realistisch rüberzubringen.
Wobei ich anmerken möchte, dass das Buch eigentlich keine Dystopie ist.
Zumindest ist keine sichtbar, vielleicht ändert sich das im 2. Band aber hier wird eigentlich niemand unterdrückt, die verzweifelte Regierung versucht lediglich das Problem in den Griff zu bekommen.
Es gab die ein oder andere Parallele zu "Gelöscht" aber ich habe es mir verkniffen nachzuschauen welches Buch es zuerst gab.
Dafür hatte ich einfach zu viel Spaß beim lesen, ich konnte es kaum aus der Hand legen!



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