Dienstag, 17. September 2013

(Buchvorstellung) Lost on Nairne Island / Unraveling Isobel von Eileen Cook

Ich hatte so viel gutes von dem Buch gehört, dass die Messlatte echt hoch lag.
Dank dem Ueberreuter Verlag durfe ich übrigens überprüfen, ob die Lobeshymmnen gerechtfertigt waren. Danke nochmals für das Rezensionsexemplar!


Isobel ist stinkwütend. Ihre Mutter scheint echt zu spinnen! Das diese gerade nach ein paar Wochen Beziehung den komischen aber stinkreichen Dick heiraten muss grenzt schon an Wahnsinn, aber dass sie sie auch noch in ihrem letzten Jahr an der High School dazu zwingt auf die gottverlassene Insel Nairne zu ziehen ist echt das Letzte.
Wütend, aber machtlos muss sie ihrem alten Leben den Rücken zukehren und der einzige Lichtblick wäre Nathaniel, Dicks gutaussehender Sohn, doch dieser scheint über die neue Patchworkfamilie genauso wenig erfreut zu sein.
Erst vor ein paar Monaten sind seine Mutter und kleine Schwester bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen und auf der ganzen Insel wird gemunkelt, dass er und sein Vater etwas damit zu tun haben.
Isobel, die sich so schon schwertut sich an das Inselleben zu gewöhnen zweifelt zudem an ihrem Verstand als sie anfängt den Geist eines kleinen Mädchens zu sehen. Nathaniels Schwester? Oder wird sie genauso verrückt wie ihr schizophrener Vater?

Mein Fazit:

Das Cover in den Lilatönen ist sehr schön, aber ich finde den deutschen (ich halte mich mal kurz vom Lachen ab, da man mal wieder einen englischen Titel ins Englische übersetzt hat...) nicht sonderlich passend. Da entspricht der originale viel eher der Geschichte. Aber gut, ich war ja hinter dem Inhalt her, also nichts wie los und die Seiten umgeblättert oder?
Und hier muss ich sagen, ich war sofort vom Schreibstil angetan. Er ist locker, lustig und vor allem sehr flüssig. Ich bemerkte gar nicht, wie die Zeit verflog und auf einmal hatte ich das Buch durch!
Man fliegt regelrecht durch die Geschichte, die obendrein sehr gut und teilweise wirklich gruselig ist. Ich bin im Nachhinein froh, das Buch bei Tage gelesen zu haben, wenn ich an das kleine Mädchen in ihrem Zimmer denke... Ich weiß schon, warum ich keine Horrorfilme schaue, und die eigene Fantasie ist ja oft noch bildhafter!
Auch die Protagonisten fand ich unglaublich gut durchdacht und tiefgründig. Vor allem Isobel, die sich zwar am Anfang schwertut ihre neue Situation zu akzeptieren, der aber auch sobald sie sich bemüht einige Steine in den Weg gelegt werden!
Nathaniel fand ich auch unglaublich süß, ich verstand zwar nicht, warum er ein Außenseiter in der Schule ist, denn eine, fast schon etwas irre, Verehrerin hatte er ja (das war etwas unlogisch).
Aber gut, davon abgesehen legt die Geschichte auch einiges an Tempo an den Tag was mich gleich überzeugen konnte.
Ich fand es auch gut wie mit dem Thema Schizophrenie umgegangen wird und wie die Protagonistin das Thema für sich selbst aufarbeitet.
Langweilig wird es nie und wie schon erwähnt, ich innerhalb eines Tages fertig da ich es kaum noch aus der Hand legen konnte! Abgerundet wird das Ganze mit einer ordentlichen Portion Humor und auch der Gruselfaktor sowie die Spannung kommen nicht zu kurz.
Mich konnte der Titel komplett überzeugen und es gibt ne ganz klare Leseempfehlung von mir!


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