Sonntag, 1. September 2013

(News) Drittes eigenes Blog-Interview dieses Mal mit Michaela Grünig

Ich war von dem Buch "Wie ich Brad Pitt entführte" total begeistert und als ich dann mit Michaela ins Gespräch kam, konnte ich gar nicht anders, als sie um ein Interview zu bitten.
Sie fand die Idee auch ganz toll und hat zusätzlich angeboten, 10 Bücher zu verlosen! Also schaut am 4. September noch einmal rein, dann habt ihr die Chance eins der EBooks zu gewinnen!
Übrigens findet am 12. September eine Live-Lesung mit ihr auf Lovely Books statt.

Zur Rezension gehts hier!



Sunshine:
Im Juni 2013 ist Dein Debütroman „Wie ich Brad Pitt entführte“ bei Droemer Knaur erschienen. Worum geht es in Deinem Buch?
Michaela:
Mein Debütroman ist ein „Gute-Laune-Buch“! Es ist eine Mischung aus unterhaltsamen Frauenroman, sogenannter Chicklit à la „Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück“, und einem - hoffentlich - spannenden Krimi. Die Hauptfigur heißt Vicki Leenders und lebt in Köln. Vicki ist jung, reich, etwas neben der Spur und plant gerade eine gute Tat: Sie will den deutschen Fernseh-Star Tom Schneider, der Brad Pitt zum Verwechseln ähnlich sieht, entführen, um ihn von seiner angeblichen Alkoholsucht zu befreien! Dass das nicht gut gehen kann, liegt auf der Hand... und ruft natürlich auch die Polizei und einen knallharten Reporter auf den Plan!
Sunshine:
Für welchen Leser ist der Roman geeignet?
Michaela:
Oh, ich glaube, dass sich mein Buch an alle Leser(innen) richtet, die für ein paar unbeschwerte Stunden die Füße hochlegen und in Vickis leicht durchgeknallten Welt abtauchen möchten!  Bei der behandelten „Thematik“ fühlt sich vermutlich besonders die weibliche Leserschaft angesprochen, aber warum sollte ein weltoffener Mann sich nicht auch mal in Vickis Welt verirren!?
Sunshine:
Was hat Dich dazu veranlasst eine so abgefahrene Geschichte zu schreiben?
Michaela:
Hm, also erstens hatte ich früher selbst mal eine ziemlich ausschweifende Sturm- und Drangzeit, in der ich mit vielen außergewöhnlichen Situationen und Menschen konfrontiert worden bin und ich wollte dieser tollen, unwiederbringlichen Zeit in meinem Leben ein Denk- (beziehungsweise Mahn-) mal setzen!
Zum anderen wollte ich einfach einen nicht ganz so romantischen, sondern eher lustigen  Frauenroman schreiben!

Sunshine:
Hattest Du von Anfang an im Kopf, wer mit wem zusammenkommt?
Michaela:
Ja! Aber ich wollte nicht, dass der Leser - wie sonst bei Frauenromanen üblich - von Anfang an weiß, wer mit wem zusammen kommt… Wenn ich mir jetzt die Kommentare zu meinem Buch auf Amazon anschauen, ist mir das, glaube ich, ganz gut gelungen!  
Sunshine:
Alle Charaktere in Deinem Buch sind, gerade für eine Komödie, sehr tiefgründig. Hattest Du Freunde und Verwandte als Vorbilder?
Michaela:
Vielen Dank! Nein, um Himmelswillen! Meine Familienmitglieder und Freunde sind selbstverständlich hier nicht „verwurstet“ worden! Aber ich glaube, je älter man wird, desto mehr stechen einem die lustigen und weniger lustigen Verhaltensmuster seiner lieben Mitmenschen ins Auge! Beim Warten auf die nächste Bahn, beim Anstehen im Supermarkt oder auch beim Essen mit Freunden im Restaurant! Und dann spinnt man die dort beobachten familiären oder paartechnischen Mini-Dramen einfach im Kopf weiter… was wäre wenn! Aber die wirklich miesen Charaktereigenschaften hat meine Heldin Vicki – wie meine Freunde bestimmt gerne bestätigen werden – natürlich alle von mir ;-)!
Sunshine:
Wie lange hat es gedauert bis Dein Buch verlegt wurde?
Michaela:
Eine gefühlte Ewigkeit, die real ungefähr 6 Jahre dauerte! Und deshalb rate ich jedem noch unveröffentlichten Autor nicht aufzugeben! Man sollte nur dann schreiben, wenn einem das Schreiben wirklich Spaß macht. Die Veröffentlichung durch einen Verlag darf  immer nur die Kirsche auf dem cremigen Tortenstück sein!  
Sunshine:
Dein Manuskript war zunächst ein Drehbuch, das Du bei einem Wettbewerb eingereicht hast. Erzähl doch mal, wie das abgelaufen ist. Wie kam es, dass daraus ein Buch wurde?
Michaela:
Das stimmt! „Wie ich Brad Pitt entführte“ wurde als Drehbuch geboren. Auf Englisch und machte beim alljährlichen Wettbewerb des „Fade-in“ Magazins auf Anhieb einen guten dritten Platz! Doch das Filmgeschäft ist hart! Und bei einem sogenannten „script pitching“, wobei man einem Produzenten für genau zwei Minuten gegenüber sitzt und versucht ihm das Drehbuch schmackhaft zu machen, hat mir dann jemand geraten mein Werk zu einem Roman in meiner Muttersprache umzuarbeiten, denn da hätte „der originelle  Stoff“ größere Chancen. Gesagt, getan. Nach einem Jahr war dann der Roman fertig und ich schickte ihn an ca. 12 Verlage. Zwei wollten nach dem Exposé das gesamte Manuskript sehen, schienen begeistert.... nur um mir einige Monate später ohne Angabe von Gründen abzusagen. Große Trauer. Doch dann stieß ich glücklicherweise auf neobooks.com, die Online Platform des Droemer Knaur Verlags und "hier wurde ich geholfen". Auf neobooks kann man eine Leseprobe seines Manuskripts einstellen und die anderen Autoren/Leser stimmen darüber ab, ob der Text gut genug ist, um ins Lektorat zu wandern. Und auf diese Weise habe ich dann meinen ersten Autorenvertrag unterschrieben!
Sunshine:
Momentan gibt es Dein Buch nur als Ebook zu kaufen, aber ich liebe Papier. Wird es Dein Buch auch als Taschenbuch geben?
Michaela:
Das weiß nur der liebe Gott und der nette Droemer Knaur Verlag. Ich hoffe es aber sehr! Obwohl ich hier und jetzt auch mal eine kleine Lanze für die oft von den Papierliebhabern "verteufelten" ebooks brechen möchte! ;-) Gut, ich gebe es ganz ehrlich zu, bevor ich selber - quasi über Nacht - Autorin eines ebooks wurde, hatte ich mich auch noch nie mit dieser Thematik auseinander gesetzt! Ich bin in den guten alten Buchladen getigert und habe mir etwas Schönes aus Papier ausgesucht! Doch Droemer Knaur, setzt - wie übrigens fast alle Verlage- mehr und mehr auf ebooks. Das hat zum einen etwas mit Kosten zu tun (ebooks sind natürlich wesentlich billiger in der Produktion, zu Lagern und zu Verteilen!) aber eben auch mit der voranschreitenden Modernisierung unserer Kommunikation! Denn, wir sind alle mehr und mehr Nutzer von praktischen ipads, iphones, tragbaren Computern etc. geworden und da passen die ebooks doch ganz hervorragend dazu. Deshalb habe ich mir jetzt auch einen Reader zugelegt, der übrigens wirklich super praktisch ist. Man kann hunderte von Büchern darauf speichern und mit in den Urlaub nehmen ohne für Übergepäck zu zahlen! Aber man kann sich auch um Mitternacht den nächsten Teil einer tollen Serie runterladen! Lese ich jetzt gar keine Bücher mehr aus Papier? Nein, natürlich lese ich noch Bücher aus Papier!! Ich liebe einfach Beides: Das Stöbern im Buchladen und das praktische Lesen auf meinem Reader! Übrigens kann jeder der einen Computer hat, ebooks lesen. Man muss sich nur die geeignete Software "adobe digitals editions for PC" oder „Kindle für PC“ GRATIS herunterladen und schwupps... schon geht's los!
Sunshine:
Für alle, die Du schon mit „Wie ich Brad Pitt entführte“ begeistern konnten: Gibt es noch mehr Bücher von Dir? Arbeitest Du gerade an neuen Projekten?
Michaela:
Ich arbeite momentan an zwei neuen Projekten, die beide zurzeit etwa zur Hälfte fertig sind. Das eine ist ein weiterer Chicklit-Krimi mit dem Arbeitstitel „Ohne Ziel ist der Weg auch egal“, darin versucht die forsche Fernseh-Moderatorin Lenja verzweifelt ihren Ex-Freund Ben zurückzugewinnen und schreckt auch vor drastischeren Maßnahmen nicht zurück… Und das zweite Manuskript mit dem derzeitigen Titel „Die Tote im Genfer See“ ist ein klassischer Regionalkrimi, der – wie man schon erahnen kann – in der Schweiz spielt. Auf meiner Webseite: michaelagruenig.com findet man übrigens Leseproben zu beiden Projekten und ich freue mich auch immer über Besuch auf meiner Facebuchseite: Michaela Grünig – Autorin!! Das ich dort gepostete Fragen beantworte, ist für mich Ehrensache!  
Sunshine:
Zu Deinem Buch gibt es jetzt auch einen Trailer. Wie kam es dazu?
Michaela:
Ich habe einen supergoldigen und sehr begabten Stiefsohn und der hat mich dazu überredet! Und er hat natürlich auch die technische Seite der Produktion übernommen, sonst wäre daraus beim besten Willen nichts geworden: Da ich selbst bei so etwas leider zwei linke Hände habe!!

Kommentare:

  1. wow es muss großartig sein, eine autorin oder einen autor interviewen zu dürfen! ich bin richtig neidisch und fand das sehr spannend :)
    ich habe vorher noch nichts von der autorin oder dem buch gehört, werde es mir nun aber definitiv ansehen.

    liebe grüße

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    Antworten
    1. Ja, es ist definitiv ein tolles Erlebnis!
      Das Buch ist klasse, wie gesagt, ich hab es selbst gelesen, und du kannst ja am Mittwoch noch einmal reinschauen, da verlosen wir 10 EBooks :)

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  2. Das Interview ist dir super gelungen.

    Liebe Grüße
    Stefan von SpeedTutorial.de

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  3. Super Interview :)
    Auch sehr gut zu lesen!
    Alles Liebe
    Allie

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  4. schönes interview :)
    danke für deine superlieben kommentare!
    wie gefällt dir denn das puder von lavera? xx

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    1. Ich fand es ganz gut, hätte aber ruhig deckender sein können, also ohne Makeup drunter bringt es nix :)

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