Mittwoch, 2. Oktober 2013

(Buchvorstellung) Der Verrat / The Vanishing Point von Val McDermid

Ohhh, meine erste Lese-Challenge auf Lovely Books. Mal wieder was ganz Neues und ich hatte wirklich Spaß bei der Sache, da meine 49 lieben Mitleser die Leserunde definitiv interessant gehalten haben. Wobei unsere Meinungen sehr auseinander gingen, die eine Hälfte hat dieses Buch geliebt, die andere hätte es wohl am liebsten wieder zugeklappt. Was ich wohl davon gehalten habe?


Stephanie will nichts anderes als mit ihrem Patenkind Jimmy in den Urlaub fliegen. Doch bei den Sicherheitskontrollen werden sie getrennt, da Stephanie Schrauben im Bein hat, die den Alarm auslösen. Hilflos muss sie mit ansehen, wie der kleine von einem Fremden mitgenommen wird.
Als das Sicherheitspersonal der vor Sorge durchdrehenden Frau glaubt ist es zu spät. Der Täter ist weg. Werden sie das Kind noch lebend finden? Und was hat Stephanies alter Job als Ghostwriter für Prominente damit zu tun?

Mein Fazit:

Klingt nach Thriller oder? Ja, dachte ich auch aber ich wurde schnell eines besseren belehrt.
Aber fangen wir doch von vorne an. Das Cover hat nichts. Ich wiederhole nichts mit dem Buch zu tun! Es könnte genauso gut die Warnsirene eines absaufenden UBoots sein...
Aber gut, der Inhalt ist wichtiger nicht war?
Somit kommen wir zum Schreibstil welchen ich wirklich sehr gut fand, auch wenn ab und an der Übersetzter wohl GoogleTranslate benutzt hat denn es wurde einfach die englische Satzstellung beibehalten was merkwürdig klingt. Peinlich, peinlich... Aber der englische Schreibstil ist sehr gut, ich hatte mal in die Leseprobe reingeschnuppert. Der deutsche überwiegend auch, bis eben die paar Patzer die jedem Übersetzter eigentlich hätten auffallen müssen.
Nun gut, es liest sich trotzdem sehr flüssig auch wenn mit Cliff-Hangern nicht gegeizt wurde was mich manchmal doch etwas genervt hat. Nicht falsch verstehen, ich finde so etwas baut Spannung auf, aber doch nicht hinter jedem Kapitel, war das wirklich notwendig?
Kommen wir also zur Protagonistin, welche auf den ersten 50 Seiten, in denen das Buch noch nach einem Thriller aussah, wie eine Schlaftablette rüberkommt. Zwar flippt sie aus und versucht den Sicherheitsleuten zu erklären, dass ihr Kind entführt wurde. (Ich fand es sehr unglaubwürdig, dass diese nichts gemacht haben, das wirkte gestellt.)
Als dann endlich das FBI kommt hat die gute Stephanie übrigens alle Zeit der Welt der armen Agentin ihre Lebensgeschichte zu erzählen und ab hier wurde es mir zu bunt.
Hallo?! Das Kind ist weg, aber macht nichts, wir schlagen uns mit Beziehungsproblemen und den Dramen der C-Promis herum. Das war zwar sehr interessant und würde sich bestimmt in einem Drama gut lesen lassen. Aber das ist kein Drama, das ist ein Thriller, zumindest steht das drauf und dann will ich das auch haben! Naja, den habe ich trotzdem weiter gesucht und dann auf den letzten 50 Seiten gefunden. Zusammen mit dem im Titel angekündigten Verrat. Aber 100 von 500 Seiten? Das ist zu wenig.
Alles in allem war ich enttäuscht und würde mich, hätte ich das Buch gekauft, veräppelt fühlen. Es ist ein wirklich gutes und unterhaltsames Drama aber kein Thriller.
Ich geben dem Buch noch ganz schwache 3 Sterne, die gefährlich nahe an 2 wackeln, da die Autorin ein gutes Buch geschrieben hat, nur total am Thema vorbei. Schade.


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