Montag, 14. Oktober 2013

(Buchvorstellung) Die Spur ins Schattenland / The Leap von Jonathan Stroud

Ich habe mir schon lange kein Buch mehr ausgeliehen, doch eine Freundin drückte mir dieses mit den Worten "Das ist total toll, das musst du unbedingt lesen!" in die Hand.
Und da ich Jonathan Stroud sehr mag, habe ich das natürlich auch getan!


Charlie und Max sind unzertrennlich und Freunde für immer, zumindest bis zu dem Tag, als Max in den See springt und nicht mehr auftaucht.
Charlie versucht ihn noch zu retten, aber es gelingt ihr nicht. Im Krankenhaus erzählt sie, dass seltsame Meereswesen ihr in die Tiefe gezogen haben. Ihre Mutter tut dies schroff als Blödsinn ab wodurch sich das Mädchen noch mehr zurückzieht. Sie ist davon überzeugt, dass Max noch lebt und versucht in diese fremde Welt zu kommen, was ihr in ihren Träumen auch gelingt. Aber lebt er wirklich noch oder versucht ihr Unterbewusstsein nur seinen Tod zu verarbeiten?

Mein Fazit:

Das Cover passt farblich zum Titel und zur Geschichte, wirkt aber sehr kindlich, obwohl die Thematik des Buches nicht unterschätzt werden sollte.
Der Schreibstil ist typisch Stroud und sehr angenehm wobei die Erzählperspektiven stets zwischen Charlie und James wechseln.
Am Anfang hatte ich ein paar Probleme in das Buch hineinzukommen, da sich die Geschichte etwas gezogen hat. Charlie war mir zwar sympathisch aber es ist nicht viel passiert. Da fand ich ihren Bruder James um einiges interessanter, denn er erlebt seine Schwester aus einem anderen Blickwinkel. Generell ist es dem Autor gelungen hier einen sehr interessanten Charakter zu erschaffen, der verdeutlicht wie es Angehörigen in so einer Situation ergehen kann. Denn er weiss auch nicht richtig, wie er seine Schwester jetzt behandeln soll zumal er den Verstorbenen nicht einmal mochte.
Generell merkt man immer wieder wie die Protagonistin sich an die Hoffnung klammert, dass Max noch leben könnte. Sie zieht sich komplett von ihrer Familie zurück und driftet immer mehr in die Fantasiewelt ab.
Auch ist der psyschologische Blickwinkel dieses Buches wirklich toll, als Leser rätselt man permanent ob es Wirklichkeit oder Einbildung ist.
Vor allem das Ende hat es mir angetan, denn hier steht es dem Leser frei selbst zu entscheiden, wer Recht hat und ich denke da kommt es sehr auf das eigene Alter an für was man sich entscheidet.
Es ist definitiv kein lustiges Buch, aber ein sehr berührendes, was ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann!



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