Montag, 7. Oktober 2013

(Buchvorstellung) Stumme Angst von Christina Stein

Oh ja, ich lese momentan gerne Thriller und da kam mir dieser Roman gerade Recht. Auch das Thema fand ich interessant, zumal ich vor kurzem ein ähnliches Buch gelesen hatte. Somit war ich sehr glücklich darüber, dass der cbt Verlag mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!


Warum ist sie bloß zu ihm ins Auto gestiegen? Seit Tagen hält ihr Ex-Freund Nathan sie gefangen. Nathan der unheimlich ist. Nathan der auch ein Weise ist, wie sie. Anna hat große Angst vor dem, was er mit ihr vorhat, ob sie jemals wieder aus diesem Zimmer rauskommen wird?
Ihr Freund Liam versucht unterdessen verzweifelt seine Freundin zu finden. Die Polizei nimmt ihn nicht sonderlich ernst und Annas beste Freundin, die er eigentlich gar nicht mag, ist auch keine große Hilfe.
Doch er kann eine Liste mit ihren Ex-Freunden rekonstruieren und klappert jeden einzelnen ab. Auch Nathan, doch wird er noch rechtzeitig dahinterkommen, wer Anna entführt hat? Was er nicht weiß, Marie, Annas beste Freundin hat gar kein so großes Interesse an deren Rettung...

Mein Fazit:

Das Cover mit dem Stuhl finde ich eigentlich eine gelungene Szene, bis auf die Vögel. Ich meine ernsthaft? Einfach den selben Photoshoppinsel immer wieder aufs Bild drücken? Das könnt ihr doch besser! Die kalten Blautöne dagegen finde ich richtig gut gelungen. Sie unterstreichen die Einsamkeit des leeren Stuhls.
Was mir beim Lesen gleich auffiel, war der wirklich gelungene Schreibstil Die Autorin hat es geschafft eine eigene Note mit hineinzubringen. Die Geschichte wird aus Annas, Maries und Liams Sicht geschrieben und jeder dieser Charaktere hat eine ganz bestimmte Eigenschaft, bzw Angewohnheit, die ihn durch das ganze Buch begleitet. Die Autorin setzt dies dann ein um Szenen noch einmal zu untermauern. Wie Anna, die immerzu die Strukturen des Holzes an der Wand anstarrt, bis sie Gesichter sieht. Oder Liam, der von seiner Suche Fotos macht, um das Ganze zu verarbeiten.
Annas Charakter war zwar gut beschrieben, aber wirklich sympathisch wurde sie mir während des ganzen Buches nicht, mit ihrem 18 Jahren ist die Liste der Männer, die Liam abklappern muss recht hoch und auch sonst kommt sie im Buch leider etwas passiv rüber, da ist der Funke einfach nicht übergesprungen bei mir. Dafür aber bei Liam, der mir sehr sympathisch war (und sein Hund natürlich auch) er opfert sich richtig auf und man kann sich wunderbar in ihn hineinversetzen. Auch Marie fand ich auf eine furchtbare Weise super gelungen. Ich hoffe nicht, dass ich in Annas Situation von so einem Menschen abhängig sein werde!
Auch furchtbar fand ich das Desinteresse der Polizei, welches aber leider sehr realistisch war. Bis die in Gang kamen, war es fast zu spät und Liam stand alleine da.
Alles in allem war das Buch gut, und ich war schnell durch, bis auf mit Anna konnte ich mich gut in die Charaktere hineinversetzen und es war spannend.
Das Ende jedoch war etwas abrupt und schwach, man wurde regelrecht aus der Geschichte geschmissen und die Sache wirkte unrund.


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