Montag, 11. November 2013

(Buchvorstellung) Bluteis von Marc Ritter

Auf der Buchmesse fiel mein Blick sofort auf das toll gestaltete Cover von "Bluteis". Pferde und Thriller? Klingt nach der perfekten Kombination für mich! Der Droemer Knaur Verlag war dann auch noch so lieb mir ein Rezensionsexemplar zuzuschicken!


Über 1000 internationale Wirtschaftsgrößen sind zum legendären Pferderennen nach Engadin gekommen. Unter ihnen der Sportfotograf Thien Baumgartner und seine Freundin Sandra. Plötzlich explodiert unter den Pferden die Eisdecke und reißt diese samt Jockeys und Tribünen in den eiskalten See.
Als die Helikopter fertig mit der Bergung sind fehlt von Sandra jede Spur ... schnell kommt der Verdacht auf, dass die Terroristen sie haben und auch Thien gerät in das Visier der Ermittler.

Mein Fazit:

Puuh, ich bin ja absolut kein Wintermensch aber wer kann bei dem Klappentext schon nein sagen? Auch das Cover ist toll gestaltet und verspricht ein spannendes Buch, was man schon direkt auf der ersten Seite bekommt. Man erlebt mit, wie einer der Jockeys mitsamt seinem Pferd in die Tiefe gerissen wird als das Eis unter ihm nachgibt. Danach macht das Buch einen großen Zeitsprung zurück und man erfährt warum Kisi, die Frau aus Afrika, zur Terroristin wurde. Ihren Charakter fand ich sehr interessant da ihre Überzeugungen durchaus nachvollziehbar waren, ihre Mittel natürlich nicht.
Thien und Sandra hatten wohl schon einen Fall in einem Vorgängerband den ich nicht gelesen habe, aber das war nicht schlimm. Bereits bekannte Gesichter werden erneut vorgestellt und Zusammenhänge erklärt. Das Ganze hat mir eher Lust auf den Vorgänger gemacht.
Thien war mir sofort sympathisch, er wirkt sehr gesettelt und hat Spaß an seinem Job als Fotograf. Sandra hingegen war leider so gar nicht mein Fall. Sie ist zickig und sehr vereinnahmend. Mit ihr wurde ich irgendwie nicht warm.
Man erlebt die Geschichte auch aus der Sicht eines Bankiers und dessen vertrautem Kreis. Diese werden von den Terroristen erpresst. Sie sollen verhindern, dass ihre Kunden weiter mit Gewalt Land aufkaufen und die Afrikaner vertreiben. Hier fand ich es auch sehr erschreckend wie weit diese Gruppe, sei es Bankier oder Großanleger bereit war zu gehen. Diese Menschen waren eigentlich nicht besser als Kisi und ihre Leute. Beide haben keine Gewalt gescheut um ihre Ziele zu erreichen wobei Kisis Motive noch menschlich waren.
Das Buch hatte sehr viele wichtige Charaktere weshalb ich mir den Autor innerlich an einem Whiteboard vorstellen musste, wie er die einzelnen Verstrickungen aufzeichnete um nicht den Überblick zu verlieren. Ich übertreibe nicht wenn ich sage: Ganz große Klasse und meinen vollen Respekt! Ich habe schon einige Thriller gelesen aber selten einen so gut recherchierten und durchgeplanten Komplott miterlebt.
Spannend bis zur letzten Seite und durchaus Filmmaterial!


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