Donnerstag, 26. Dezember 2013

(Buchvorstellung) Die grosse Wildnis / The last Wild von Piers Torday

Es war mal wieder Blogg dein Buch - Zeit! Dieses mal habe ich mich für ein Kinderbuch beworben denn, ich gebe es zu, ab und an liebe ich solche leichten Lektüren und geben wir es doch zu: die meisten Kinderbücher haben einen ganz besonderen Flair und Zauber der einen gefangen nimmt. Ob es hier auch so war?

Vielen Dank an den cbj Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Der 12-jährige Kester kann seit dem Tod seiner Mutter nicht mehr sprechen. Er kommt auf eine Schule für problematische Kinder und auch hier ist er ein Außenseiter. Seine einzigen Freunde sind die Tiere mit denen er durch seine Gedanken sprechen kann. Leider gibt es nur noch das Ungeziefer denn alle anderen Tiere wurden durch die rote Pest ausgelöscht.
Die Tauben und Kakerlaken bringen Kester jedoch zu einem geheimen Ort an dem sich die letzten überlebenden Tiere versammelt haben. Sie haben eine Bitte an ihn: der Junge soll sie retten, doch wie?

Mein Fazit:

Also das Cover fand ich noch unglaublich süß und es spricht genau die Zielgruppe an für die es bestimmt ist. Leider was es das auch schon. Der Schreibstil hatte mir den ersten Dämpfer verpasst: er ist einfach nur plump. Das sind Kinder und keine Unterbelichteten! Es war teilweise wirklich extrem abgehakt, ich weiß, dass man ein Kinderbuch einfach hält und das ist auch gut so aber die Texte können dennoch flüssig sein oder?
Der Protagonist war wirklich schön entwickelt, gerade die Idee ihn zu den Tieren statt den Menschen sprechen zu lassen versprach etwas märchenhaftes aber auch diese Illusion verflog rechts schnell.
Am Anfang ging es noch vielversprechend los und ich hatte die Hoffnung eine schöne Geschichte zu erleben aber dann kamen die ersten negativen Dinge auf. Der Junge wird gerade am Anfang permanent als dumm hingestellt. Was will man der Zielgruppe denn damit sagen?! Aber am schlimmsten fand ich die Tiere. Ich habe mich schon lange nichtmehr so oft fremdbeschämt. Der versprochene Humor war oft eher peinlich und das verhaltend er Tiere war extrem merkwürdig. Gerade der Hirsch, der viel zu belehrend und altklug wirkt hatte auf mich eher eine abschreckende Wirkung. Die Maus war wirklich peinlich und auch mit der Katze hatte ich so meine Probleme. All dies erinnerte eher an eine schlecht ausgearbeitete Kindergartenshow aber dafür ist das Buch viel zu düster und pessimistisch. Die Gefahrensituationen sind dagegen wieder fast schon hart und stehen in einem großen Kontrast zu den Charakteren. Aber was mich auch sehr gestört hat war, dass alle Erwachsenen als gefährlich, gestört und vor allem als nicht hilfsbereit hingestellt werden womit ich wieder bei meiner anfänglichen Aussage bin: was soll die Kernaussage hier für unsere Kinder sein??Der Nachwuchs, der das Lesen soll steht kurz vor der Pubertät, in diesem Alter hätte ich das Buch nach ein paar Seiten wieder zurückgegeben. Ich hatte wirklich sehr oft das Bedürfnis das Buch zuzuklappen aber habe mich dann doch durchgequält weil es ein Rezensionsexemplar war.
Auch machte das Buch den Eindruck eines Einzelbandes war es jedoch nicht ist. Das Ende lässt auf eine Fortsetzung schließen, die ich mir jedoch nicht antun werde.



Kommentare:

  1. Wirklich erstaunlich wie unterschiedlich da die Geschmäcker sind. Ich fand das Buch wirklich grandios und freue mich total auf Teil 2. ;)

    Liebe Grüße,
    Ka

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    1. Ich kam mit dem Buch gar nicht klar!
      Aber es ist gut, dass alle andere Geschmäcker haben, das macht den Buchmarkt so vielfältig :)
      Ich wünsche dir viel Spaß mit dem 2. Teil, bei mir wird er jedoch nicht einziehen.

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