Dienstag, 3. Dezember 2013

(Buchvorstellung) Wild von Lena Klassen

Mal wieder eine Bauchentscheidung. Ich hatte das Cover gesehen und wusste, das Buch muss ich haben. Ob auch die Story überzeugt hat?


Komplett kontrollierte Gefühle? Wie wäre es in einer Welt ohne Kummer und Krankheit zu leben? Genauso leben die Bewohner von Neustadt. Einmal in der Woche erhalten sie Ihre Glücksinjektion um wilde Gefühle zu verhindern. So auch Pi, doch sie ist nicht so glücklich wie alle anderen. Ist sie nicht so perfekt wie ihre Mitmenschen? Sie befürchtete es, denn anders kann sie sich nicht erklären, dass ihr immernoch kein Freund zugeteilt wurde. Sie hat Angst davor, dass etwas mit ihr nicht stimmen könnte denn solche Menschen landen schnell auf der anderen Seite des Zauns. In der Wildnis. Dorthin werden alle verbannt die nicht ins System passen. Jeder weiß, dass dort Mord, Krankheit und andere Gewalt herrscht.
Doch plötzlich passiert etwas unfassbares. Die Glücksdroge versagt und Pi ist zum ersten mal in der Lage für sich selbst zu denken. Doch was ist wichtiger? Liebe oder Freiheit?

Mein Fazit:

Das Cover gefällt mit unglaublich gut und passt einfach zum Thema. Und natürlich zu Pi.
Auch mit dem Schreibstil konnte ich mich schnell anfreunden. Das Buch ist aus Pis Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Sie denkt sehr selbstironisch und teilweise sarkastisch über sich weshalb sie mir sofort ans Herz wuchs. Ganz im Gegensatz zu Moon, ihrer besten Freundin. Moons Eltern sind sehr reich und hatten die Möglichkeit sich ihr Kind genetisch verbessern zu lassen weshalb sie einfach perfekt aussieht. Leider wirkt die Glücksdroge unglaublich gut bei ihr wodurch sie sich sehr dumm verhält. Im Laufe des Buches wurde sie mir immer unsympathischer. Dafür mochte ich Lucky der sich nach und nach als wirklich netter Kerl entpuppte.
Auch die Idee des Ganzen ist natürlich nicht zu verachten auch wenn mir hier Hintergrundinformationen gefehlt haben. Bröckchenweise bekommt man zwar die ein oder andere Erklärung aber wirklich durchdacht erscheint es nicht. Oder aber es läuft auf einen Folgeband hinaus was die offenen Fragen erklären würde. Denn von denen gibt es einige und ich war am Ende mehr als unzufrieden.
Am Anfang flog ich nur so durch die Seiten und es wurde immer spannender. Dies führte leider dazu, dass ich mir vorkam, als würde ich am Ende gegen eine Wand rennen. Offene Fragen und in meinen Augen auch kein Happy End.
Das Buch hat jedoch auch sehr viele gute bis sehr gute Bewertungen ergattert weshalb es wohl wirklich eine Geschmacksfrage ist denn so eine Rezension ist ja doch immer subjektiv.
Das Buch und ich haben uns sehr gut verstanden nur am Ende habe ich mich arg verraten und allein gelassen gefühlt. Gerade so, als hätte die Autorin noch einmal extra einen Schocker einbauen müssen. Dies ist der Grund warum ich 2 Sterne abziehe. Ich konnte keinen Hinweis auf eine Buchreihe finden. Sollte es diese geben würde ich auf 4 Sterne erhöhen aber als Stand-Alone leider nicht ganz mein Fall.


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