Dienstag, 7. Januar 2014

(Buchvorstellung) Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch von Sabine Zett

Es ist mal wieder Blanvalet-Zeit! Das Rezensionsexemplar liegt schon seit Anfang Dezember bei mir und durch die Feiertage wurde es leider etwas vernachlässigt, was ja sonst so gar nicht meine Art ist *Schande über mein Haupt* aber nun ist es gelesen und rezensiert!


Elisa hat eins für sich entschieden: Sie ist thirty something! Da sind die paar Jahre darüber irrelevant. Immerhin ist man nur so alt wie man sich fühlt und bis jetzt hat sie das Chaos um sich herum doch gut im Griff. Ihr Sohn Rick, der mit 14 genau in der Pubertät ist und sich benimmt, als hätte ein Außerirdischer von ihm Besitz ergriffen zehrt ganz schön an ihren Nerven. Doch nicht nur das P-Alien sorgt für Stress. Ihre Schwiegermutter hat ihre eigenen Ansichten, wie Elisa ihre Familie führen soll und macht ihr das Leben zur Hölle und dann ist da noch Alex, ihr Mann, der nach 16 Jahren Ehe unglaublich viel Zeit mit seiner jüngeren Angestellten verbringt. Elsia reicht es, sie räumt auf!

Mein Fazit:

Gleich vorab. Ich habe selten so viel gelacht! Eigentlich bin ich absolut kein Chicklit-Leser aber das Buch ist herrlich frisch geschrieben und macht einfach nur Spaß. Auch das Cover hat einen schönen Stil, da es fotografische und gezeichnete Elemente vereint. Des Weiteren spricht der Titel der Protagonistin aus der Seele denn ihre Schwiegermutter hat es wirklich in sich weshalb ich mit ihr anfange. Alte Leute können anstrengend sein aber diese Frau führt sich auf als wäre sie die Queen! Ins Altersheim? Nein wozu denn sie hat zwei Kinder in die Welt gesetzt und die sollen sich jetzt auch gefälligst um sie kümmern. Und Rick heißt auch nicht Rick sondern Richard. Ist doch egal was in der Geburtsurkunde steht! Es war schon grotesk und ich beneide Elisa auf keinen Fall aber für den Leser ist es einfach nur abgöttisch komisch.
Ich war erstaunt über die Schlagfertigkeit der Protaginistin denn in der ein oder anderen Situation wäre ich einfach ohne ein weiteres Wort gegangen! Diese Frau ist unmöglich und vor allem maßlos von sich selbst überzeugt.
Auch Rick fand ich unglaublich gut. Zugegeben, er ist ein kleines Monster und die Pubertät hat gnadenlos zugeschlagen. Wenn man es so aus Elisas Sicht betrachtet sieht das Erziehungsargument Erpressung gar nicht mehr so hinterhältig aus...
Mit Alex, ihrem Mann wurde ich irgendwie nicht warm. Er ist zwar ein netter Kerl aber so richtig greifbar wurde er nicht. Zum Glück war seine Rolle in dem Buch zwar wichtig aber nicht das Zünglein an der Waage. Dafür war seine Mutter zuständig und die hat mit komplett überzeugt!
Klar, das Buch wartet mit Klischees auf. Mit vielen sogar aber das ist nicht schlimm, denn genau um diese Thematik geht es hier ja.
Karina, Elisas beste Freundin, ist wohl noch erwähnenswert. Diese fand ich ein bisschen anstrengend. Sie hat keine Kinder aber dafür zwei Pudel um die sie sich sogar mit ihrem Ex-Mann vor Gericht streitet. Manchmal scheint sie zu vergessen, dass es "nur" Hunde sind.
Den Inhalt zu spoilern würde die Lesefreude und Gags trüben. Mir hat der bissige und sarkastische Humor unglaublich gut gefallen und das Buch war an einem Tag ausgelesen!


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