Donnerstag, 30. Januar 2014

(Buchvorstellung) Das Schicksal ist ein mieser Verräter / The Fault in our Stars von John Green

Wie versprochen gibt es heute die Rezension zur Pflichtlektüre des Jahres!


Die 16-jährige Hazel leidet unter Lungenkrebs, möchte aber auf keinen Fall bemittleidet werden. Dementsprechend unmotiviert ist sie, als ihre Mutter sie in eine Selbsthilfegruppe steckt. Bis sie Augustus kennenlernt. Dieser geht so offen und symphatisch mit seiner Krankheit um, das es ansteckend ist. Sie merkt, wie sie sich Stück für Stück in ihn verliebt. Doch sie ist eine Bombe, bereit jeden Moment hochzugehen und alle in ihrem Umfeld zu verletzen ...

Mein Fazit:

Ich denke, die Messlatte für dieses Buch liegt extrem hoch. Auszeichnungen, Fernsehberichte, Massenrezensionen und nun ein Kinofilm! Dementsprechend erwartungsvoll bin ich auch an die englische Originalausgabe gegangen.
Und schon auf den ersten Seiten wird klar, das hier ist ein John Green! Der lockere Schreibstil, der Sarkasmus, die Tiefe und der gut durchdachte Konflikt.
Wie immer hat er sich ein sehr schwieriges Thema gesucht und es unglaublich menschlich verpackt. Denn normalerweise gibt es zwei Arten von Krebsbüchern: die Mittleidschnulzen und die, die es verharmlosen. "The Fault in Our Stars" tut nichts von beiden und schafft es dennoch, dass man leidet. Ein Leiden ohne erdrückendes Mitleid zu verspüren. Und es schafft es einen zum Lachen zu bringen. Jedoch nie, ohne zu vergessen, wie ernst die Sache ist.
Man sieht die Welt sofort durch Hazels Augen, versteht ihre Ängste und ihre anfangende Depression. Auch konnte ich gut nachvollziehen, dass sie nicht in die Selbsthilfegruppe wollte. Ihre Eltern behandeln sie verständlicher Weise wie ein rohes Ei, doch dadurch erinnern sie Hazel auch permanent daran, dass sie bald sterben wird.
Ihr Charakter ist sehr selbstkritisch und ironisch. Durch ihre Begegnung und die daraus entstehende Beziehung zu Augustus lässt ihre Lebensfreude wieder aufblühen. Man spürt förmlich, wie sie auflebt. Sein Sarkasmus ist ansteckend und auch seine Gefühle ihr gegenüber wirkten nie aufgesetzt.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist sehr dezent und im gleichen Moment so tiefgründig, dass sie den Leser bis ins Mark erschüttert und berührt.
Auch Isaac konnte mich überzeugen, er wirkt aufgrund der Erzählungen, wie der mit dem schlimmsten Los, da er beide Augen an den Krebs verloren hat. Doch dies liegt nur an der Art und Weise wie Augustus und Hazel mit ihrem Schicksal umgehen. Ihr Humor lässt den Leser teilweise vergessen, dass ihr Leben, im Gegensatz zu Isaacs, begrenzt ist.
Besonders schön war die Reise der beiden Protagonisten nach Amsterdam um Hazels Lieblingsautor zu treffen. Sie liebt das fiktive Buch "Ein herrschaftliches Leiden" und Augustus erfüllt ihr ihren Herzenswunsch indem er seinen für sie opfert. Auch als sich der Autor als Enttäuschung entpuppt machen die beiden das Beste daraus.
Umso tragischer empfand ich den weiteren Verlauf des Buches, auch wenn man von Anfang an weiß, dass es kein Happy End geben wird.
Es ist keine leichte Kost und doch so leicht verpackt! Ich bin begeistert aber Taschentücher sollten mit diesem Buch All Inclusive verkauft werden!


Kommentare:

  1. Ich kann nicht mitreden, denn ich hab es noch nicht gelesen. Irgendwie glaube ich dies ändern zu müssen. :)

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    1. Unbedingt! Der Trailer zum Kinofilm ist auch schon unglaublich schön!

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  2. Tolle Rezi :)
    Es ist eines meiner Lieblingsbücher und oh ja, habe ich Taschentücher durch geschlotzt, als ich es gelesen habe...

    Liebe Grüße,
    Carly

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    1. Das glaube ich dir! Ich bin auch begeistert!

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