Mittwoch, 29. Januar 2014

(Buchvorstellung) Im Dunkel der Nacht / Vanished in the Night von Eileen Carr

Heute ist mal wieder Krimi-Zeit! Hatten wir schon länger nicht mehr, richtig?


Als Veronica Osbornes Bruder nach zwanzig Jahren tot aufgefunden wird stirbt damit ihre letzte Hoffnung ihn wiederzusehen. Schnell steht ihr Vater unter Verdacht, der kein gutes Verhältnis zu seinen Kindern hatte.
Veronica ist jedoch gar nicht gut auf die Polizei zu sprechen und recherchiert selbst. Dabei stößt sie auf weitere Leichen und rückt immer mehr in den Fokus des Mörders ...

Mein Fazit:

Ich muss gestehen, ich habe den Vorgänger nicht gelesen. Musste ich aber auch nicht. Ich kam gleich in die Story rein. Um ehrlich zu sein hatte ich gar nicht gemerkt, dass es sich hier um einen zweiten Band einer Krimi-Reihe handelt. Ich hatte mit einem Einzelband gerechnet und es lässt sich auch gut als solchen lesen.
Das Cover könnte einen schnell eine Liebesschnulze vermuten lassen, doch ich kann Entwarnung geben, dem ist nicht so. Sicher, es kommt eine Liebesgeschichte vor, aber dezent und durchaus angenehm.
Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist selbstständig wodurch sie den Mörder ihres Bruders auf sich aufmerksam macht. Denn je mehr sie recherchiert, desto näher kommt sie ihm! Die Tatsache, dass sie aufgrund schlechter Erfahrungen nichts mit der Polizei zu tun haben möchte macht sie jedoch verwundbar und bald wird sie deren Hilfe brauchen. Ob sie will oder nicht.
Das bringt Zach ins Spiel, er lässt sich nicht so einfach abschütteln. Er macht ihr geduldig aber hartnäckig klar, dass sie seine Hilfe braucht. Bei ihm wusste ich manchmal nicht ob ich ihn mag oder nicht. Als männlicher Protagonist war er etwas der "Katalogtyp" und hätte meiner Meinung nach etwas mehr Charakter haben können.
Ob es sich jetzt hier um einen Thriller oder Krimi handelt ... ich würde es eher Richtung Krimi schieben aber das ist mein persönlicher Eindruck. Das Buch weist viele Wendungen aber ebenso viel Ermittlungsarbeit auf.
Die Ereignisse greifen gut ineinander, was ja nicht immer der Fall ist, aber hier kam ich super mit und es wirkte realistisch. Vor allem die Liebesgeschichte, die sich langsam eingliedert wirkt eher abrundend als störend.
Der Schreibstil war generell recht locker mit teilweise sehr schwarzem Humor, was mir persönlich super gefallen hat. Gerade bei ernsteren Themen ist es immer gut auch mal schmunzeln zu können!
Wer einen spannenden und vor allem runden Plot sucht ist hier super aufgehoben.
Die Protagonisten sind schön ausgearbeitet, heben sich aber nicht von der Masse der Buchcharaktere ab, weshalb ich einen Punkt abziehe. Ansonsten konnte das Buch mich aber überzeugen. Ellen Carr –  wir lesen uns wieder!

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