Dienstag, 25. Februar 2014

(Buchvorstellung) Die Stadt des roten Todes / Masque of the Red Death von Bethany Griffin

Ich brauche momentan etwas Abstand zu Dystopien, aber dennoch Spannung. Da kam mir "Die Stadt des roten Todes" genau recht, denn es hat nicht den Dystopie-Charakter. Irgendwie hatte es einen Edgar Allan Poe Flair, dementsprechend war ich auch gleich dabei! Vielen Dank an den Goldmann Verlag, für das Rezensionsexemplar.


Eine junge Frau zwischen Licht und Schatten, zwischen Leben und Tod.
Die Stadt ist von der Umwelt abgeschnitten, ganze Straßenzüge liegen in Ruinen. Der Regent feiert wilde Feste, während die Bevölkerung von einer schrecklichen Seuche dahingerafft wird. Nur eine kleine Oberschicht kann sich durch kostbare Masken vor der Krankheit schützen. So auch die junge Araby. Doch unter der Last einer großen Schuld sucht sie Vergessen in den Nachtclubs der Reichen. Dort begegnet ihr der faszinierende, verführerische William. Und Elliott, tollkühn, ein Revolutionär. Beide werben um Araby. Und sie muss sich entscheiden, ob sie sich dem Leben stellen und kämpfen will. Um ihre Liebe. Um Vergebung für ihre Schuld. Und um die Zukunft.

Mein Fazit:

Das Cover in den rot und Grautönen ist einfach nur umwerfend! Im Grunde untermauert es die Aussage des Titels und die roten Wolken deuten die Zerstörung an. Einzig und alleine der deutsche Untertitel nervte mich etwas, ich finde er wirkt gestelzt.
Den Schreibstil fand ich gut. Er war nicht zu ausufernd, aber man hat ein schönes, oder in diesem Fall grauenvolles, Bild von der Stadt bekommen. Araby war als Protagonistin recht überzeugend, wobei ich sie manchmal sehr naiv fand. Sie lässt sich leicht manipulieren und scheint oft kein Rückrat zu haben. Andererseits ist sie dann wieder unglaublich fürsorglich, wenn es zum Beispiel um Wills kleine Geschwister geht. Womit wir zu Will kommen. Ihn empfand ich als unglaublich sympathisch. Er ist sehr bodenständig aber hilfsbereit, weshalb er mir viel besser als Elliot gefallen hat. Den fand ich einfach nur arrogant und größenwahnsinnig. Leider läuft die Protagonistin beiden hinterher, ohne viel nachzudenken. Araby hat in jungen Jahren jedoch ihren Bruder verloren, weshalb ich davon ausgehe, dass das einen Großteil ihrer Unsicherheit ausgelöst hat.
Trotzdem hat mich das Buch gefesselt. So genau sagen, woran es lag, kann ich aber nicht. Es war wohl die düstere Atmosphäre, die sehr an Edgar Allan Poe erinnerte. Und ich bin bekennender Poe Fan.
Das Buch geht ein bisschen in die Richtung Dystopie, mit einem ordentlichen Schuss Streampunk, was ich toll fand.
Die Angst vor der Seuche ist allgegenwärtig und ich kann mir vorstellen, dass das Leben mit den Masken, die den einzigen Schutz darstellen, sehr schwierig ist.
Der Prinz, der über die Stadt herrscht, ist einfach nur eiskalt. Ich habe schon viele Antagonisten erlebt, aber dieser grenzt an Wahnsinn und Genialität. Er ist nicht der dumme Gegenspieler, im Gegenteil. Er ist äußerst klug und berechnend, was ihn nur noch gefährlicher macht!
Die Meinungen über dieses Werk sind sehr unterschiedlich, einerseits stimmt es, dass die Charaktere etwas tiefgründiger hätten ein können, aber blass waren sie auch nicht. Mehr der Katalogtyp, womit ich klar komme, wenn der Rest stimmt.
Auch das Ende hat mir gefallen, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Womit ich aber gerechnet habe, war die Dreiecksbeziehung und ich befürchte, dass diese im zweiten Teil anstrengend werden wird.
Trotzdem freue ich mich sehr auf die Fortsetzung und kann das Buch nicht nur Edgar Allan Poe Fans empfehlen sondern jedem, der düstere Geschichten (und Dreiecksbeziehungen) mag!


1 Kommentar:

  1. Hallo meine Liebe. :)
    Ich habe dich getaggt und würde mich sehr freuen wenn du mitmachen würdest.
    http://katja-welt-book.blogspot.de/2014/02/tag-blogger-packen-aus.html

    Liebe Grüße

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