Donnerstag, 13. Februar 2014

(Buchvorstellung) Ich und andere uncoole Dinge in New York von Julia Stein

Vor einiger Zeit hatte mich die Autorin Julia K. Stein gefragt, ob ich ihr Buch rezensieren möchte. Die Titel klang gut und das Cover gefiel mir auch. Dazu kam, dass sie unglaublich nett war also: Ja.


Endlich New York: Für einen Sommer entkommt Judith der Kleinstadt im Ruhrgebiet, wo sie die ersten sechzehn Jahre ihres Lebens vergeudet hat. Eigentlich soll sie ihre Mutter begleiten, doch die ist mit ihrem neuen Geliebten beschäftigt. Judith wird zu einem Praktikum verdonnert. Als sie Peter kennenlernt, beginnt sie New York zu lieben. Ab jetzt trinkt Judith Manhattans und versucht, alle Erfahrungen nachzuholen, die sie in der deutschen Kleinstadt verpasst hat: Clubs, Partys, Sex. Immerhin scheint der Plan aufzugehen und Peter wird ihr Freund. Doch während Judith sich mit Rachels herzlicher jüdischer Familie anfreundet, wird Peters Verhalten immer merkwürdiger. Wo ist er, wenn er angeblich studiert und warum bekommt er so viele Anrufe? Und dann ist da noch Adam, Rachels Bruder, dessen Nähe sie mehr verwirrt, als sie sich erklären kann...

Mein Fazit:

Die Covergestaltung ist wirklich ganz schön und weckt sofort Assoziationen mit New York. Dementsprechend war ich auch neugierig auf die Story. Schon beim Aufschlagen bin ich aber über etwas gestolpert. Wo war die verflixte linke Seitenzahl?! Nach einem Überfliegen der Seite fand ich sie dann. Sie klebte innen am Bund. Liebe Selfpublisher, bitte bitte haltet euch an ein normales Gestaltungsraster, sowas fällt negativ auf. Genauso wie der große Zeilenabstand. Ich bin da wirklich jobbedingt sehr pingelig.
Aber gut, wichtiger ist ja die Story. Diese geht im Judith super los. Sie ist eine sehr ironische Protagonistin was ich am Anfang super lustig fand. Allerdings bekamen die Teenagerin und ich im Laufe der Handlung dann doch Probleme miteinander, denn sie findet eigentlich alles scheiße. Als Stilmittel ist das total ok einige Situationen ironisch zu betrachten aber ein ganzes Buch? Mir war das irgendwann too much.
Was jedoch gut war ist die Tatsache, dass sämtliche Nebencharaktere wie Peter, Adam und Rachel sehr gut ausgearbeitet waren und mir dann wirklich besser als die Protagonistin gefallen haben.
Die Liebesgeschichte an sich fand ich super. Die Storyline war wirklich gut und es wäre bestimmt lustig geworden wenn Judiths schwarzer Humor und ihre Quengeligkeit mit Bedacht gestreut worden wären. Aber bitte nicht über 200 Seiten die selbe Leier, irgendwann war es einfach nur noch nervig. Wäre das meine Tochter gewesen, hätte ich sie in den nächsten Flieger nach Hause geschickt. Zum Glück bessern sich ihre Allüren aber zum Ende hin.
Die Story ist wirklich gut, nur ich hatte immer wieder zwischen drin dieses Judith-findet-alle-außer-sich-selbst-bescheuert Problem. Was aber positiv hervorzuheben ist ist der Schreibstil der Autorin. Dieser ist sehr locker und ich flog nur so durch die Seiten. Wie gesagt, ein bisschen weniger Judith-Pubertät und es wäre so, so toll gewesen!
Auch der Kulturenkonflikt war super aufgebaut und vieles stimmt einfach! Anderes war dafür etwas übertrieben.
So, was soll ich abschließend sagen? Ich pendle zwischen 3 und 4 Sternen. Ansich eine super Storyline mit einer leider sehr pubertären nervigen Protagonistin. Was machen wir da nun? Da Judith sich zum Ende hin doch positiv entwickelt hat gebe ich knappe 4 Sterne mit der Hoffnung, dass das Layout in Bezug auf den Satzspiegel noch korrigiert wird, denn das ist einfach an sämtlichen Gestaltungskriterien vorbeigerasselt.

Kommentare:

  1. Hey, tolle Rezi, mir gefällt dein Blog sehr gut :D
    Werde dir mal folgen und würde mich über einen Gegenbesuch sehr freuen.

    http://jessireneleseratten.blogspot.de/

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    1. Freut mich, dass es dir hier gefällt und herzlich willkommen :)

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