Dienstag, 4. Februar 2014

(Buchvorstellung) Schattenblicke von Karen-Susan Fessel

Endlich wieder ein Jugendthriller und dann noch eine Entführungsgeschichte! Genau mein Beuteschema. Oh je, jetzt denken bestimmt einige: Himmel und bei der Verrückten lese ich den Blog. Nix wie weg! Aber ich kann euch beruhigen, ich bin ganz normal. Meistens zumindest. Aber solche Thriller üben eine wahnsinnige Faszination auf mich aus, da sie meistens ohne ausufernde Gewalt Spannung und ganz viele Emotionen hervorrufen können. Ob das hier auch so war? Schauen wir doch mal rein! Vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!


Die 16-jährige Alex ist glücklich: Auf der Klassenfahrt nach Ungarn verliebt sie sich Hals über Kopf in einen Jungen mit wunderschönen, traurigen Augen. Doch ihr Glück findet ein jähes Ende, als sie entführt wird. Wieso? Wer steckt dahinter? Alex ist verzweifelt, keiner der Entführer spricht Deutsch. Keiner, bis auf einen: Plötzlich taucht der Junge mit den traurigen Augen wieder auf.

Mein Fazit:

Zum Cover bin ich etwas zwiegespalten. Die Typo ist toll und auch der Rahmen passt hier, obwohl wenn ich normalerweise kein Fan von Umrandungen bin.
Die Katze hat auch ihre Daseinsberechtigung, denn sie erscheint im Buch. Aber was ich mich als Grafiker dann doch frage: Warum hat man ihr den Kopf unten so hart abgeschnitten?! Das wirkt sehr unrund und ich stolpere jedes mal darüber.
Aber gut, die meiste Zeit steckt man ja mit der Nase im Buch und da kam ich kaum wieder raus, denn der Schreibstil ist toll. Alex hat mir als Protagonistin super gefallen und die Autorin schafft es, wie ich es gehofft hatte, eine sehr emotionale und spannende Atmosphäre zu gestalten.
Da waren die 240 viel zu schnell rum und ich hätte mir noch 50-100 mehr gewünscht. Was aber nicht am Ende lag, dieses ist zwar offen aber doch glaubwürdig und rund. Manchmal muss man dem Leser eben die ein oder andere Entscheidung selbst überlassen und dieses Buch gehört dazu.
Was mich aber etwas genervt hat, war Alex Beschreibung von dem Jungen. Ab der Hälfte des Buches dachte ich mir irgendwann, wenn sie noch einmal seine traurigen Augen erwähnt schreie ich. Das war einfach zu viel des Guten, da es sich permanent wiederholt. Mir war klar, dass damit eine gewisse Stimmung beim Leser hervorgerufen werden sollte, aber irgendwann wirkte es zu gestellt.
Dennoch war die Story sehr gut, denn ich war am Anfang wirklich am Rätseln, was hier los war und kam erst sehr spät zur Lösung. Das Buch legt auch ein sehr hohes Tempo an den Tag, wieder ein Pluspunkt! Man wartet seit der ersten Seite fieberhaft darauf, dass die Täter zuschlagen werden und dann will man eine Erklärung.
Der Junge wirkte sehr unsicher und so gar nicht, wie der typische Bücherheld. Das war sehr erfrischend und ließ Spielraum für weitere Spekulationen.
Die Geschichte fixiert sich sehr stark auf die beiden weshalb gerade ihre Klassenkameraden sehr in den Hintergrund geraten. Auch ihre Kidnapper wurden zwar gut charakterisiert, gerieten jedoch auch ins Abseits. Man merkt, dass Alex nur Augen für den Jungen hat, aber das ist ja auch von der Autorin so gewollt.
Ich selbst hatte das Buch in vier Stunden durch, denn ich glaube nur ein Hausbrand hätte mich davon wegreißen können. Deshalb kann ich sagen: Beide Daumen hoch und viel Spaß beim Lesen!


Kommentare:

  1. Der Klappentext klingt sehr interessant. Auch deine Rezi hat mich neugierig gemacht. Ich fasse das Buch mal näher ins Auge. :)

    Liebe Grüße

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    1. Also ich fands klasse! Ich denke schon, dass es dir gefallen wird!

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  2. Huhu,
    der Klappentext hat mich ja auch angesprochen aber bisher war ich mir noch nicht so sicher, deine Rezi klingt aber echt toll. Ich denk das wandert jetzt auch auf meine Wunschliste :)

    LG ♥

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    1. Ich fand es toll. Zumal es mal kein Ami-Buch war sondern ein deutsches :)

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