Montag, 31. März 2014

(Buchvorstellung) Dark Village 2 - Dreht euch nicht um von Kjetil Johnsens

 
Titel: Dark Village 2 - Dreht euch nicht um
Autor: Kjetil Johnsens
Seiten: 272
Erscheinungstermin: 01.01.2014
Verlag: Coppenrath
Originalversion: Nein
Originaltitel: 4 Venninner – Det som kommer til å skje
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Der erste Teil hatte mich zugegebener Maßen ziemlich unbefriedigt zurückgelassen und ich war mir nicht sicher, ob ich weiterlesen sollte oder nicht. Dann hatte ich aber auf verschiedenen Ecken gehört, dass es besser werden soll. Nun, und hier bin ich nun, mit Versuch Nummer 2.
Inhalt:
Trine und Vilde haben ihre Liebe füreinander entdeckt, doch äußere Umstände bringen die beiden wieder auseinander. Nora sucht währenddessen das Gespräch mit Nick und erzählt ihm von Benedictes Behauptung, er habe sie vergewaltigt. Weitere Verwicklungen, die auch Nicks Familienumstände betreffen, sorgen für großen Nervenkitzel. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist genau wie das erste wirklich schön gestaltet! Man kann sofort erahnen, dass es sich um einen Krimi/Thriller oder Horrorroman handeln wird. Wobei wir hier ja eher in Richtung Krimi-Soap gehen.

Titel:
Ich finde nach wie vor die gewählte Font unglaublich schön. Das war schon das, was mich am ersten Teil angezogen hatte. Es wirkt sehr harmonisch im Zusammenspiel mit dem Coverbild. Auch der Untertitel stört mich ausnahmsweise einmal nicht, da es sich um eine Reihe handelt.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist der gleiche wie schon im ersten Band. Er ist nicht schlecht aber teilweise doch sehr Soap-lastig. Wer mit wem und wann und wo. Dann ist wieder irgendwer auf irgendwen sauer. Das an sich ist nicht schlimm, aber der Schreibstil ist so gewählt, dass es teilweise doch recht aufgebauscht rüberkommt. Allerdings ist er auch etwas flüssiger, da mehr Tempo ins Spiel kommt und gerade die Szenen rund um Nick waren sehr spannend!

Charaktere:
Nora hatte sich ja nun dazu entschieden, nicht auf Benedicte zu hören, die weiterhin Nick in Verruf bringen möchte. Hinter dem Rücken ihrer Freundinnen fängt sie etwas mit ihm an, doch Nick ist so düster. Was er wohl vor ihr verheimlicht? Auch Vilde und Trine haben große Probleme, denn sie werden von ihrer Lehrerin erpresst, weshalb Trine ihre Gefühle für Vilde verleugnet. Die Schlinge um die Mädchen zieht sich immer weiter zu und eine von ihnen wird unweigerlich mit dem Leben dafür bezahlen.

Erwähnenswert:
Also, die Handlung um Nick war ja schon im ersten Teil die spannendste und das ändert sich hier nicht. Im Gegenteil. Man erfährt mehr über ihn, auch wenn es gleichzeitig wieder mehr Fragen aufwirft. Er ist immer noch mein Lieblingscharakter, da er die nötige Spannung und Gefahr in die Story bringt. Generell ist das Buch nichts für schwache Nerven, denn der Autor spricht Dinge wie sexuellen Missbrauch und Vernachlässigung offen an. Ahh, eins kann ich euch wohl noch verraten: Eine Leiche wird nun aufgeklärt, inklusive Mörder.

Stuck in my Head:
“Ich bin nicht mehr ich, schrieb sie. So etwas wäre meinem alten Ich nicht passiert. Nicht der, die ich einmal war. Also bin ich nicht mehr ich. Sie legte den Stift weg.” (S. 100)
Krisenreif:
Die zweite Leiche, und wohl auch wichtigste, ist nach wie vor ein Geheimnis. Wir wissen immer noch nicht, welches Mädchen stirbt. Zwar beantwortet der Autor einige Fragen und ich habe auch schon einen Verdacht, aber dennoch bin ich der Meinung, man sollte es nicht so in die Länge ziehen.
Auch werden wieder Abschnitte wiederholt. Zum Beispiel der Fund der Leiche. Dieses Kapitel wurde einfach 1:1 wieder reinkopiert ...

Fazit:
Im Vergleich zum ersten Buch, macht dieses einen gewaltigen Satz nach vorne. Es gibt sehr viel Handlung, einige Fragen werden geklärt und ich hatte das Gefühl, als hätte der Autor eingesehen, dass er den ersten Teil zu flach gehalten hat. Denn auch emotional gesehen ist dieser Band tiefgründiger und ich hatte mehr Spaß am Lesen. Einzig und alleine die Tatsache, dass man immer noch nicht weiß, wer das Opfer ist, hat der ganzen Sache einen kleinen Dämpfer versetzt. Spannung hin oder her, aber ich finde, wenn man es zu sehr hinauszögert frustriert es nur. Das Ende ist zum Glück nicht ganz so abgehackt wie das des ersten Bandes, erinnert aber trotzdem an einen fiesen Fernseh-Cliffhanger! Für alle, die den ersten Band schon haben und nicht wissen, ob sie weiterlesen sollen: Lest weiter, ab hier macht es Spaß! Für die volle Punktzahl reicht es aber aufgrund der genannten Kritikpunkte dennoch nicht. Vielleicht beim 3. Band?



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