Dienstag, 11. März 2014

(Buchvorstellung) Dustlands - Der Herzstein / Rebel Heart von Moira Young

 
Titel: Dustlands - Der Herzstein
Autor: Moira Young
Seiten: 432
Verlag: FJB
Originalversion: Nein
Originaltitel: Rebel Heart
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
In erster Linie das Cover und der Klappentext klang interessant.

Inhalt:
Gefahr. Verrat. Leidenschaft. Nichts ist gewiss, und niemand ist sicher in dieser großartigen Endzeitfantasy.
Saba ist mit ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi unterwegs nach Westen, um ihren Freund Jack zu treffen. Doch der Weg durch die Dustlands ist gefährlich. Jemand hat einen Preis auf Sabas Kopf ausgesetzt. Jack wird gefangen genommen und muss mit den Soldaten des neuen Machthabers weiterziehen. Kann man ihm noch trauen? Ohne Rücksicht auf ihre Familie und Freunde zu nehmen, will Saba Jack auf eigene Faust befreien – und fällt dabei dem Feind direkt in die Arme. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Zum Cover muss ich, glaube ich, nicht viel sagen. Das ist einfach toll gestaltet! Alleine schon die Typografie ist sehr gut gewählt und auch die Farben lassen einen die Hitze in der Wüste förmlich spüren.

Titel:
Der Untertitel wurde hier wie schon im ersten Band rapide geändert. Ob er nun besser oder schlechter passt, muss jeder selbst wissen. Der Herzstein ist zumindest ein Objekt aus der Geschichte. Ihr erinnert euch an den rosa Stein von Sabas Mutter?

Schreibstil:
Im ersten Teil standen mir hier ja die Haare zu Berge. Keine Wörtliche Rede, emotionslos und eine merkwürdige Sprache. Aus würde wurde immer würd gemacht was sehr merkwürdig klang. Nun gut, das wurde zum Glück überarbeitet: Es gibt jetzt Anführungszeichen! Auch der Schreibstil ist etwas flüssiger. Gerade der Anfang aus Jacks Sicht hat mir gut gefallen. Als die Geschichte wieder zu Saba schwenkte kamen jedoch die ganzen Krankheiten aus dem ersten Band wieder zu Tage.

Charaktere:
Also Jack fand ich toll beschrieben. Ich mochte ihn ja auch schon im ersten Buch. Saba hat mir auch etwas besser gefallen, aber da sie bei gefühlten -170 Punkten anfing war sie mir immer noch nicht sympathisch. Es war nur nicht so extrem, da sie von Lugh getoppt wurde, der einfach nur super unfreundlich und egoistisch ist. Saba kann man aber auch vorwerfen, dass sie nicht nach links und rechts schaut, keine Hilfe annimmt und ... nun ja, einfach Saba ist. Emmi dagegen war wie immer süß. Generell waren die Nebenfiguren sehr gut ausgearbeitet und gefielen mir besser als die Protagonisten, was wirklich schade ist.

Erwähnenswert:
Ich hatte wirklich große Hoffnungen ist dieses Buch gesetzt da ich vom ersten Teil absolut nicht angetan war. Der Schreibstil wurde etwas verbessert aber ansonsten ist es nach wie vor kein Buch nach meinem Geschmack.

Stuck in my Head:
Mein ganzes Leben lang ist Lugh mein besseres Ich gewesen. Das Licht meiner Dunkelheit. (S. 60)
Krisenreif:
Wie man schon aus dem Zitat herauslesen kann, ist Saba immer noch sehr devot ihrem Bruder gegenüber, der mir in diesem Buch durch seine Art gewaltig gegen den Strich ging. Auch hat die Geschichte sehr viele Längen, es passiert einfach nicht wirklich was. Die Charaktere reisen durch die Gegend, es ist mal wieder jemand entführt worden (also auch keine Neuerung) und ein neuer Gegner musste natürlich auch her. Irgendwie hat man das Gefühl, die Autorin hatte in ihrem ersten Buch eine tolle Idee gehabt und wollte unbedingt eine Trilogie draus machen. Ein Einzelband mit gescheitem Schreibstil und Satzbild wären besser gewesen!

Fazit:
Leider konnte der Zweite Teil mich auch nicht überzeugen. Das Schriftbild wurde zwar verbessert, aber dafür hakt die Story. War diese im ersten Band noch durchdacht und abwechslungsreich, so zieht sie sich hier bis ins Unendliche. Die Protagonisten handeln ohne Sinn und Verstand und man hat das Gefühl, der Autorin gehen die Ideen aus. Für mich endet die Reise mit Saba hier, ich werde mich höchstens noch am 3. Band im englischen Original versuchen, vielleicht liegt es an der Übersetzung. Ich kann nur 3 schwache Sterne vergeben, denn mitgerissen hat es mich nicht. Ich habe mich immer wieder dabei ertappt nach der Seitenzahl zu schauen und war erleichtert, als das Buch zu Ende war.


Kommentare:

  1. Ah nee, dann wohl eher nicht. Klingt jetzt auch nicht nach einem Buch was unbedingt den ersten Teil rechtfertigen würde. Schade eigentlich, ich hatte von dem Klappentext her deutlich mehr erwartet.
    Das mit dem Nachschauen der Seitenzahl ist ja nicht so schlimm. Ich mach das auch bei guten Büchern, nur um zu sehen wie langsam ich lesen muss, damit ich noch etwas länger von dem Buch etwas habe. :)

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    1. Ja, ich hatte auch Hoffnungen. Aber gut, es war ein Versuch wert.

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