Mittwoch, 26. März 2014

(Buchvorstellung) Ich und die Menschen von Matt Haig

 
Titel: Ich und die Menschen
Autor: Matt Haig
Seiten: 352
Erscheinungstermin: 01.04.2014
Verlag: dtv
Originalversion: Nein
Originaltitel: The Humans
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich hatte das Buch bei Vorablesen entdeckt und war sehr von dem Cover angetan. Auch die Idee klang vielversprechend.
Inhalt:
In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt? (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist wunderschön! Auch die Font hat mir gut gefallen. gerade die Blautöne lassen es verträumt und nachdenklich wirken.

Titel:
Der Titel erweckt zumindest Aufmerksamkeit, auch wenn man denken könnte, es geht um den Hund neben dem Menschen auf dem Titelbild. Zumindest war das meine Assoziation, bevor ich den Klappentext gelesen hatte.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist recht außergewöhnlich, man wird schon im Vorwort direkt angesprochen und zwar von einem Ausserirdischen. Auch die Story an sich lässt sich schön flüssig lesen, mit der ein oder anderen Situationskomik.

Charaktere:
Der Mathematiker Andrew Martin hat eine bahnbrechende Enddeckung gemacht doch diese ist auch im All nicht unbeobachtet geblieben. Somit wird er kurzer Hand entführt und ein Alien ergreift Besitz von ihm. Dieser soll das "Problem", dass sich durch die eben genannte Entdeckung auftut, beheben. Doch so nach und nach lernt er die Menschen besser kennen und bekommt Gewissensbisse.

Erwähnenswert:
Ich weiß bis zum Ende nicht, was ich von den Charakteren halten soll. Ich wollte dem Buch erst 5 Sterne geben, aber ich konnte mich einfach nicht mit der Geschichte identifizieren. Am Ende fand ich den Sohn rückblickend am interessantesten. Das Buch beschäftigt sich wirklich sehr mit Mathematik und dessen Logik und Ästhetik. Wer also absolut keine Mathematik leiden kann, der sollte vielleicht nach einer anderen Lektüre greifen.

Stuck in my Head:
"Ich bin Professor Andrew Martin", sagte ich mit vollkommener Zuversicht, dass ich den Satz richtig aussprach. Das war der Moment, in dem ich die fürchterliche Macht des Gelächters anderer Menschen entdeckte. (S. 38) 
Krisenreif: 
Ich fand, dass mit dem Leben an sich sehr respektlos umgegangen wurde. Hier und da werden Leute abgemurkst, aber wirklich interessieren tut es keinen.

Fazit:
Eine wirklich tolle Idee, die gut umgesetzt wurde. Ein außergewöhnlicher Schreibstil und ein sehr individueller Protagonist, der mir aber leider nicht ans Herz wuchs. Das Buch hat durchaus seine Stärken, aber auch Schwächen, weshalb es nicht zur vollen Punktzahl reicht. Wer keine Mathematik mag, der sollte einen Bogen um das gute Stück machen. Alle anderen sollten wirklich einen Blick riskieren, denn das ist nur meine persönliche Meinung und ja: ich mochte kein Mathe, ich komme aus dem Sprachenlager.


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