Dienstag, 25. März 2014

(Buchvorstellung) Phantasmen von Kai Meyer

 
Titel: Phantasmen
Autor: Kai Meyer
Seiten: 400
Erscheinungstermin: 14.03.2014
Verlag: Carlsen
Originalversion: Ja
Originaltitel: Phantasmen
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich war von der "Arkadien" Reihe sehr angetan und das Cover von "Phantasmen" erinnert mich stark an "UnSouled" von Neal Shustermann. Dementsprechend war meine Neugierde natürlich geweckt.
Inhalt:
Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist schön gewählt und passt sehr gut zum Thema, denn es geht um Geister. Als Vielleser habe ich natürlich monatlich dutzende Cover in der Hand und mich hat es stark an das von "UnSouled" von Neal Shusterman erinnert. Zum Glück ist es keine Covercopie, sondern nur der gleiche Stil. Wer neugierig ist: Hier ist das Cover.

Titel:
Auch der Titel hat mir gut gefallen, was nicht nur daran lag, dass es keinen typisch deutschen Untertitel gab, sondern auch, weil es das Hauptthema auf den Punkt bringt. Es handelt von Phantasmen, sprich Erscheinungen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und ab und an konnte ich schmunzeln, aber es ist ernster, als die "Arkadien" Serie. Man spürt die permanente Gefahr, in der die Protagonisten schweben und die Story legt ein rasantes Tempo an den Tag!

Charaktere:
Rain ist ein sehr starker Charakter, der jedoch nicht unbedingt aufgeschlossen ist. Seit dem Tod ihrer Eltern musste sie lernen, sich durchzuboxen und sorgt für ihre jüngere Schwester Emma. Die beiden fahren zum Absturzort des Flugzeuges, in dem ihre Eltern damals saßen. Sie wollen sich von ihren Geistern verabschieden, als sie auf Tyler treffen. Er ist ein bisschen der typische Bücherhelden-Katalog-Typ, tut der Story aber dennoch gut, da die beiden Mädels ohne ihn wahrscheinlich planlos durch die Gegend irren würden. Er hat viele Antworten (die ich euch hier natürlich nicht verraten werde) und spielt eine wichtige Rolle, was die Geister betrifft. Emma hat mir übrigens sehr gut gefallen, da einige wichtige Aufgaben ihr zufallen und sie ein wichtiges Talent hat. Es war erfrischend, dass nicht immer die Hauptfiguren die Welt alleine retten. Auch die Antagonisten waren gut ausgearbeitet und eine große Grauzone. Es war schwer diese einzuordnen, da es nicht nur schwarz/weiß gab. Das war sehr gut, denn so war es durchwegs spannend und überraschend.

Erwähnenswert:
Es ist ein Einzelband! Nachdem momentan fast jeder eine Trilogie schreiben muss, gibt es hier mal wieder ein Buch, dessen letzte Seite auch wirklich die letzte ist. Dementsprechend gibt es auch keine bösen Cliffhanger.

Stuck in my Head:
"Ich hatte immer angenommen, dass das erste Anzeichen des Weltuntergangs ein Flammenpilz am Horizont sein würde, dann ein zweiter und schließlich so viele, dass es aussähe, als ob der Himmel selbst auf Säulen aus Feuer ruhte. Aber ein Lächeln?" (S. 64) 
Krisenreif: 
Das Ende war mir etwas zu schwammig und doch zu gleich ein bisschen zu viel Happy End. Ich weiß, dass es da einen kleinen Zeitsprung gab, aber nach der erlebten Hetzjagd kam es mir etwas zu still vor. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Fazit:
Ein sehr gut gelungener Roman, der mich von der ersten Seite an packen konnte. Es ist ein Thema, das noch nicht ausgelutscht wurde und dementsprechend war es sehr erfrischend. Da ich bis jetzt nur "Arkadien" von Kai Meyer kannte, war ich über das Tempo erstaunt. Es ist rasant, was ist super fand (ich liebe das ja). Auch fand ich es gut, dass der Band in sich abgeschlossen ist und man nicht wieder eine weitere Reihe anfangen musste. Dementsprechend eignet sich das Buch auch für Leser, die den Autor noch nicht kennen und gerne einmal reinschnuppern möchten. Ich war begeistert und werde mich jetzt schnellstmöglich an "Arkadien fällt" setzen, denn das verweilt noch auf meinem Nachttisch. Ganz klare Leseempfehlung von mir!


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