Samstag, 1. März 2014

(Buchvorstellung) Yakamoz - Eine Liebe in Istanbul von Aygen-Sibel Celik

Es war mal wieder Leserundenzeit bei Lovely Books. Ich bin ja momentan total an deutschen Autoren interessiert, da kam mir dieses Buch, zumal es wohl mit vielen türkischen Klischees aufzuräumen gedenkt gerade Recht.


Tausend und eine Sommernacht
Seit die fünfzehnjährige Tuana bei einer Türkeireise dem zwei Jahre älteren Noyan begegnet ist, geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf. Noyan ist so ganz anders als die gewöhnlichen Jungs, er fasziniert sie. Als Tuana in den Sommerferien endlich für einige Wochen nach Istanbul zu ihrer Oma fahren darf, trifft sie Noyan wieder. Langsam nähern sich die beiden einander an. Es könnte alles so schön sein, doch da ist auch Yaren, Tuanas Cousine, die sie immer wieder vor Noyan warnt. Hat sich Tuana in ihm geirrt? In Istanbul entdeckt sie nicht nur die faszinierende Stadt und erfährt viele Dinge über die Liebe in der Türkei, sie lernt auch auf ihr Herz zu hören.

Mein Fazit:

Ich muss gestehen, dass ich über die Türkei fast nichts weiß. Sicher, das ein oder andere aus Erzählungen und eben Gerüchte die jeder für selbstverständlich ansieht. Dementsprechend war ich natürlich sehr gespannt, denn ich habe gehofft, dass das Buch mit dem ein oder anderen Gerücht aufräumt oder sogar welche bestätigt.
Tuana hat mir gut gefallen, sie ist Türkin, wohnt aber in Deutschland und ist sehr westlich in ihrer Einstellung. Sie überredet ihre Eltern, sie alleine zu ihrer Oma nach Istanbul fahren zu lassen, verschweigt ihnen aber Noyan. Zu ihm kann ich eigentlich gar nichts sagen, außer, dass er perfekt ist. Und dieses perfekt muss nicht unbedingt gut sein. Kennt ihr diese Taschenbuchromane für einsame Hausfrauen? Richtig, so ist Noyan. Mir haben sämtliche Ecken und Kanten einfach gefehlt. Er ist die in Disneyprinz und das war teilweise unglaubwürdig. Sicher, die Autorin hat bestimmt versucht, das Vorurteil, dass alle Türkischen Männer ihre Frauen unterdrücken, auszuräumen, aber hier wäre etwas weniger mehr gewesen. Tuana dagegen ist sehr authentisch. 15 und eben mitten in der Pubertät. Also wird mit der besten Freundin jeder SMS Satz auf alle möglichen Bedeutungen untersucht und sie reagiert auch mal über. Da konnte ich sehr gut mitfühlen und es wirkte realistisch.
Was mir aber sehr gut gefallen hat war die Atmosphäre. Man hat das Gefühl, durch die Türkei zu laufen, selbst wenn man noch nie da  war. Einzig und alleine die türkischen Sätze waren manchmal etwas holprig, da ich diese beim besten Willen nicht lesen konnte. Dementsprechend überflog ich sie und las nur die deutsche Bedeutung.
Yaren, Tuanas Cousine mochte ich überhaupt nicht. Ich hatte schon sehr früh eine Ahnung, was los ist und das bestätigte sich dann auch zum Ende hin.
Das Buch lässt sich wirklich flüssig lesen, ist gerade für jüngere sehr gut geeignet aber auch sehr gradlinig. Es war vorhersehbar und teilweise zu glatt. Ein bisschen das typische sie verlieben sich, alles super, streiten sich, kommen wieder zusammen - Drama.
Leider ist das das Grundgerüst vieler Bücher und ich frage mich: Geht es nicht auch anders? Mittlerweile kann man die Uhr danach stellen ...
Trotzdem war es unterhaltsam, der Schreibstil war sehr angenehm und Juana tiefgründig. Einzg und alleine Noyan erinnerte mich an die Backmischungen für die Männer, die man sich in den Ofen schieben kann. Hier hätten 1-2 Kanten nicht geschadet.


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