Mittwoch, 30. April 2014

(Buchvorstellung) Dark Village - Zurück von den Toten von Kjetil Johnsen

 
Titel: Dark Village - Zurück von den Toten
Autor: Kjetil Johnsen
Seiten: 272
Erscheinungstermin: 01.02.2014
Verlag: Coppenrath
Originalversion: Nein
Originaltitel: 4 Venninner - Pakket i plast
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich hatte das Buch zusammen mit dem 3. Teil vom Verlag bekommen, worüber ich immer noch total happy bin!
Inhalt:
Nora ist von Selbstzweifeln zerfressen. Benedicte hält einen tödlichen Beweis in den Händen. Trines brutaler Mord stellt die Ermittler weiter vor ein Rätsel. Vilde stürzt sich in eine gefährliche Affäre, um den Schmerz über den Verlust ihrer großen Liebe zu betäuben. Einst waren sie unzertrennlich – doch die Freundschaft der Mädchen bricht unaufhaltsam auseinander. Nichts ist, wie es scheint. Die Serie an grausamen Morden in dem idyllischen Bergdorf Dypdal reißt nicht ab. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Aber wer ist Täter? Wer Opfer? Und wie hängen all die schrecklichen Fälle miteinander zusammen? Plötzlich scheint jeder verdächtig. Der wahre Mörder bleibt jedoch weiter im Verborgenen. Eiskalt verfolgt er sein Ziel … (Klappentext, Amazon)

Cover:
Ehrlich gesagt gefällt mir das blaue Cover am besten. Die Farben sind sehr schön gewählt!

Titel:
Der Titel hat auf den ersten Blick rein gar nichts mit der Story zu tun. Auf den zweiten aber schon!Wer da wohl zurückkommt? Na, als ob ich euch das erzählen würde ...

Schreibstil:
Der Stil ist nach wie vor gut, spannend und man möchte nach jeder Seite wissen, wie es weitergeht. Auch hat mir gut gefallen, dass es in diesem Band nicht zu viele offene Enden gibt. Es klärt sich viel und die Story geht voran! Natürlich werden auch wieder neue Fragen aufgeworfen, was bei dieser Serie zu erwarten war, aber ich fand sie nicht so frustrierend, wie bei den letzten Bänden.

Charaktere:
Die Mädels scheinen langsam über Trines Tod hinwegzukommen. Vilde fängt sogar eine neue Beziehung an und Benedicte flirtet munter in ihrer Klasse! Aber die lockere Atmosphäre trügt, denn Benedicte hat ein Geheimnis. Sie weiß wer in ihrem Umfeld ein Mörder ist. Doch kann sie denjenigen wirklich ohne schlechtes Gewissen ans Messer liefern? Nick erfährt unterdessen ein paar Details zum schicksalhaften Tod seiner Schwester, doch er gerät auch in das Visier der Ermittler. Hat er etwa Trine ermordet? Ihr merkt, es geht soap-lastig weiter aber ich fand, dass die Handlungen der Charaktere sehr gut waren. Bis auf die der Polizei. Deren Ermittlungen und Diskussionen waren sowas von stümperhaft und unrealistisch, dass ich hoffe, dass es im richtigen Leben nicht so abläuft.

Erwähnenswert:
Wir sind jetzt fast am Ende, im nächsten Band gibt es dann die Aufklärung.

Stuck in my Head:
"Der Mörder verfolgte die Mädchen mit dem Blick. Die Auswahl war nicht leicht. Es galt, die praktische Seite zu berücksichtigen. Vor allen Dingen Größe und Gewicht. Es war wichtig, dass der Körper sich gut handhaben ließ. Trine war stämmig und kräftig gewesen. Das hatte die Sache verkompliziert." (S. 165)
Krisenreif:
Die Polizei ging mir sowas von auf den Keks! Ich habe schon viele Krimis und Thriller gelesen. Mal mit mehr, mal mit weniger talentierten Ermittlern. Aber ein komplett dämliches Polizeibüro ist was Neues. Lieber Autor: Auch Jugendliche wollen Niveau und realitätsnahe Handlungen. Hier gab es diesbezüglich leider nichts von beidem. Kleines Beispiel gefällig: "Sie war die einzige Polizistin auf dem Revier, die eine juristische Ausbildung hatte." (S.170). Ja ... das merkt man. Bis auf Noras Mutter scheinen alle anderen den Job mit ner Bäckerlehre ergattert zu haben. Ernsthaft?! Nach der Aussage wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Dypdal hat mein Beileid ...

Fazit:
"Dark Village" ist definitiv eine Reihe mit Höhen und Tiefen. Die Entwicklung der Mädchen und Nick hat mir sehr gut gefallen. Ihre Handlungen und Reaktionen sind fast immer nachvollziehbar und schlüssig. Die der Polizei leider überhaupt nicht. Deren Vorgehen und Diskussionen wirken plump und unstrukturiert. Die Gespräche wie in einer schlechten Reality-Show. Ich weiß nicht, was der Autor sich in diesem Punkt gedacht hat. Ansonsten lässt sich dieses Buch jedoch genauso spannend lesen wie die Vorgänger. Ich habe aber das Gefühl, dass die Mädels den Fall noch vor der Polizei lösen werden.


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