Dienstag, 29. April 2014

(Buchvorstellung) Das Ende der Schuld von Marbel Becker

 
 
Titel: Das Ende der Schuld
Autor: Marbel Becker
Seiten: 505
Erscheinungstermin: 01.10.2013
Verlag: Medu Verlag
Originalversion: Ja
Originaltitel: Das Ende der Schuld
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich hatte das Buch 2013 auf der Frankfurter Buchmesse gesehen und es ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf!
Inhalt:
Es ist nicht ungewöhnlich, wenn eine junge Studentin sich ihren Lebensunterhalt beim Kellnern in einer Nachtbar verdient. Doch Cara geht einen Schritt weiter, und damit nimmt ihr Leben eine unvermutete Wendung. Sie verliert alles, was ihr lieb und teuer ist. Ein Mord zwingt sie zur Flucht. Von Schuldgefühlen gepeinigt, lebt sie in dauerhafter Angst vor Entdeckung und gerät in einen Strudel aus Macht und Gewalt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Wem kann sie noch vertrauen? Der neue Kriminalroman von Marbel Becker - atmosphärisch, spannend und mit einem überraschenden Ende. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Tja, das Cover war der eigentliche Grund, weshalb ich das Buch aus dem Regal genommen hatte. Ich denke, das sagt schon alles, es ist sehr schön gestaltet!

Titel:
Mit dem Titel kann man am Anfang nicht sonderlich viel anfangen, aber er ergibt am Ende Sinn und ist meiner Meinung nach gut und passend gewählt.

Schreibstil:
Ich hatte mir damals eine kleine Leseprobe mitgenommen und kann bis jetzt gar nicht so genau sagen, was das Ausschlaggebende war, aber nach ein paar Zeilen war ich mitten in der Story drin! Das Buch beginnt auch nicht aus der Sicht der Protagonistin, sondern aus der des Kripobeamten, der die Unterlagen des Falls sichtet und dann aus der eines Mörders. Die meiste Zeit erzählt natürlich Cara ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, aber es gibt immer wieder Einschübe anderer Charaktere. Das Buch ließ sich bis auf eine Kleinigkeit sehr gut lesen, da es einen außergewöhnlichen Schreibstil hat. Ich hatte oft vor Augen, dass die Protagonistin die Ereignisse gerade in diesem Moment niederschreibt. Womit ich nicht so gut klar kam waren die Zeitsprünge. Das Buch springt leider, obwohl es in Zeitabschnitte eingeteilt ist, oft vor und zurück. Gerade am Anfang war das sehr verwirrend und ich musste mich arg konzentrieren. Später wurde es viel besser.

Charaktere:
Hier musste ich erst einmal überlegen, welche Charaktere ich euch vorstelle und welche nicht, da ich Angst habe, zu viel von der Story zu verraten. Aber ich denke, bei den ausgewählten Dreien bin ich auf der sicheren Seite.
Natürlich haben wir Cara, die sich neben dem Studium Geld dazuverdient, jedoch immer weiter in die zwielichte Szene abrutscht. Sie tut dies, um ihren Freund Gregor an sich zu binden, da dieser einen hohen Lebensstandard erwartet. Zumindest redet sie sich das ein. Er jedoch schien von Anfang an nicht sicher zu sein, ob die Beziehung das Richtige für ihn ist, sodass Cara immer mehr das Gefühl hat für ihn kämpfen zu müssen. Nachdem sie allerdings aus Versehen einen Mord begeht und seitdem auf der Flucht ist, wird immer klarer, dass sie für den Mann eher ein Risiko darstellt. Denn Gregor wird Arzt und möchte seine neue, perfekte Familie auf keinen Fall gefährden. Cara lernt unterdessen einen anderen Mann, Franz, kennen und es scheint, als würde sich die Rollenverteilung um 180 Grad drehen, denn jetzt ist sie es, die eigentlich weiß, dass sie nicht wirklich etwas von ihm möchte, aber ihn sich warmhält, da er ihr nützlich ist. Außerdem weiß er von dem Mord und hätte sie im schlimmsten Fall in der Hand. Doch Franz scheint nichts dergleichen vorzuhaben. Zumindest am Anfang. Aber auch er hat keine weiße Weste und Cara gerät immer mehr in einen Strudel, aus dem sie nicht mehr hinauskommt.

Erwähnenswert:
Das Buch spielt in Deutschland und ist anscheinend auch wirklich gut recherchiert, denn eins der dort besuchten Restaurants befindet sich in meiner Stadt.

Stuck in my Head:
"Warum alles so und nicht anders gekommen ist, warum ich so geworden bin oder vielleicht schon immer so war, dass jene Ereignisse von damals haben geschehen können, dass ich zur Mörderin und zur Rauschmitteldiebin geworden bin, das würde ich vielleicht in diesem Leben noch herausfinden und dann endlich mit mir Frieden schließen können." (S. 238)
Krisenreif:
Wie schon erwähnt, hatte ich wirklich mit den Zeitsprüngen zu kämpfen, weshalb ich ein Sternchen abziehe. Das Buch ist sehr spannend, aber hier hat es dann doch den Lesefluss gestört, da ich öfters erst einmal nachdenken musste, an welchem Punkt der Storyline ich gerade bin.

Fazit:
Das ist mein erstes Buch von Marbel Becker und ich bin wirklich sehr angetan. Der Schreibstil ist mal etwas ganz anderes und nah am Leser. Auch die Idee und das Ende waren etwas, was noch nicht in zehn weiteren Büchern zu finden ist. Wären die Zeitsprünge nicht gewesen, hätte es auch die volle Punktzahl bekommen!



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