Donnerstag, 17. April 2014

(Buchvorstellung) Letztendlich sind wir dem Universum egal / Every Day von David Levithan

 
Titel: Letztendlich sind wir dem Universum egal
Autor: David Levithan
Seiten: 400
Erscheinungstermin: 27.03.2014
Verlag: fjb
Originalversion: Nein
Originaltitel: Every Day
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich hatte das Buch auf der Leipziger Buchmesse entdeckt.
Inhalt:
Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist? (Klappentext, Amazon)

Cover:
Die Covergestaltung war jetzt nicht so meins, aber es ist sehr auffällig, sonst hätte ich nie danach gegriffen!

Titel:
Den Titel fand ich klasse, denn er bleibt im Kopf, obwohl er so lang ist.

Schreibstil:
Ich muss ja gestehen, dass ich die ersten drei Kapitel gebraucht habe, um etwas reinzukommen, aber danach war es wirklich gut. Die Ich-Perspektive hat hier super gepasst, denn so konnte man sich wunderbar in den Protagonisten hineinversetzen und nach ein paar Kapiteln war ich nicht mehr von den Seiten wegzubekommen! Auch die länge der Kapitel war sehr angenehm, da sie nicht zu lang waren.

Charaktere:
In diesem Buch gibt es eigentlich nur zwei wirklich wichtige Protagonisten und zwei erwähnenswerte Nebencharaktere. Zum einen hätten wir A, der/die jeden Tag in einem anderen Teenager im selben Alter aufwacht. Das kann ein Junge oder Mädchen sein. Eigentlich tut A sich nicht groß in das Leben dieser Körper einmischen, bis er Rhiannon trifft. Sie ist die Freundin von Justin, in dessem Körper A gerade steckt. Obwohl A sich dagegen wehrt verliebt er sich in sie und sucht auch nachdem er Justins Körper verlassen hat weiterhin ihre Nähe was sie am Anfang sehr aus der Fassung bringt. Doch A erzählt ihr die Wahrheit und die beiden treffen sich hinter Justins Rücken weiter. Rhiannon weiß, dass Justin sie nicht gut behandelt, aber sie redet sich ein ihn trotzdem zu lieben, aber auch A löst eine unglaubliche Anziehungskraft auf sie aus. Ansonsten gibt es noch zwei wichtige Nebencharaktere: Zum einen Nathan, der mitbekommt, dass A in seinem Körper war und von da an nach ihm sucht um Antworten zu bekommen und einen gruseligen Pastor, den Nathan um Hilfe gebeten hat, da er glaubt vom Teufel besessen gewesen zu sein. Vom Pastor war ich aber enttäuscht, da hier viele Fragen im Sand verlaufen.

Erwähnenswert:
Die Idee hinter diesem Buch ist Gold wert, denn es ist ein Thema, über das ich bis jetzt noch nichts gelesen hatte und dementsprechend war ich fasziniert von der Thematik. Endlich mal wieder ein individuelles Jugendbuch!

Stuck in my Head:
"Was macht die Liebe mit einem: Sie weckt den Wunsch, die Welt umzuschreiben. Die Figuren auszuwählen, die Kulisse zu bauen, die Handlung zu lenken. Die Person, die du liebst, sitzt dir gegenüber, und du willst alles tun, was in deiner Macht steht, um es möglich zu machen, auf ewig möglich. Und wenn es nur ihr zwei seid, allein in einem Raum, kannst du tun, als wäre es so, als würde es immer so sein.
Krisenreif:
Ich hatte wirklich die Hoffnung gehabt, mal wieder einen Einzelband in der Hand zu halten, aber so wie es aussieht, gibt es nächstes Jahr einen Folgeband aus Rhiannons Sicht. Schade, das Buch hatte ein schönes, rundes Ende, wenn man von den offenen Fragen rund um den Pastor einmal absieht.

Fazit:
Eine tolle Geschichte, die einen nach ein paar Seiten nicht mehr loslassen wird! Gerade das Thema und auch die Art und Weise, wie sich die Liebesgeschichte darin entwickeln wird ist ungewoehnlich und vielleicht gerade deshalb so interessant. Es hat mich etwas gestört, dass man eben eine essenzielle Frage nicht geklärt hat und hoffe nun, es wird sich im zweiten Teil aufklären. Dennoch wäre es mir lieber gewesen, einen Einzelband in der Hand zu haben, es hätte besser zum Rest des Buches gepasst. Trotzdem gibt es noch knappe 5 Sterne, da mich die Story überzeugen konnte! Absolute Leseenmpfehlung für alle, die die Mainstreambücher nicht mehr sehen können!


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