Sonntag, 11. Mai 2014

(Buchvorstellung) Blood Family von Anne Fine

 
Titel: Blood Family
Autor: Anne Fine
Seiten: 304
Erscheinungstermin: 04.07.2013
Verlag: Corgi
Originalversion: Ja
Originaltitel: Blood Family
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich hatte das Buch auf der Seite von Random House UK entdeckt und fand das Cover und den Klappentext sehr interessant.
Inhalt:
Edward is four years old when he is locked away with his mother by her abusive, alcoholic partner, Harris. By the time an elderly neighbour spots his pale face peering through a crack in the boarded-up window and raises the alarm, he is seven.
Rescue comes, but lasting damage has been done. Sent to live with a kindly foster family, and then adopted, Edward struggles to adapt to normal life. Even as a teenager it's still clear to his new family and schoolmates there's something odd about him.
Then one fateful day, Edward catches a glimpse of himself in a photograph. What he sees shocks him to the core - a vision of Harris. Was this monster his father all along? And does that mean that, deep down, another Harris is waiting to break out?
Every step of progress Edward has made swiftly begins to unravel, and he has to decide whether his blood will determine his future. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das war das erste, was mich angezogen hatte. Den Klappentext liest man ja meistens erst, nachdem man durch das Cover neugierig wurde. Von daher Daumen hoch, ich hätte auch im Buchladen sofort danach gegriffen!

Titel:
Der Titel gibt ohne weitere Informationen noch nicht wirklich viel von der Story preis, aber im Nachhinein passt er sehr gut, denn Edwards Herkunft ist der Hauptkonflikt in diesem Buch.

Schreibstil:
Der Schreibstil hatte mich gleich von Anfang an gepackt, denn der Fall "Edward" wird abwechselt von allen Beteiligten, darunter er selbst, in der Ich-Perspektive rückblickend erzählt. Man erlebt hautnah mit, wie er sich entwickelt. Ich denke, gerade das macht dieses Buch so besonders, denn alle Personen erzählen mit so viel Herzblut, dass man meinen könnte, es sei tatsächlich passiert.

Charaktere:
Natürlich haben wir Edward, der als siebenjähriger Junge vom Jugendamt aus schlimmen Verhältnissen geholt wird. Er kommt zuerst zu einer Pflegefamilie und von da aus zu Adoptiveltern. Eddi hat Angst so zu werden, wie Harris, doch je mehr er sich dagegen wehrt, desto eher scheinen seine schlimmsten Befürchtungen wahr zu werden. Was mir hier sehr gut gefallen hat, war die Darstellung des Jugendamts und der Pflegefamilie. In vielen Büchern sind diese Einrichtungen der direkte Vergleich zur Hölle. Nicht hier. Sie wirken professionell und vor allem wirklich besorgt und engagiert. Ansonsten haben wir noch Eddis Adoptiveltern, die mir beide auf ihre ganz eigene Weise ans Herz gewachsen sind. Sie waren nicht perfekt, aber dafür umso menschlicher! Zu guter Letzt ist wohl noch Alice erwähnenswert. Sie ist Eddis Adoptivschwester und eine große Stütze für ihn, auch wenn er es oft nicht sieht.

Erwähnenswert:
Das Buch schlägt eher leise Töne an und hat dadurch einen ganz besonderen Charme.

Stuck in my Head:
I picked my box up and walked out. When I got in the street the frech air hit me in the face.

That poor boy had lived in that foul stink for four whole years. And no one had noticed. Christ alive! Sometimes I hate this country. (S. 47)
Krisenreif:
Nix!

Fazit:
Ein Buch, dass mich von Anfang an begeistern konnte. Tolles Cover, tolle Story und bezaubernde Protagonisten. Vor allem aber der Schreibstil und Aufbau des Buches ist wirklich schön. Im Übrigen denke ich, dass die Geschichte auch für Leser geeignet ist, deren Englisch etwas eingerostet ist. Ich fand es sehr leicht zu verstehen. Absolute Leseempfehlung, lasst euch das nicht entgehen!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...