Montag, 12. Mai 2014

(Buchvorstellung) Die 5. Welle von Rick Yancey

 
Titel: Die 5. Welle
Autor: Rick Yancey
Seiten: 480
Erscheinungstermin: 14.04.2014
Verlag: Goldmann
Originalversion: Nein
Originaltitel: The 5. Wave
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Das Buch war ein Messegeschenk von Random House
Inhalt:
Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist der Hammer! Wenn man das Buch in der Hand hält, glitzern die goldenen Stellen. Es ist wirklich sehr schön gestaltet.

Titel:
Der Titel spielt auf den finalen Angriff der Anderen an, weshalb er gut gewählt ist. Genau zu diesem Zeitpunkt beginnt das Buch.

Schreibstil:
Hier kommen wir leider zu meinem Hauptproblem mit diesem Buch. Der Schreibstil war am Anfang sehr unrund. Wörter wiederholen sich sehr oft. Z.B. "Pistole" stand 5x in einem kleinen Absatz. Ich hatte generell Probleme mich mitreißen zu lassen, obwohl die Handlung spannend war. Ab Seite 100 wurde es aber deutlich besser. Ich konnte es kaum noch weglegen. Allerdings bin ich immer noch nicht begeistert vom Stil des Autors. Es gibt einfach viele Schreibstile, die deutlich besser sind. Des Weiteren erzählen mehrere Charaktere, was zwar nicht schlimm ist, aber es ist nirgends gekennzeichnet, wer welches Kapitel erzählt. Das darf man sich selbst zusammenreimen und ohne Mist, dafür habe ich in manchem Kapitel ein paar Zeilen gebraucht.

Charaktere:
Cassie ist unsere Protagonistin. Sie schlägt sich als eine der letzten Menschen auf der Welt alleine durch, nachdem sie von ihrem kleinen Bruder und Vater getrennt wurde. Sie ist verständlicherweise sehr misstrauisch und schießt lieber erst und denkt dann darüber nach. Dementsprechend vertraut sie auch Evan nicht, der sie rettet. Er ist zwar nett zu ihr, aber er scheint ihr etwas zu verheimlichen, doch was ist es? Oder bildet sie es sich ein? Evan fand ich immer etwas gruselig. Er hatte ein bisschen was von einem Stalker ... Ansonsten gibt es noch Sammy, Cassies kleiner Bruder. Sein Schicksal möchte ich hier nicht ausführlich besprechen, da das ein großer Spoiler wäre, aber seinen Handlungsstrang fand ich am interessantesten. Zu guter Letzt haben wir noch einen Soldaten, der darauf gethrillt wird, die Anderen auszulöschen, nachdem er nur knapp die 3. Welle überlebt hat, doch auch hier halte ich mich mal zurück.

Erwähnenswert:
Das Buch ist schon sehr auf "Außerirdische gegen Menschen" und umgekehrt fokussiert. Wer auf Kinofilme dieser Art steht wird hier bestimmt glücklich werden.

Stuck in my Head:
Wir setzen uns aufs Bett. Ich versuche, die Tatsache zu ignorieren, dass ich sein Hemd anhabe und dass das Hemd riecht wie er und dass er nur ungefähr dreißig Zentimeter von mir entfernt sitzt und ebenfalls riecht wie er und dass sich in meiner Magengrube ein harter kleiner Knoten befindet, der wie Kohle glüht. (S. 290)
Krisenreif:
Der Schreibstil hat es mir sehr schwer gemacht in die Story hineinzufinden oder mich mit irgendeinem der Protagonisten zu identifizieren. Auch hätte man die Kapitel mit dem Namen des jeweiligen Charakters beschriften sollen.

Fazit:
Sicherlich kein schlechtes Buch, aber auch keins, dass ich zu meinen Favoriten stellen würde. Die Story wurde nach dem ersten Viertel wirklich richtig gut und die Charaktere sind interessant. Aber es ist auch vorhersehbar. Also überrascht hat mich wirklich gar nichts in dieser Geschichte, da ich alles leider geahnt hatte. Trotzdem hat es irgendetwas, denn ich konnte es auch nicht aus der Hand legen. Das ist auch der Grund, weshalb ich dem Buch noch vier Sterne gebe. Ich habe heute wirklich noch eine Weile darüber nachgedacht und glaube, dass das Buch einfach eher auch Jungs und Männer abzielt, als auf die weibliche Zielgruppe.



Kommentare:

  1. Hm, auf deiner Cover-Abbildung sehe ich zum ersten mal das es so richtig glitzert. :) Sieht gut aus, vorher ist mir das gar nicht aufgefallen. :D
    Eine tolle Rezension, aber gänzlich überzeugt hat es mich leider nicht. Ich weiß wirklich nicht ob ich es lesen soll. Ich denke eher nicht, wenn du schon am Schreibstil ein wenig auszusetzen hast, dann lass ich lieber die finger davon.

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    1. Ja, das Cover ist toll :)
      Der Schreibstil ist am Anfang sehr distanziert und trocken. Komischerweise gibt es dann eine Stelle, an der es auf einmal besser wird. Ich kann dir aber nicht sagen, ob der Stil besser wird, oder ob man sich dran gewöhnt, weil die Story irgendetwas hat.

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