Dienstag, 24. Juni 2014

(Buchvorstellung) Dark Village - Zu Erde sollst du werden

 
Titel: Dark Village - Zu Erde sollst du werden
Autor: Kjetil Johnsen
Seiten: 304
Erscheinungstermin: 01.04.2014
Verlag: Coppenrath
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich fand die Reihe bis jetzt gut und wollte natürlich wissen, wie es ausgeht!
Inhalt:
Der Mörder von Dypdal hat viele Gesichter. Seine Fassade beginnt jedoch zu bröckeln. Schließlich begeht er den entscheidenden Fehler. Indem er alles auf eine Karte setzt, versucht er, das Blatt noch mal zu wenden. Aber seine Zeit ist abgelaufen – endgültig. Und er reißt jeden mit sich in den Abgrund, der ihm zu nahe kommt. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Auch der Abschlussband weiß durch sein Cover zu überzeugen. Ich bin sowieso ein Fan der "Dark Village"-Cover, denn das Artwork ist einfach nur toll!

Titel:
Nun ja, der Titel verrät eigentlich schon, dass es wahrscheinlich weitere Morde oder zumindest Versuche geben wird. Mehr werde ich euch natürlich nicht verraten!

Schreibstil:
Mhhh, hier habe ich lange mit mir gerungen, denn ein bisschen Bauchschmerzen hat der Stil des Autors dann doch bei mir hervorgerufen. Er ist gewohnt bissig und direkt, was ich gut fand, womit ich aber Probleme hatte waren die vielen Zeitsprünge. Der Autor versucht seit Band eins, mit kurzen Kapiteln und Szenenwechseln Spannung zu erzeugen, aber hier springt er jetzt auch noch permanent hin und her. In der Zeit, den Personen, den Perspektiven und allem anderen, was sich ihm so bietet. Ich musste mich sehr konzentrieren, um hier mitzukommen. Auf der anderen Seite zieht er Themen und Gespräche so in die Länge, dass ich teilweise das Gefühl hatte in einer Endlosschleife zu kreisen. Ich habe Probeweise 3 Kapitel überflogen (ja, steinigt mich) aber ich habe trotzdem den kompletten Inhalt mitbekommen. Gut, das waren die negativen Seiten. Positiv war allerdings die Auflösung, denn auf den Mörder wäre ich nicht gekommen. Auch schaffte er es trotzdem, mich ans Buch zu fesseln, was für sich spricht.

Charaktere:
Die Mädchen entfremden sich aufgrund der Vorfälle sichtlich, auch wenn sie versuchen zusammenzuhalten. Das Buch fokussiert sich sehr auf Katie, Nicks Schwester. Was ich sehr gut fand, denn hier werden endlich alle Fragen gelöst. Der Autor hat gekonnt seine Fäden zwischen den einzelnen Charakteren zusammengezogen, sodass die Handlungen am Ende schlüssig waren. Mir war es fast schon etwas zu viel des Guten, denn zum Schluss hatte jeder mit jedem etwas zu tun. Aber Katies Charakter war definitiv sehr interessant!

Erwähnenswert:
Das Buch ist der Abschlussband einer 5-teiligen Serie.

Stuck in my Head:
“Charlene dachte über das Problem nach und kam zu dem Ergebnis, dass es sich lösen ließ. Alles ließ sich lösen, Hauptsache, man behielt die Ruhe und den Überblick.” (S.7)
Krisenreif:
Wie gesagt, ich kam mit den Zeitsprüngen nicht klar. Das war einfach verwirrend. Die vielen "Seifenblasenunterhaltungen" waren auch grenzwertig. Ein Mittelweg wäre hier gut gewesen. Qualitativere Unterhaltungen und eine gradlinigere Handlung mit einen sich aufbauenden Spannungsbogen, anstatt einer Wand nach jedem Kapitel, gegen die man mental dagegen läuft, hätten mir besser gefallen.

Fazit:
Mir viel es wirklich schwer, dieses Buch zu bewerten. Die negativen Punkte, wie eben der Erzählstil habe ich ja schon angesprochen (und das ist ja auch Geschmackssache). Allerdings hat das Buch auch gute Seiten. Der Soap-Flair ist etwas ganz neues für mich gewesen und das ist klasse! Auch die Auflösung war definitiv nicht vorhersehbar. Die Charakterentwicklung fand ich sehr gut, denn die Mädchen sind eben alles andere als perfekt. Im Gegenteil, sie sind normal und man kann sich mit ihnen identifizieren. Trotzdem hatte ich beim Lesen immer mal wieder Momente, wo ich mir dachte: 3 Sterne. Aber dann gab es wieder Szenen, die ich absolut toll fand, weshalb ich mich letzten Endes für 4 entschieden habe. Das Buch ist aber stellenweise einfach schwächer als die Vorgänger.


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