Montag, 23. Juni 2014

(Vorab-Buchvorstellung) Magisterium - The Iron Trial von Cassandra Clare & Holly Black

 
Titel: Magisterium - The Iron Trial
Autor: Cassandra Clare & Holly Black
Seiten: 295
Erscheinungstermin: 09.09.2014
Verlag: Doubleday Children's Books
Originalversion: Ja
Originaltitel: Magisterium - The Iron Trial
Rezensionsexemplar: Ja, ARC

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich bekam eine liebe Mail von Random House UK und wurde gefragt, ob ich ein Vorabexemplar haben möchte. Klar!
Inhalt:
Think you know magic?
Think again.
The Magisterium awaits . . .
Most people would do anything to get into the Magisterium and pass the Iron Trial.
Not Callum Hunt.
Call has been told his whole life that he should never trust a magician. And so he tries his best to do his worst – but fails at failing.  Now he must enter the Magisterium.
It's a place that's both sensational and sinister. And Call realizes it has dark ties to his past and a twisty path to his future.
The Iron Trial is just the beginning. Call’s biggest test is still to come ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist wunderschön! Aber (ich weiß, schlimmes Wort), es erinnert doch ein bisschen an "Harry Potter" und "Percy Jackson".

Titel:
Der Titel ist sehr passend und die Untertitel werden sich dann pro Buch und Schuljahr ändern.

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Man ist direkt mitten drin und das, obwohl das Buch in der 3. Person geschrieben ist. Bei Büchern, die von zwei Autoren erarbeitet wurden, bin ich prinzipiell immer etwas vorsichtig. Passt der Stil? Merkt man, wer was geschrieben hat? Hier muss ich ganz klar sagen: Nein, merkt man nicht. Das Buch hat eine klare Linie, die sich bis zum Ende durchzieht und ich konnte nicht erkennen, welcher Autor welchen Teil geschrieben hat.

Charaktere:
Auf Goodreads gab es schon einige negative Stimmen, dass "Magisterium" sich zu sehr an Harry Potter anlehnt (anscheinend vor allem von Leuten, die das Buch noch nicht einmal gelesen haben). Sicher, der Verdacht liegt nahe und ist auch nicht ganz unbegründet. Cassandra Clare hat ihre Wurzeln im Fanfiction und zwar ... ihr ahnt es: "Harry Potter". Okay, gleich vorab: Call ist nicht Harry. Weder ist er elternlos, noch haust er unter der Treppe oder wird gemobbt. Allerdings ist auch Call, wie in vielen Jugendbüchern, niemand, der allseits beliebt ist. Seine Mutter starb als er noch ein Baby war und sein Vater schirmte ihn von klein auf gegen jegliche Magie ab. Er möchte nicht, dass Call im Magisterium auf die Schule geht und ringt ihm das Versprechen ab, bei der Aufnahmeprüfung mit Absicht durchzufallen. Doch Call muss sich dazu nicht wirklich anstrengen. Durch sein verkrüppeltes Bein ist er sportlich unbegabt und seine Magie hat er absolut nicht unter Kontrolle. Umso erstaunlicher ist es, dass der gefragteste Lehrer ihn trotzdem haben möchte. Tamara hatte dagegen leider durch ihre Charakterzüge sehr viele Parallelen zu Hermine aus Harry Potter. Das ist leider sogar mir aufgefallen und ich hatte die "Harry Potter" Bücher seit gut zehn Jahren nicht mehr in der Hand. Aaron dagegen, Calls anderer Freund, schafft es dann doch, eine eigene Persönlichkeit aufzubauen. Sehr gut hat mir hier gefallen, dass er dann sogar eine Rolle bekommt, die ich eher der Hauptfigur zugetraut hätte.

Erwähnenswert:
Das Buch, das ich habe ist ein ARC, also ein Leseexemplar. "Magisterium" erscheint im September 2014. Der Verlag hat mir erlaubt, es schon ab Mitte Juni zu rezensieren.

Stuck in my Head:
“Call began to dread the end of the year, when his father would want him to come home for good. He had real friends for the first time in his life, friends who didn't think he was too weird or messed up because of his leg. And he had magic. He didn't want to give any of it up, even through he'd vowed he would.” (p. 157)
Krisenreif:
Cassandra Clare hat leider durch ihre Fanfiction-Schreiberei nicht nur Fans gefunden, sondern eben auch Menschen, die sie bezichtigen hier nicht nur Ideen, sondern teilweise auch Sätze aus anderen Fanfictions kopiert zu haben. Und das ist belegt worden. Ich finde, sie schreibt wirklich sehr gut, weshalb ich es schade finde, dass sie zurück in Richtung "Harry Potter" gewandert ist. Sicher, sie fühlt sich in dieser Atmosphäre wohl und sicher, aber die negativen Stimmen zeigen, dass es vielleicht an der Zeit ist eine, neue und dieses Mal wirklich eigene Richtung einzuschlagen. Talent genug hat sie!

Fazit:
Toller Schreibstil, ein verdammt schönes Cover, und eine tolle Geschichte mit Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Es ist KEINE "Harry Potter"-Kopie, aber die Grundidee und das Flair haben hier doch mächtig eingeschlagen. Die einen werden das gut finden, die anderen nicht. Mittlerweile gibt es so viele Bücher auf dem Markt, dass alles schon einmal dagewesen ist. Wenn man nur lange genug sucht, findet man auch etwas. Trotzdem hat sie ihre eigene Geschichte entwickelt und wer weiß: Vielleicht wollte sie sich und ihren Fans auch beweisen, dass man eben nicht immer genau das bekommt, was man erwartet!


Kommentare:

  1. Danke für die Rezension, auf die war ich ja schon gespannt. Hm, also, so wirklich überzeugt bin ich ja nicht. Wird auf jeden Fall kein Buch sein, dass ich sofort haben und lesen will. Vielleicht später mal...

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    1. Wie gesagt, ich fand es wirklich gut und spannend. Aber es hat durchaus etwas Harry-Potter-Inspiration bekommen. Aber es ist keine billige Kopie :)

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