Sonntag, 20. Juli 2014

(Buchvorstellung) Das wirst du bereuen von Amanda Maciel

 
Titel: Das wirst du bereuen
Autor: Amanda Maciel
Seiten: 304
Erscheinungstermin: 18.07.2014
Verlag: Boje
Originalversion: Nein
Originaltitel: Tease
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Bastei Lübbe schickte mir das Buch zu.
Inhalt:
Alle Welt denkt, dass Emma Putnam sich umgebracht hat, weil wir sie Schlampe genannt haben und nicht weil sie eine Schlampe war. Echt klasse. Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten, angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben. Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die Freundinnen. Doch dann verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma tot! (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover finde ich genial. Gerade die Farbkombi passt wunderbar und die Mädchenfarbe Pink wirkt hier richtig bedrohlich!

Titel:
Sehr, sehr schöne Font, das die Drohung im Titel noch einmal unterstreicht!

Schreibstil:
Der Schreibstil in diesem Buch ist definitiv mal etwas ganz anderes. Nicht wegen der Art und Weise, wie es geschrieben ist, sondern Aufgrund der Perspektive. Denn nicht das Opfer erzählt hier seine Geschichte sondern der Täter. Oder vielmehr die Täterin. Diese Sichtweise war sehr interessant und fesselnd, macht das Buch aber definitiv nicht zu einem leichten Futter.
Das Buch springt immer wieder vor und zurück. Mal in die Gegenwart, wo Emma schon tot ist und dann wieder zurück, um die Geschehnisse nachzuerzählen.

Charaktere:
Sara hat eigentlich ein recht ruhiges High School-Leben. Sie ist zwar nicht sehr selbstbewusst, hat aber eine beste Freundin namens Brielle und einen festen Freund: Dylan. Ihr Leben verläuft perfekt, bis Emma auftaucht. Emma, die Depressionen hat und mit ihrer traurigen Art sämtliche Kerle an ihrer Schule abschleppt. Eine ganz schöne Schlampe in Saras Augen. Brielle kann Emma auch nicht ausstehen und die beiden machen sich einen Spaß daraus sie zu ärgern. Als diese sich dann aber an Dylan heranmacht, sehen die beiden Freundinnen rot und mobben sie richtig extrem. So extrem, dass Emma sich das Leben nimmt. Aber Sara sieht die Schuld nicht bei sich. Immerhin hat sie sie ja nicht umgebracht und ausserdem hat Emma versucht ihr Leben zu zerstören und nicht umgekehrt. Sara hat nun ein Gerichtsverfahren und eine Therapeutin am Hals, weshalb sie sich immer mehr mit dem Thema auseinandersetzen muss. Wie konnte es soweit kommen und ist sie nicht vielleicht doch ein bisschen Schuld? Es war echt schwer, sich in Sara hineinzuversetzen, ich wollte sie so oft gegen die Wand klatschen und war fassungslos, wie naiv sie ist. Sie kann sich null in andere Menschen hineinversetzen und lässt sich sehr von Brille beeinflussen. Gerade Brielle empfand ich als extrem unsympathisch. Sie hält alle um sich herum klein um ja immer die Oberhand zu behalten. Alle Charaktere waren allerdings sehr realistisch charakterisiert, weshalb der Fall überaus real rüberkam.

Erwähnenswert:
Das Buch behandelt ein sehr wichtiges Thema und liegt auch sehr schwer im Magen.

Stuck in my Head:
“Brielle ist die Einzige, die es kapiert, die Einzige, die weiß, dass Emma eine Schlampe ist und dass sie nicht mit den Freunden anderer Mädchen sprechen, geschweige denn diese Jungs abschleppen dürfte. Ich wende den Blick in die Ecke, wo Emma vorher mit den anderen Mädchen stand, kann sie aber nicht entdecken. Was ich auch tue, heute Abend bin ich immer auf der falschen Seite des Raums.” (S. 140)
Krisenreif:
Es wäre schön gewesen, einen sympathischen Charakter zu haben, aber das war unter den Hauptfiguren unmöglich. Einzig und alleine Saras neuer Kumpel war ein Lichtblick aber da will ich nicht zuviel verraten.

Fazit:
Ein Buch, dass nicht durch Humor oder Spannung fasziniert, sondern durch seine Grausamkeit. Ich war beim Lesen oft schockiert und fassungslos darüber, wie Sara die Situation einschätzt. Trotzdem ein tolles Buch, da es realistisch ist und die andere Seite, die in solchen Fällen sonst nie zu Wort kommt, beleuchtet.


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