Samstag, 12. Juli 2014

(Buchvorstellung) Will Grayson, Will Grayson von John Green & David Levithan

 
Titel: Will Grayson, Will Grayson
Autor: John Green & David Levithan
Seiten: 352
Erscheinungstermin: 10.05.2012
Verlag: Penguin UK
Originalversion: Ja
Originaltitel: Will Grayson, Will Grayson
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich bin John Green Fan. Das reicht definitiv als Grund.
Inhalt:
One cold night, in a most unlikely corner of Chicago, Will Grayson crosses paths with . . . Will Grayson. Two guys with the same name, running in two very different circles, suddenly find their lives going in new and unexpected directions, and culminating in epic turns-of-heart and the most fabulous musical ever to grace the high-school stage. Told in alternating voices from two award-winning authors - John Green (author of The Fault in Our Stars) and David Levithan (author of Boy Meets Boy) - this unique collaborative novel features a double helping of the heart and humour that has won both authors legions of fans.'Funny, rude and original' (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Lila Cover ist echt toll! Vor allem finde ich, dass es einem schon flüstert, dass es schwul wird. Ich finde es auch schön, dass die gleiche Font wie bei "The Fault in Our Stars" gewählt wurde.

Titel:
"Will Grayson, Will Grayson" ist eigentlich ein wirklich simpler Titel. Aber das ist gut so, denn er kommt genauso schnell auf den Punkt, wie die dazugehörige Story!

Schreibstil:
Das John Greens Schreibstil umwerfend gut ist, müsste mittlerweile zu jedem vorgedrungen sein, und das ist auch in "W.G, W.G." der Fall. Wenn man das noch mit David Levithan paart, kann es nur explosiv werden! Ich muss übrigens gestehen, dass ich mich nicht darüber informiert hatte, wer welchen Teil geschrieben hat, aber man merkt es einfach, wenn man beide Autoren kennt. Johns Schreibstil ist wie immer einfühlsam und hat den gewohnt sanften Humor. David hat den Part des depressiven Wills übernommen und seinen "Down-Zustand" damit unterstrichen, dass alle Wörter kleingeschrieben sind. Auch auf jegliche Adjektive, die Gefühle unterstreichen verzichtet er in der wörtlichen Rede. Die beiden Autoren harmonieren wunderbar und es ist bis jetzt das lustigste Buch, dass ich von den beiden in der Hand hielt. Ich habe so oft gelacht und grinsend in der U-Bahn gesessen, dass ich einige komische Blicke geerntet habe. Und das war es wert!

Charaktere:
Wir haben vier wichtige Charaktere. Will Grayson Nr. 1, der von John Green vertreten wird. Er ist eher still und hat sich zwei Regeln auferlegt: Die Klappe halten und sich nichts zu Herzen zu nehmen. Diesbezüglich will er auch keine Freundin, auch wenn sein bester schwuler Freund Tiny ihn dauernd mit Jane verkuppeln möchte. Eigentlich blockt er alles ab, nur um sich danach darüber zu beschweren, dass er genau das nicht haben kann. Jane weiß somit überhaupt nicht, was sie von ihm halten soll, auch wenn sie ihn mag. Aber ich glaube, der heimliche Star des Buches war Tiny, der so gar nicht klein ist. Tiny is riesig, laut, lustig, super lieb und super schwul. Noch dazu will er sein Musical unbedingt auf die Bühne seiner High School bringen, womit er Will ganz schön auf die Nerven geht, aber man muss ihn einfach liebhaben. Natürlich gibt es noch den zweiten Will, David Levithans Part. Dieser Will ist depressiv, immer irgendwie schlecht gelaunt, traurig und so sarkastisch, dass ich manchmal vor lachen nicht mehr konnte! Innerlich weiß er, dass er schwul ist aber er traut sich lange nicht sich zu outen. Durch eine Kette unglücklicher Ereignisse läuft er eines Abends dem anderen Will Grayson über den Weg. Und Tiny.
Alle Charaktere waren sehr tiefgründig, toll ausgearbeitet und facettenreich, aber ich habe auch nichts anderes erwartet.

Erwähnenswert:
Das Thema Homosexualität ist sehr stark in diesem Buch vertreten, wirkt aber nie belehrend oder ähnliches. Es war oft sehr selbstironisch und lustig.

Stuck in my Head:
“this is why we call people exes, I guess - because the paths that cross in the middle end up separating at the end. it's too easy to see an X as a cross-out. it's not, because there's no way to cross out something like that. the X is a diagram of two paths.”
Krisenreif:
Nichts zu meckern.

Fazit:
Ich bin hin und weg und ich muss gestehen, ich habe das Buch langsam gelesen, da ich nicht wollte, dass es aufhört! Es ist lustig, spannend und sorgt einfach für gute Laune ohne auch nur einmal kitschig zu werden. Absolute Leseempfehlung von mir!


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