Mittwoch, 22. Oktober 2014

(Buchvorstellung) Kann ich bitte löschen, was ich gerade gesagt habe? von Torsten Wohlleben

 
Titel: Kann ich bitte löschen, was ich gerade gesagt habe?
Autor: Torsten Wohlleben
Seiten: 224
Erscheinungstermin: 01.09.2014
Verlag: Carlsen
Originalversion: Ja
Originaltitel: Kann ich bitte löschen, was ich gerade gesagt habe?
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich habe das Buch in der Vorschau beim Carlsen Verlag entdeckt und es klang lustig.

Inhalt:
Der 16-jährige Henner ist klein, hat Segelohren und ist zu allem Überfluss auch noch gut in der Schule. Neben seinen hünenhaften Freunden Jakob und Luis kommt er sich ziemlich dämlich vor. Doch ihn beschäftigt noch viel mehr: Dulden ihn die beiden nur aus Gewohnheit? Warum postet keiner auf seiner Facebook-Pinnwand? Und wie kann er die schöne Valerie erobern? Ein Sommer auf Helgoland scheint die perfekte Gelegenheit, endlich bei ihr zu punkten. Doch dann lernt Henner Leefke kennen – und auf einmal sieht er die Welt ganz anders. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist humorvoll gestaltet und passt wunderbar zum Titel. Auch denke ich, dass es die richtige Zielgruppe ansprechen wird. Was auch noch positiv hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass das Design innen im Buch an jedem Kapitelanfang noch einmal aufgegriffen wird..

Titel:
Der Titel spielt auf einen Facebookeintrag an, den Henner auf der Pinnwand seines Kumpels hinterlässt. Aber mehr werde ich euch nicht verraten.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr pubertär und umfasst die ganze Bandbreite von nervig, gefühlvoll bis hin zu lustig. Eigentlich perfekt für die Leser, die es ansprechen soll. Ich, mit meinen 25 Jahren war manchmal dann doch am Kopfschütteln, fand es aber im Großen und Ganzen amüsant geschrieben. Nur mit den abgehakten Sätzen hatte ich ab und an Probleme. Das Buch ist aus Henners Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben, der die typischen Teenieprobleme hat.

Charaktere:
Henner ist die Hauptperson. Er ist 16 und macht genau die Probleme durch, wie wir alle in dem Alter. Erschwerend kommt hinzu, dass er nicht unbedingt ein Model ist. Eher durchschnittlich und somit ist es schwierig für ihn, die hübsche Valerie zu beeindrucken, die ihm den Kopf verdreht hat. Die anderen Charaktere genauer zu beschreiben würde vorwegnehmen, ob er sie bekommt oder nicht, weshalb ich mich hier etwas bedeckter halte. Die Nebenfiguren sind aber auf jeden Fall wirklich gut ausgearbeitet. Nur Henners Freunde haben mich manchmal mit ihren egoistischen, aber leider auch realistischen Handlungen verärgert.

Erwähnenswert:
Das Buch ist eins der seltenen Exemplare, die aus der Sicht eines Jungen erzählt werden und somit sehr erfrischend. Auch ist es das Buch eines deutschen Autors.

Stuck in my Head:
“Ich habe mir eingebildet, das Mädchen würde uns beobachten, habe keine geistlosen Sachen gesagt und nicht in der Nase gebohrt. Ganz umsonst. Schade.” (S. 101)
Krisenreif:
Manchmal waren die abgehakten Sätze nicht ganz so meins, aber gerade der Schreibstil ist bekanntlich Geschmacksache.

Fazit:
Ein lustiges und vor allem ehrliches Jugendbuch, welches zwar vermehrt die männliche Teenigruppe im Visier hat, aber vielleicht gerade deshalb für Mädchen interessant sein könnte. Es gibt doch den ein oder anderen aufklärenden Einblick. Eine Leseempfehlung gebe ich, aber ich würde es wirklich eher Teenies empfehlen, es hat nichts mit dem populären YA Genre zu tun.


Kommentare:

  1. Hallo Sonja

    Den Titel finde ich total genial :-)))) Er trifft doch wirklich auf jeden hin und wieder mal zu :-))) Ich denke, das Buch ist nichts für mich. (Kann mich natürlich irren.) Auf alle Fälle eine schöne Besprechung.

    Liebe Grüße, Gisela

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    Antworten
    1. Hi Gisela,

      ja, der Titel ist lustig, aber es ist doch eher ein Buch für jüngere Leser – ich denke so um die 15 Jahre.

      LG
      Sonja

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