Montag, 20. Oktober 2014

(Buchvorstellung) Lúm - Zwei wie Licht und Dunkel von Eva Siegmund

 
Titel: Lúm - Zwei wie Licht und Dunkel
Autor: Eva Siegmund
Seiten: 512
Erscheinungstermin: 29.09.2014
Verlag: cbt
Originalversion: Ja
Originaltitel: Lúm - Zwei wie Licht und Dunkel
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich konnte dem Cover und dem Klappentext nicht widerstehen!

Inhalt:
In der Trümmerstadt Adeva entscheidet sich für alle 15-Jährigen in der Nacht der Mantai, welche Gabe sie haben. Ein Mal, das auf dem Handgelenk erscheint, zeigt an, ob man telepathisch kommunizieren, unsichtbar werden oder in die Zukunft sehen kann. Doch bei Meleike, deren Großmutter eine große Seherin war, zeigt sich nach der Mantai – nichts. Erst ein schreckliches Unglück bringt ihre Gabe hervor, die anders und größer ist als alles bisher. Als Meleikes Visionen ihr von einem Inferno in ihrem geliebten Adeva künden, weiß sie: Nur sie kann die Stadt retten. Und dass da jenseits der Wälder, in der technisch-kalten Welt von Lúm, jemand ist, dessen Schicksal mit ihrem untrennbar verknüpft ist … (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist einfach nur grandios! Wenn es nicht so hübsch wäre hätte ich es überhaupt nicht in die Hand genommen, was wirklich schade gewesen wäre. Die Vögel sind mit Glanzlack überzogen und stechen noch einmal extra hervor.

Titel:
"Lúm" als Titel hätte völlig ausgereicht. Der Untertitel ist leider wie so oft sehr kitschig.

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und hatte die 512 Seiten in zwei Tagen durchgehabt. Es ist in der 3. Person geschrieben und springt meistens zwischen den Handlungen von Meleike und Flynn hin und her. Ab und an werden dann gegen Ende auch weitere Charaktere hinzugezogen. Somit möchte man permanent wissen, was als nächstes geschieht. Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Oft werden Sätze und Redewendungen verwendet, die zum einen unpassend für die Situation, oder die 15-jährige Protagonistengruppe sind und zum anderen einfach nur abgedroschen wirken.

Charaktere:
Meleike war sehr schön ausgearbeitet. Man kauft ihr ihr verhalten so gut wie immer ab. Sie wirkt natürlich und handelt recht realistisch für ihr Alter. Anders leider Flynn, er hat eine ziemlich große Klappe und im nächsten Moment wieder sehr viel Angst und ist unsicher. Das springt mir oft zu schnell hin und her, weshalb es unglaubwürdig wirkt. Gerade am Ende gab es mir doch zu viel heldenhaftes Gequatsche, was so gar nicht zur Situation und den Charakteren passen wollte. Einen Pluspunkt haben allerdings die Nebencharaktere gesammelt: Diese waren allesamt (auch die Antagonisten) sehr gut ausgearbeitet.

Erwähnenswert:
Dieses Buch ist das Debüt einer deutschen Autorin.

Stuck in my Head:
“Ohne zu fragen war Flynn direkt sofort ein Teil ihrer kleinen Welt geworden. Und nun ging sie mit ihm in seine.” (S. 234)
Krisenreif:
Es wurde versucht mit darf/kann/will ich dir nicht sagen die Spannung zu erhöhen und die Auflösung hinauszuzögern. Liebe Autoren, lasst das, ich bin nicht die Einzige, die darauf allergisch reagiert! Es gibt elegantere Lösungen dafür.

Fazit:
Eine sehr gelungene Sci-Fi-Geschichte, die kleine schwächen aufweist über die man aber aufgrund des wunderbaren Schreibstils gerne hinwegsieht. Ich kann das Buch allen YA-Liebhabern empfehlen und bin gespannt, was noch so von der Autorin kommen wird!


Kommentare:

  1. Für mich war das Buch leider nix. :( Ich habe noch nie mit Charakteren so gefremdelt. Voll schade, da der Einstieg und das Thema echt gelungen sind. Und auch das Cover.
    Aber schön, dass dir das Buch gut gefallen hat.

    Liebste Grüße,
    SaCre

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    1. Oh schade. Mit Flynn wurde ich nicht hundertpro warm, aber der Rest war meiner Meinung nach schön ausgearbeitet. Das Cover ist toll, da gebe ich dir Recht :)

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