Montag, 3. November 2014

(Buchvorstellung) Blackout von Marc Elsberg

Titel: Blackout
Autor: Marc Elsberg
Seiten: 800
Erscheinungstermin: 17.06.2013
Verlag: Blanvalet
Originalversion: Ja
Originaltitel: Blackout
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich habe mich vom Hype mitreißen lassen.


Inhalt:
An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose Emails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Er ist ins Visier eines Gegners geraten, der ebenso raffiniert wie gnadenlos ist. Unterdessen liegt ganz Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt … (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist ein einfach gehalten, sieht aber gut aus und deutet schon an, dass es sich um einen Thriller handelt.

Titel:
Ein Wort, das im Grunde alles worum es in diesem Buch geht beschreibt. Gut gemacht.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gut und spannend, aber es hat mir ein bisschen der Flair gefehlt. So eine Art persönliche Note des Autors. Verschiedene Personen erleben den Stromausfall in der 3. Person und waren eigentlich meistens genauso wichtig wie der Protagonist, der sich nur etwas von ihnen abhob. Dies lag aber wirklich eher am Schreibstil.

Charaktere:
Die Charaktere waren alle sehr gut darin, die Handlung voranzubringen, aber etwas blass. Jeder wurde zwar mit Eigenheiten ausgestattet, blieb aber dennoch unnahbar. Aber ich denke, das ist ein Buch, das mehr durch seine durchdachte Handlung und Recherche glänzt, als durch tiefgründige Charaktere. Jede Person gibt dem Leser einen anderen Einblick: Zivilisten, Regierung, Angehörige, Täter, Presse und unser Protagonist, der aufgrund seiner Hacker-Vergangenheit in den Strudel der Ereignisse hineingezogen wird.

Erwähnenswert:
Das Buch hat extrem viel Background und Hintergrundinformationen, weshalb es sehr real wirkt.

Stuck in my Head:
"Wenig wussten sieüber die europaweiten Bedingungen für die Zivilbevölkerung. Mit Sicherheit konnten sie nur von den Verhältnissen in Brüssel ausgehen, denen sie und ihre Familien ausgesetzt waren. Die allgemeine Solidarität hatte breite Risse bekommen." (S. 506)
Krisenreif:
Ab und an hat mich das Buch etwas verloren, vor allen in der Mitte. 800 Seiten waren einfach etwas viel.

Fazit:
Ein guter Thriller, mit einer guten Handlung und einer tollen Idee. Fünf Sterne hätte es gegeben, wenn der Spannungsbogen nicht ab und an abgebrochen wäre.
Dennoch eine Empfehlung wert!





Kommentare:

  1. Kann dir da voll zustimmen, fand das Buch auch sehr gut! In der Tat waren die Charaktere jetzt nicht so tief beschrieben, aber wie du ja schreibst, ist das vor dem Hintergrund der Handlung wohl eher Nebensache. Ich fand es auf jeden Fall sehr interessant und auch ein bisschen bedrückend, wie gut recherchiert und realistisch das alles war.

    Liebe Grüße,
    Patrick

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    1. Der Autor ist wirklich sehr gut informiert, ich konnte mich auf der Buchmesse etwas mit ihm unterhalten.
      Bin schon gespannt auf "Zero", das liegt auch noch bei mir.

      Liebe Grüße,
      Sonja

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    2. Oh ja, das muss ich mir auch noch zulegen! Bin mal auf deine Meinung gespannt :)

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