Montag, 17. November 2014

(Kinofilm-Kritik) Die Tribute von Panem 3 - Mockingjay Teil 1

Titel: Die Tribute von Panem 3 - Mockingjay Teil 1
Regie: Francis Lawrence
Spielzeit: 123 Min.
Kinostart: 20.11.2014

Warum bin ich ins Kino?
Ich hatte eine Einladung zur Pressevorführung und bin momentan eh auf dem Panem-Trip, da ich auch die ersten beiden Teile nun endlich gesehen habe.

Diese Woche lässt sich bestimmt gut mit einer Filmkritik starten, meint ihr nicht? Mir hat der dritte Teil der Panem-Saga definitiv einen sehr guten Start in den Tag bereitet, denn ich war heute früh in der Pressevorführung. Im Übrigen waren es gleich zwei Premieren: Das erste Mal, dass der Film in Frankfurt gelaufen ist und die erste Pressevorführung für mich!
Bevor ich über den Film berichte, plaudere ich einmal ein bisschen aus dem Nähkästchen, wie so eine Special-Vorführung für Journalisten abläuft.
Zuallererst einmal: Ohne Einladung geht nichts. Ich bin da ja immer sehr gewissenhaft und habe diese extra noch einmal ausgedruckt (obwohl es hieß, es sei nicht notwendig), um auf der sicheren Seite zu sein. Das war auch gut, denn es wurde strickt kontrolliert, wer reindurfte. Zusätzlich waren die Sicherheitsvorkehrungen sehr hoch.
Es war klar, dass man sich in eine Liste eintragen muss. Was mir nicht klar war, war, dass ich fast nackt im Kino sitzen würde: Keine Handys, kein Laptop, keine Handtasche. Übrig blieben mein Mantel, eine Cola und ein Päckchen Taschentücher. Daraufhin habe ich mich noch einmal abgesichert, ob es wirklich okay sei, die Filmkritik vor Kinostart zu posten.
Durch eine Sicherheitskontrolle wie am Flughafen mussten wir auch noch, irgendwie hatte ich ja fest damit gerechnet, dass es piept bei mir, tat es aber nicht.
Warum wir auf metallene Gegenstände abgesucht wurden ist mir ein bisschen schleierhaft, aber gut, ging schließlich um Panem und wir waren um die 20 Journalisten. Ob da wer Angst hatte, jemand würde zu viel Gefallen an den Hungerspielen bekommen? Nun, vorab: Wir haben's alle überlebt und jetzt erzähle ich euch endlich, was ihr wohl schon die ganze Zeit über wissen wolltet, nämlich wie der Film war:

Eine ganz spoilerfreie Rezension wird das wahrscheinlich nicht werden, da der Film auf die ersten beiden Teile aufbaut, aber ich versuche dennoch, mich bedeckt zu halten.
Nachdem Katniss (Jennifer Lawrence), Finnick (Sam Claflin) und  Beetee (Jeffrey Wright) gerettet wurden finden sie sich in Distrikt 13 wieder. Gale (Liam Hemsworth) hat es gerade noch geschafft, ihre Mutter und Schwester Prim zu retten. Als sie erfährt, was mit Distrikt 12 passiert ist, bricht sie zusammen. Man kann über die Panem-Verfilmung sagen as man will, aber emotional habe ich beim Film mehr mitgelitten als bei den Büchern. Katniss wirkt verständlicherweise unglaublich zerbrechlich und überfordert. Der einzige Halt, den sie noch hat ist Haymitch (Woody Harrelson), dem sie allerdings vorwirft Peeta (Josh Hutcherson) zurückgelassen zu haben. Haymitch ist einfach meine Lieblingsperson dieser Saga. Ich glaube, ich habe noch nie einen Trinker so gemocht. Ausgenüchtert ist er übrigens nicht weniger sympathisch.
Wie oben schon angeschnitten, schafft der Film es wunderbar Emotionen einzufangen, was zum Einen an der sehr guten schauspielerischen Leistung der Besetzung liegt, zum Anderen an der geschickten Kameraführung. Traumhafte Landschaftsaufnahmen mit berührenden Ereignissen wechseln sich mit roher Gewalt und brutalen Bildern regelmäßig ab. Das wühlt auf, schafft aber gleichzeitig eine mitreißende Atmosphere und die braucht dieser Film, denn jetzt kommt mein großer Kritikpunkt.
Man merkt einfach, dass es nicht genug Stoff für zwei Filme gab. Es ist und bleibt eben nun einmal nur ein Buch, aus dem man krampfhaft versucht hatte zwei zu machen. Jetzt hatte der Film bei mir den Bonus, dass es ewig her ist, seit ich die Bücher gelesen habe. Um genau zu sein gab es diese damals noch nicht einmal auf Deutsch.
Demnach: Ich habe einfach viel vergessen und mich somit sehr gut unterhalten gefühlt, das will ich gar nicht abstreiten. Aber Leser, die das Buch noch in Erinnerung haben, sind wahrscheinlich enttäuscht. Es war mir schon klar, wo sie das Buch teilen würden, da hatte ich auch recht, nur frage ich mich nun: Was bleibt für den zweiten Teil?

Mein Fazit also: Ein verdammt guter Film, der aber allem Anschein nach sein gesamtes Pulver verschossen hat, denn für den vierten Teil werden nur noch Kampfzenen in der Hauptstadt bleiben. Aber wer weiß, vielleicht werde ich ja überrascht. Ein Kinobesuch lohnt sich allemal!

Kommentare:

  1. Ich werde bald in den Film gehen und freue mich schon- und ich bin sehr gespannt,was in Teil 2 dann kommt...

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    1. Ich wünsche dir viel Spaß :)

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  2. Hallo liebe Sonja,

    ein ganz toller Post :)
    Eine sehr schöne Kinokritik und es ist ja toll, dass Du den Film schon vorher sehen konntest. Aber krass, dass man im Kino wirklich fast nichts mehr bei sich haben durfte. :D

    Ich bin schon sooo gespannt auf den Film!!! *-*

    Ganz liebe Grüße,
    Hannah
    http://wonderworld-of-books-from-hannah.blogspot.de/
    <3

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    1. Hallo Hanna,

      vielen lieben Dank :)
      Ja, war echt ein tolles Erlebnis, wüsche dir viel Spaß beim Film!

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  3. Liebe Sonja,

    wie zur Hölle kommt man an eine solche Einladung ran???
    Also diesen speziellen Punkt mit den Emotionen, auf den werde ich nochmal zurück kommen, wenn ich den Film am WE geschaut habe. Denn genau das war bisher immer einer meiner größten Kritikpunkte, ganz besonders im ersten Teil.

    Btw was macht die Geisterjagd mit Lockwood? =) Ein paar Leuchtbomben rüberreich.


    LG
    Anja

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    1. Ähhm ja, keine Ahnung ich wurde letztes Jahr von einer PR-Agentur angeschrieben, ob ich nicht Interesse hätte, ab und an über Filme zu berichten.

      Erzähl dann mal, wie du ihn fandest!

      Lockwood ist schon süß, erinnert mich an meine "Die drei Fragezeichen"-Kinderzeit

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