Mittwoch, 3. Dezember 2014

(Buchvorstellung) Passagier 23 von Sebastian Fitzek

Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Seiten: 432
Erscheinungstermin: 30.10.2014
Verlag: Droemer Knaur
Originalversion: Ja
Originaltitel: Passagier 23
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Ich wollte nicht als Einzige noch nie einen Fitzek in der Hand gehalten haben.

Inhalt:
Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ...
Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.  Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm … (Klappentext, Amazon)

Cover:
Die Covergestaltung hat mir sehr gut gefallen, denn es hat ein Loch. Man sieht durch es hindurch wie durch ein Bullauge. Das Meer ist direkt auf den Einband gedruckt.

Titel:
Sehr passender Titel, der auf die durchschnittliche Anzahl Menschen anspielt, die pro Jahr auf Kreuzfahrtschiffen verschwinden.

Schreibstil:
Da ich noch nie ein Buch dieses Autors gelesen hatte, habe ich keinerlei Vergleiche, ob es jetzt besser oder schlechter war, als andere Bücher von ihm. Aber ich glaube das war ein Vorteil, denn somit war ich unbefangen. Die Geschichte wird in der dritten Person wiedergegeben und zwar aus mehreren Sichtweisen. Natürlich die des Ermittler Martin, aber auch anderen Personen, wie die eines Diebes, der nur zufällig in die Ereignisse reingezogen wird oder einer Mutter mit ihrer Tochter, die befürchtet diese würde Selbstmord begehen wollen. Sehr spannend war auch, dass wir immer wieder Einblicke darauf hatte, was gerade mit dem Opfer passiert. Das hat für sehr viel Tempo gesorgt.

Charaktere:
Mmmh, ja Martin habe ich als sehr selbstzerstörerisch wahrgenommen. Es wundert mich, dass man ihn nicht aus Sicherheitsgründen aus dem Dienst genommen hat. Auf der einen Seite kommt er selbstlos rüber, auf der anderen fragt man sich, ob er nicht eigentlich permanent hofft, ne Kugel abzubekommen. Auf dem Kreuzfahrtschiff wirkt er etwas ruhiger, aber wahrscheinlich nur, da die Handlung sich aufteilt und wir noch die Erzählsprünge der Mutter haben, die mit ihrer Tochter die Kreuzfahrt unternimmt, da der Kapitän ihr Patenonkel ist. Sie hat keine Ahnung, was auf dem Schiff geschieht, gerät aber durch ihre Tochter in den Fall hinein. Generell war es sehr gut aufgelöst und ich habe auch bis zum Ende gerätselt, wie das alles zusammenhängt. Die Charakterausarbeitung war gut, schwankte aber natürlich, je nachdem wie wichtig die Personen waren.

Erwähnenswert:
Wer Angst vor Kreuzfahrten hat, sollte es vielleicht besser nicht lesen.

Stuck in my Head:
“Das ist das Problem mit Wünschen, Herr Schwartz. Nur die falschen gehen sofort in Erfüllung.” 
Krisenreif:
Nichts!

Fazit:
Ein super Thriller, den ich sehr schnell durchgelesen hatte und ohne Bedenken weiterempfehlen kann. Irgendwie hat es mich auch darin bestärkt, an Land zu bleiben! Das war mit Sicherheit nicht mein letzter Fitzek.


Kommentare:

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