Montag, 9. Februar 2015

(Buchvorstellung) Panic - Wer Angst hat, ist raus von Lauren Oliver

Titel: Panic - Wer Angst hat, ist raus
Autor: Lauren Oliver
Seiten: 368
Erscheinungstermin: 21.11.2014
Verlag: Carlsen
Originalversion: Nein
Originaltitel: Panic
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Der allgemeine Hype.

Inhalt:
Der neue Roman von Bestseller-Autorin Lauren Oliver ("Wenn du stirbst", "Delirium"): atemraubend und elektrisierend! --- PANIC verändert alle(s). HEATHER hatte nie vor, an dem verbotenen Spiel für Schulabgänger teilzunehmen. Denn der Gewinn ist zwar hoch, aber der Einsatz auch, und sie ist keine Kämpferin. Doch schnell wird ihr klar, dass es nur den richtigen Grund braucht, um dabei sein zu wollen. Und dass Mut auch eine Frage von Notwendigkeit ist. DODGE war sich immer sicher, dass er bei Panic mitmachen würde. Er hat keine Angst, denn es gibt ein Geheimnis, das ihn durchs Spiel pushen wird. Aber um zu gewinnen, muss man auch seine Gegner kennen.  (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn es sich stark vom Original unterscheidet. Dafür finde ich, dass das Deutsche das Thema der Geschichte besser einfängt.

Titel:
Der Titel ist der Gleiche, wie im Amerikanischen, dafür haben wir wie so oft einen Untertitel dazubekommen. "Panic" ist übrigens das Spiel, um das es in dem Buch geht.

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Gerade am Anfang fand ich, dass die Autorin auf schöne Stilmittel zurückgegriffen hat. Die Story ist abwechselnd aus Heathers und Dodges Sicht geschrieben. An für sich lässt es sich sehr leicht lesen, gerade wenn es um die einzelnen Spielaufgaben geht. Allerdings entstehen zwischendrin auch immer wieder ein paar Längen, da viel geredet wird. Das ist nicht immer negativ, aber hier hat es mich doch oft gestört, da es den Storyverlauf unterbrochen hat.

Charaktere:
Die Protagonisten Heather und Dodge sind gar nicht so verschieden, beide kommen aus nicht so einfachen Verhältnissen. Heather wohnt bei ihrer drogenabhängigen Mutter und hat noch eine kleine Schwester um die sie sich kümmert. Sie nimmt an Panic teil, da sie sich an ihrem Ex rächen möchte, aber ich hatte auch das Gefühl, das sie sich das Preisgeld wünscht, um das alles hinter sich zu lassen. Dodge lebt mit seiner Schwester, die im Rollstuhl sitzt, und seiner Mutter zusammen. Der Grund, warum er an Panic teilnimmt, ist meiern Meinung nach sehr Storyrelevant, weshalb ich hierzu schweige. Prinzipiell wirk er am Anfang etwas kühl, was sich dann aber bessert.

Erwähnenswert:
Die Geschichte ist nichts Neues, wer auf verbotene Mutproben steht, wird hier bestimmt Spaß haben.

Stuck in my Head:
"Einen Moment standen sie einfach nur da. Heather wollte ihn fragen, was passiert war, aber es kam ihr komisch vor. Dodge und sie hatten kein besonders enges Verhältnis - zumindest nicht so. Sie wusste gar nicht genau, was für eine Art von Beziehung sie hatte. Vielleicht hatte sie zu niemandem ein enges Verhältnis." (S. 231)
Krisenreif:
Leider war die Geschichte nicht wirklich gut durchdacht. Sicher, die Idee ist spannend, aber nichts Neues, irgendwie kam ich nicht zum Mitfiebern. Da setzten Abschlussschüler ihr Leben aufs Spiel und ich saß beim Lesen da und es war mir ziemlich schnuppe.
Dazu kommt, dass ich es sehr unrealistisch fand, dass weder die Polizei, noch die Schule, noch sonst wer der Sache mehr Einhalt gebieten konnte. Es wirkte oft so, als wäre es den Behörden egal. Da hätte man viel mehr rausholen können, was auch zu mehr Spannung geführt hätte.

Fazit:
Ich habe sehr viel von diesem Buch erwartet, da es unglaublich viel Potenzial hatte. Leider hat mir das Feuer gefehlt. Emotionen und Charaktere wirkten eher flach, zu gestellt. Letztes Jahr hatte ich "Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen" gelesen, was das gleiche Thema behandelt und gerade hier im Vergleich kam "Panic" nicht gut weg. (Und es ist unmöglich, die Bücher nicht miteinander zu vergleichen, die Thematik ist 1:1 dieselbe). Während ich letzten Jahr nicht in der Lage war, das Buch wegzulegen, musst ich mich bei "Panic" streckenweise dazu zwingen weiterzulesen. Sehr schade. Drei Sterne gibt es aber noch, denn man kann es lesen, allerdings ist es deutlich schwächer als vergleichbare Bücher.


Kommentare:

  1. Hallo Sonja,
    habe jetzt schon von einigen gehört und gelesen, dass das Buch leider nicht hält, was es verspricht. Da hat man schon gar keine Lust mehr, sich ein eigenes Bild von der Geschichte zu machen.
    Schade eigentlich, denn die Idee klingt echt super! Vielleicht ergibt sich irgendwann einmal die Gelegenheit es doch noch zu lesen, aber es ist auf meiner Wunschliste extrem nach unten gerutscht.

    Liebe Grüße
    Lisa

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    1. Mmh ja, wobei einige es auch echt gut fanden. Ich glaube mein Problem war einfach, dass ich ein ähnliches Buch kenne, das deutlich besser war!

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  2. Hallo Sonja,

    ich bin jetzt richtig froh, dass ich deine Rezension gesehen habe. Bisher habe ich nur so gute Meinungen zu dem Buch gehört, dass ich schon Angst hatte, etwas zu versäumen. Aber deine Einwände klingen für mich sehr nachvollziehbar. Damit rutscht es auf der WL mal ein gutes Stück weiter runter.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Naja, vielleicht gefällt es dir ja. ich hatte einfach das Problem, dass ich nicht mitfiebern konnte. Mir war das Geschehene irgendwie egal, wie bei einer Serie, die man so nebenbei schaut.

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  3. Hey Sonja,
    auch ich habe bisher nicht viel gutes über das Buch gehört, leider. Panic liegt auch auf meinem SuB und ich möchte mir ganz bald ein eigenes Bild davon machen. Ich hoffe ich werde nicht auch so enttäuscht.

    LG Sanni

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    1. Erzähl dann mal, wie du es fandest!

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