Samstag, 21. Februar 2015

(Gequatschtes) Was tun mit unangefragten Rezensionsexemplaren?

Oh ja, ich spreche heute ein Luxusproblem an. Es kommt nämlich mittlerweile regelmäßig vor, dass ich Bücher zugeschickt bekomme, die ich nie angefragt habe. Daraus ergibt sich für mich eine Zwickmühle, denn ich habe für den Monat meistens schon andere Presseexemplare angefragt, oder wollte Bücher von meinem SuB lesen.

Was also mit den unangefragten Rezensionsexemplaren machen? Früher kam das vielleicht zweimal im Jahr vor, sodass ich die halt mitreingefummelt habe. Mittlerweile sind es mindestens 10 im Jahr. Eher mehr.
Prinzipiell heißt es ja, dass man keine Rezensionspflicht bei solchen Büchern hat. Aber viele (ich auch) denken sich dann, dass sie vielleicht keine Exemplare mehr bekommen, wenn sie sich da als unzuverlässig herauskristallisieren. Aber sind wir wirklich unzuverlässig, wenn wir Prioritäten setzten?
Ich handhabe es mittlerweile so, dass ich unangefragte Bücher anlese und wenn sie mir nach 50 Seiten gefallen bleibe ich dran, ansonsten beende ich unsere Zweisamkeit sehr schnell.

Natürlich ist es eine nette Geste vom Verlag, die allerdings auch die Hoffnung enthält, dass wir für diese Neuerscheinungen ordentlich Werbung machen. Oft sind es wirklich gute Bücher, die auch zu meinem Blogprofil passen. Allerdings kam es auch schon vor, dass ich eine Fortsetzung zu einem Buch bekommen habe, dessen Vorgänger ich total zerrissen hatte. Das wiederum sind nur unnötige Kosten für den Verlag.

Wie handhabt ihr Überraschungspost? Freut ihr euch, oder wird es manchmal zu viel?

Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe,
    glücklicherweise habe ich so ein Luxusproblem nicht wirklich. Ich werde immer vorher von Autorsn oder Verlagen angeschrieben und gefragt, ob ich Interesse habe. Da befasse ich mich kurz mit dem Buch und kann gleich entscheiden, ob ich es rezensieren kann oder will. Bedeutet manchmal auch etqwas mehr Mailschreibkram, aber ich hab hier wenigstens nur Bücher liegen, zu denen ich mein Ok gegeben habe. Deine Handhabung mit diesen Rezensionsexemplaren finde ich aber vollkommen in Ordnung!
    Ganz liebe Grüße, Karin

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    1. So, wie es bei dir läuft macht es auch mehr Sinn.
      Gerade heute kam wieder ein Unangefragtes (wie zur Bestätigung für diesen Post!) an. Inklusive Brief, dass man sich über eine zeitnahe Besprechung freue. Ich habe es jetzt zu dem Stapel an REx gelegt, aber da liegen halt schon 7. Also ich werde es lesen, da es gut klingt, aber Rezension in 4 Wochen? Schaffe ich wohl eher nicht, zumal ja auch die Buchmesse vor der Tür steht!

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  2. Huhu,
    das ist ja tatsächlich ein Luxusproblem. Ich werde vorher immer von den jeweiligen Personen angefragt, was ich gut finde, denn so kann ich meine gegebene Zeit einschätzen und im Notfall auch absagen. Ich kann deinen Zwiespalt also schon verstehen. Finde aber, dass du eine gute Lösung gefunden hast und auch fair den Verlagen gegenüber handelst.

    Da du dich ja mit Reziexemplaren mehr auszukennen scheinst als ich, habe ich eine kurze Frage an dich.
    Wenn ich einem Verlag schreibe, jedoch nach einigen Tagen (Wochen) keine Antwort erhalte. Was mache ich dann? Warten und Tee trinken, es mit einer anderen E-mail Adresse versuchen oder noch einmal nachhaken. Ich will weder aufdringlich noch unhöflich wirken und bin ein bisschen ratlos. Ich kenne mich mit alldem auch noch nicht allzu lange aus. :)

    Alles Liebe,
    Ellen

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    1. Ja, es ist ein Luxusproblem :D aber dennoch ein Problem, da unsere Tage alle nur 24 Stunden haben. Denke auch, dass das mit dem Anlesen eine faire Sache ist.

      Mmmh, wenn ein Verlag sich nicht meldet ist das meistens eine Absage. Ich kenne folgene Varianten:
      Ich frage an = bekomme Ab-/oder Zusage
      Ich frage an = bekomme keine Rückmeldung, aber ein paar Tage später das Buch per Post
      Ich frage an = Höre nie etwas von der Person (Das können dann durchaus auch Kontakte sein, mit deinen ich ein gutes Verhältnis habe), was eine Absage ist

      Noch einmal über eine andere Adresse würde ich nicht anfragen, denn oft sitzen diese Leute in einem Büro und man unterhält sich ;)
      Was ich dir raten würde ist: Kauf das Buch (denn du wolltest es ja lesen), dann schicke dem Verlag die Rezension und frage dann nach einem anderen REx. Oft ist einfach nur das Pressekondigent erschöpft und es geht gar nicht gegen dich oder den Blog :)

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    2. Vielen Dank für deine schnelle Antwort. :)
      Hat mir auf jeden Fall geholfen und werde das Buch nun selber holen und dann die Rezi schreiben. :D Danke für den Tipp! :)

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  3. Hallo Liebes :)
    Tatsächlich weiß ich in diesem Fall auch nicht was ich machen soll. Ich habe schon richtig gute Bücher gefunden, die mir unangefragt zugesandt wurden (zuletzt "Sternschnuppenstunden"^^). Aber dann gibt es auch Bücher wo ich mir so denke 'Warum?'... ich finde es dann echt schade, dass sie in meinem regal stehen und ich einfach nicht dazu komme sie zu lesen. Da zieh ich dann Bücher vor, die ich angefragt habe oder ein Buch vom SuB wo ich Lust drauf habe.
    Micha hat das letztens sehr gut gehandhabt, sie hat auf ihrem Blog zwei Bücher angeboten zum lesen, mit Rezensionspflicht. Das ist wirklich eine tolle Idee, wenn man die Bücher dann in zuverlässige Hände abgeben kann.

    Zu deinem Kommentar oben: alles was bei mir unangefragt landet, hat für mich keine Rezensionspflicht bzw. Lesepflicht. Auch mit einem Schreiben, kann das wirklich keine von uns verlangen. :) Aber ich freu mich wenn es ich gut anhört und du es trotzdem lesen willst. :D

    Wünsch dir ein schönes Wochenende! ♥


    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Ja, "Sternschnuppenstunden" war auch so ein unagefragter Kandidat. (Der wirklich gut war!) Weitergeben mit Rezensionspflicht ist eine sehr gute Idee!

      Im Grunde hast du recht, diese Bücher sollten freiwillig gehandhabt werden. Ich hatte ja auch auf der letzten Messe so ein Erlebnis der 3. Art. Ein Ami-Verlag: Nimm mit, was du tragen kannst, das muss ich dann nicht mehr zusammenpacken.
      Da habe ich auch nur die Hälfte von abgearbeiten ...

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  4. Ich habe nur einen Verlag, der mir etwa einmal im Monat eines der neuesten Bücher zukommen läßt. Ich stelle es zumindest einmal kurz vor und ob ich es dann lese ist eine Zeit- und Interessensfrage. Scheinbar ist das dem Verlag aber auch so Recht, denn ich stehe immer noch auf der Rezensentenliste ;-)

    Ganz aktuell habe ich zusätzlich zu einem Rezensionsexemplar ein weiteres dazu bekommen, das so gar nicht meinem Lesegschmack entspricht - das verlose ich jetzt einfach. Ist ja damit auch Werbung für den Verlag und das Buch und jemand anderes kann sich dann über den Neuzugang freuen.

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    1. Wahrscheinlich reicht es dem Verlag, dass du das Buch zumindest vorstellst. Ist ja - genauso, wie das Verlosen - Werbung.

      Aber ich finde, dass das mit der "Überraschungspost" immer mehr in Mode kommt. Auch von Verlagen, die ich vorher gar nicht kannte. Anscheinend wird da jetzt auch akquiriert.

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  5. Ich habe das Problem auch nicht! Mein Blog existiert ja noch nicht mal ein Jahr! Aber wäre es nicht möglich, diese gegen eine Rezension auf deinem Blog abzugeben? Dann hätten vielleicht andere Leute noch was davon! LG Verena von books-and-cats

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    1. Das Buch mit Rezensionspflicht und einem Gastbeitrag weiterzugeben ist eine sehr gute Idee!

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