Dienstag, 17. März 2015

(Buchvorstellung) Scherbenmädchen von Liz Coley

 
Titel: Scherbenmädchen
Autor: Liz Coley
Seiten: 320
Erscheinungstermin: 12.02.2015
Verlag: Bastei Lübbe
Originalversion: Nein
Originaltitel: Pretty Girl 13
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Klingt superspannend!

Inhalt:
Angie ist dreizehn Jahre alt, als sie entführt wird. Erst drei Jahre später taucht sie wieder auf. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fußgelenken stammen. Kleine Frau, Pfadfinderin und Engel könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Denn jede von ihnen trägt einen kleinen Teil von Angies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie wissen, dass Angie das gesamte Ausmaß des Erlebten nicht ertragen kann. Sie würde zerbrechen ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir gut, wobei es meiner Meinung nach ernster hätte gestaltet sein können. Die Geschichte ist sehr belastend.

Titel:
Dafür passt der Titel "Scherbenmädchen" wunderbar. Dazu werde ich allerdings erst im Bereich "Charaktere" mehr sagen.

Schreibstil:
Hier kommen wir zur eigentlichen Besonderheit des Buches, denn es ist in allen Perspektiven geschrieben, sprich: Dritte Person, Ich-Erzähler, Du und Wir. Das hatte ich noch nie und es ist wirklich faszinierend. Das Ganze entstand natürlich nicht aus einer Laune der Autorin heraus, sondern dient dazu, den psychischen Zustand der Protagonistin zu erläutern.
Generell war das Buch sehr spannend, sodass ich es innerhalb kürzester Zeit verschlungen hatte. Man merkt, wie sehr sich Liz Coley mit dem Thema auseinandergesetzt hat und dass sie ordentlich recherchiert hat. Die Geschichte ist absolut glaubwürdig und nimmt einen daher sehr mit.

Charaktere:
Angie ist sechzehn, als das Buch beginnt, in ihr drin lebt allerdings immer noch ihr dreizehn-jähriges Ich. Warum das so ist, wird nach und nach klar. Sie war drei Jahre lang verschwunden. Schnell kommt die Polizei zu dem Schluss, dass es sich um eine Entführung gehandelt haben muss. Die ärztlichen Untersuchungen bezeugen zudem, dass das Mädchen in dieser Zeit durch die Hölle gegangen ist und es verständlich ist, dass sie alle Erinnerungen verdrängt. Aber verdrängt sie sie wirklich? Denn es kommt immer wieder zu Ereignissen, an die Angie sich nicht mehr erinnern kann. Es scheint, als tut sie Dinge, ohne zu wissen, dass sie das war. Wer hat nachts ihr Zimmer ausgeräumt? Wer hat im Schaukelstuhl geschaukelt und hat sie sich wirklich an ihren ehemaligen Schulfreund rangeschmissen ohne es zu wissen? Zusammen in ihrer Psychiaterin kommt sie dem Geheimnis auf die Spur und ist geschockt.
Ich werde euch nicht sagen, was mit Angie nicht stimmt, denn es ist im Grunde das, was die Story ausmacht. Nur so viel: Man schießt dieses Mädchen sehr schnell ins Herz und die Dinge, die nach und nach ans Licht kommen sind nichts für schwache Nerven.

Erwähnenswert:
Ein Buch über Kindesmissbrauch und eventuelle psychische Folgen, das vielleicht wirklich erst ab sechzehn gelesen werden sollte.

Stuck in my Head:
»Sie wollten ihre drei Jahre zurück, genau wie du. Auch sie wollten vergessen. Sie wollten das ganze Ausmaß des Schadens nicht kennen und auch nicht die Ursache für all deine Narben. Aber du musstest es wissen..« (S. 143)
Krisenreif:
Nichts, nur dass das Buchs schwer im Magen liegt.

Fazit:
Kein Buch für zwischendurch. Man sollte sich Zeit nehmen um es zu verkraften, aber dennoch ist es eine Geschichte, die man nicht verpassen darf. Bis jetzt das beste Buch, das ich über dieses Thema gelesen habe! Absolute Empfehlung!


1 Kommentar:

  1. Tolle Rezension! Ich finde dieses Buch klingt unglaublich spannend. Kommt auf meine Buchwunschliste;).
    Liebste Grüße, Lina
    http://rosymondays.blogspot.de/

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...