Freitag, 20. März 2015

(News) Bestätigt – der Fall Badawi kommt erneut vor Gericht

Es ist wieder Freitag und somit Zeit für meine wöchentliche Kolumne über Raif Badawi, wobei es mir lieber wäre, nicht mehr über diesen Fall berichten zu müssen. Aber das liegt in der Hand der Saudis, nicht in meiner. Der Fall darf nicht aus den Medien verschwinden, denn das ist es, worauf der Wüstenstaat zu warten scheint.

Letzte Woche berichtete ich, dass Raif Badawi erneut vor Gericht gestellt wird. Dies hat seine Ehefrau am vergangenen Donnerstag dem "Stern" mitgeteilt und berichtet, dass der Fall an ein höheres Gericht weitergegeben wurde.
Das kann sich zu Gunsten des Bloggers auswirken, aber auch sein Todesurteil bedeuten. All das hängt vom nächsten politischen Zug Saudi Arabiens ab, das sich zunehmend unter Druck gesetzt fühlt, was ich persönlich als kritisch erachte, denn in die Ecke getriebene Hunde beißen. So wurde zum Beispiel der schwedischen Außenministerin, Margot Wallström, bei der Eröffnungsfeier der Arabischen Liga ein Redeverbot erteilt, da die Saudis nach eigenen Angaben befürchteten, dass sie die Menschenrechtssituation und Demokratie im Wüstenstaat kritisiere. Wow, da weiß man nicht, ob man empört oder verärgert über so viel Ehrlichkeit sein soll.
Wallström geht davon aus, dass der Hauptauslöser hierfür ihre öffentliche Verurteilung  des Falls Badawi sei. Als Reaktion auf das Redeverbot kündigte Schweden umgehend ein Abkommen auf, in dem es um Militärprodukte ging, woraufhin die Saudis ihren Botschafter aus Stockholm abzogen.
Eins haben wir ja schon im Sandkasten gelernt: Wenn du mir die Schaufel wegnimmst klau ich dir deinen Eimer ...

Kommentare:

  1. Nett, wie du das zum Schluss auf den Punkt bringst!
    Mein Post heute erscheint um 17 Uhr.
    LG
    Astrid

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    1. Danke, ich kam noch gar nicht dazu, bei dir zu schauen. Erledige ich morgen, am WE war zu viel los.

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