Montag, 20. April 2015

(Buchvorstellung) Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand von Aprilynne Pike

 
Titel: Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand
Autor: Aprilynne Pike
Seiten: 384
Erscheinungstermin: 30.03.2015
Verlag: cbj
Originalversion: Nein
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Die Story klang gut.

Inhalt:
Viele träumen davon, für die 16-jährige Charlotte ist es ein Fluch: in die Zukunft blicken. Denn Charlotte ist ein Orakel und wird von Visionen heimgesucht – und sie muss dagegen ankämpfen, um jeden Preis. Nichts ist schlimmer als die Zukunft zu ändern, das hat Charlotte im Alter von sechs Jahren am eigenen Leib erfahren. Damals hat sie einen Unfall verursacht, bei dem ihr Vater starb. Doch als Charlotte es einmal nicht schafft, eine sehr mächtige Vision zu bekämpfen, sieht sie etwas, das ihr schier den Atem nimmt: Eine Mitschülerin liegt auf dem Footballfeld der Schule – ermordet. Am nächsten Morgen sind diese Bilder auf jedem Fernsehsender zu sehen, und nach einer weiteren Mordvision beschließt Charlotte zu handeln: Sie will in die Vision zurückkehren und den Mord verhindern. Etwas, das sie niemals tun dürfte … (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir ganz gut, wobei es mich etwas an ein Horrorfilm-Plakat erinnert.

Titel:
Der deutsche Titel ist gut gewählt, wobei der Originale noch besser klingt.

Schreibstil:
Ehrlich gesagt hatte ich mit dem Schreibstil meine Probleme und hatte schon auf Seite drei das Bedürfnis, etwas anderes zu lesen. Da es sich um ein REx handelt habe ich das natürlich nicht gemacht, sondern mich durchgebissen. Allerdings war es doch durchwegs so, dass mich der Schreibstil nicht packen konnte, weshalb es auch schwer war, sich in die Protagonistin hineinzuversetzen, auch wenn sie in der Ich-Perspektive erzählt. Die Autorin hat wirklich in den letzten Jahren ein paar gute Bücher herausgebracht, wird jedoch immer schlechter, was sich nicht auf ihre Storyideen auswirkt - die sind immer gut - sondern auf ihren Schreibstil, der oft distanziert wirkt und ihre flachen Charaktere. Ich habe das Gefühl, dass sie gar nicht mehr mit ihren Helden die Bücher erlebt, sondern nur noch Exposés runterschreibt.

Charaktere:
Charlotte sollte die Heldin dieses Abenteuers werden, aber irgendwie wirkt sie mehr wie eine Schachfigur, die von der Autorin von A nach B geschoben wird, wo sie halt gerade benötigt wird. Sie hat keine Freunde, aber alle, die den Morden zum Opfer fallen sind es dann plötzlich doch. Das war ein Punkt, der mich etwas verärgert hat, denn es wirkte, als hätte die Autorin sich des typischen Außenseiterklischees bedient nur um dann mitten in der Story zu merken, dass das nicht in ihre Geschichte passt. Dann war vieles sehr offensichtlich und ich fragte mich, warum die Protagonistin das nicht auch sieht! Ne Liebesgeschichte muss natürlich auch noch mit rein und natürlich bringt der Typ die Erleuchtung. Ich verschone euch lieber mit noch mehr Klischees.

Erwähnenswert:
Die Story war spannend und das hätte ein geniales Buch werden können, nur Schreibstil und Charakterisierung waren einfach mittelmäßig..

Stuck in my Head:
»Jede Beziehung musste irgendwo mit einem kleinen Schritt anfangen. Vielleicht war das unser erster Schritt.« (S. 143)
Krisenreif:
Wie oben schon erwähnt, die Autorin hat einfach kein Herzblut in die Sache gesteckt.

Fazit:
Eine tolle Idee, die leider mit eher blassen Charakteren und einem lieblosen Schreibstil aufwartet. Somit war das leider mein letztes Buch dieser Autorin, da sie sich von Mal zu Mal verschlechtert. Trotzdem drei Sterne, da die Story gut ist und Schreibstile immer viel mit den eigenen Vorlieben zu tun haben.



Kommentare:

  1. Schade, der Klappentext wäre ja ansprechend.

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    1. Es war auch okay. Nur es gab schon Besseres :)

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