Mittwoch, 20. Mai 2015

(Buchvorstellung) Der letzte Engel - Der Ruf aus dem Eis von Zoran Drvenkar

 
Titel: Der letzte Engel - Der Ruf aus dem Eis
Autor: Zoran Drvenkar
Seiten: 544
Erscheinungstermin: 30.03.2015
Verlag: cbj
Originalversion: Ja
Originaltitel: Der letzte Engel - Der Ruf aus dem Eis
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Der erste Teil war sehr gut.

Inhalt:
Stell dir vor, die Unsterblichkeit klopft an deine Tür und raubt dir dein Leben.
Stell dir vor, du heißt Motte und erwachst mit zwei Flügeln auf dem Rücken.
Und dann gehst du auf deine eigene Beerdigung und bist für niemanden sichtbar, außer für zwei alte Damen.
Und diese alten Damen haben sehr großes Interesse daran, dir deine Flügel abzunehmen.
Stell dir vor, du bist der letzte Engel.
Und jetzt stell dir vor, du wirst wiedergeboren und dein erster Atemzug wandert um die Welt und lässt die Toten auferstehen.
Stell dir das mal vor. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist richtig schön, vor allem die Eislandschaft passt super zum Titel. Nur das wegfliegende Haus erinnerte mich im ersten Moment sehr an den "Zauberer von Oz".

Titel:
Passt, aber das zeichnete sich schon am Ende des ersten Bandes ab.

Schreibstil:
Okay, ich bin ehrlich: Ich hatte auf den ersten Seiten (gerade im Prolog) extreme Schwierigkeiten, wieder in die Geschichte reinzukommen. Vor allem der Schreibstil – den ich im ersten Band noch geliebt habe, kam mir plötzlich extrem trocken vor. Zum Glück wurde es dann besser, als Motte wieder auf der Bildfläche erschien. Allerdings lag es auch daran, dass zwei Jahre Pause zwischen zwei Büchern schon eine sehr lange Zeit sind. Nicht nur ich musste mich wieder reinlesen, ich hatte auch das Gefühl, der Autor musste sich wieder reinschreiben. Aber als ich dann wieder drin war, hat es definitiv Spaß gemacht und es war sehr spannend.

Charaktere:
Die Charaktere, vor allem Motte war wieder ein sehr angenehmer Protagonist, der zwar nicht immer im Mittelpunkt stand, aber dennoch Dreh und Wendepunkt war.
Ansonsten hat mich wie auch schon im ersten Band Lazar am meisten fasziniert. Es war schön zu sehen, dass die Antagonistenseite so gut ausgearbeitet war. Egal wer welche Interessen verfolgte und egal wie grausam oder gut die Methoden waren, sie wirkten glaubhaft.
Der Schreibstil mag eventuell vielleicht jedermanns Sache sein, die Charaktere aber bestimmt!

Erwähnenswert:
Tut euch einen Gefallen und lest den ersten Teil noch einmal, bevor ihr mit diesem anfangt.

Stuck in my Head:
»Du bist kein Narr, du weißt, was du tust; und was du auch tust, die Menschheit wird es dir am Ende danken.« (S.253) 
Krisenreif:
Der Einstieg war sehr schwer und holprig.

Fazit:
Trotz des schlechten Starts hat mir das Buch im Laufe der Zeit wirklich gut gefallen und die Erinnerungen an den ersten Teil kamen wieder. Wer den ersten mochte, kann hier nichts falsch machen, auch wenn er etwas schwächer als der erste Teil ist. Dafür wären die Fäden super zusammengeführt.


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