Sonntag, 17. Mai 2015

(Buchvorstellung) Mein böses Blut von Geoffrey Girad

 
Titel: Mein böses Blut
Autor: Geoffrey Giraad
Seiten: 336
Erscheinungstermin: 16.04.2015
Verlag: Bastei Lübbe
Originalversion: Nein
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Es ist Sci-Fi, da frage ich nicht zwei Mal!

Inhalt:
Jeff dachte immer, dass er ein Teenager ist wie jeder andere. Doch an seinem 16. Geburtstag erfährt er das Unglaubliche: Er ist ein Klon des Serienkillers Jeffrey Dahmer! Und es gibt weitere jugendliche Klone. Im Rahmen eines streng geheimen Regierungsprojekts, unter der Beobachtung von Wissenschaftlern, durften manche von ihnen wohlbehütet aufwachsen, andere erlebten dagegen die Kindheit ihres Originals. Nun sind einige von ihnen ausgebrochen. Gemeinsam mit dem Polizisten Castillo, der die entflohenen Jugendlichen wieder einfangen soll, jagt Jeff den Killern quer durch die USA hinterher ... YA-Version des Thrillers Verdorbenes Blut (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover erinnert mich an das eines klassischen Thrillers. Wobei der Sci-Fi-Teil nicht zu abgehoben ist, von daher dürfte es diese Zielgruppe bestimmt auch ansprechen.

Titel:
Passt sehr gut, aber dazu unter "Charaktere" mehr.

Schreibstil:
An den Schreibstil musste ich mich zuerst gewöhnen. Auf die Wörtliche Rede wurde komplett verzichtet, was mich am Anfang etwas stolpern ließ. Aber man kommt dann doch schnell rein, denn Jeff, unser Protagonist, erzählt rückwirkend und daran wurde auch der Schreibstil angepasst. Nach einer Weile wirkt es, als sitze er einem gegenüber und berichtet.
Was vielleicht auch etwas ungewöhnlich ist, diesen speziellen Stil jedoch unterstreicht, ist dass Jeff immer wieder vorgreift und Dinge erzählt wie: "Was ich noch nicht wusste, war dass er etwas ganz anderes vorhatte, aber dazu komme ich später". Dennoch hat es irgendwie geklappt, dadurch nicht die Spannung zu ruinieren. Jetzt, so gegen Ende fand ich diesen Erzählstil sehr fesselnd.

Charaktere:
Hier schwächelt das Buch meiner Meinung nach ein bisschen. Zwar ist Jeff, der geklonte Serienkiller, ganz gut ausgearbeitet, aber auch nur, da er sich als Ich-Erzähler gut entfalten konnte. Hier hat der Erzählstil deutlich dazu beigetragen, ihn dem Leser näher zu bringen. Castillo dagegen bleibt etwas blass. Das ist am Anfang gut so, da es ihn mysteriöser macht, aber dann merkt man schon, dass die Charakterisierung einfach schwächelt. Vieles bleibt im Dunkeln und ich hatte das Gefühl, "Verdorbenes Blut" lesen zu müssen, um ihn wirklich zu verstehen.

Erwähnenswert:
Es ist im Grunde "Verdorbenes Blut" aus einer anderen Perspektive. Wobei ich sagen muss, dass ich es nicht gelesen habe.

Stuck in my Head:
»Castillo hatte zwar von Experimenten gesprochen, aber er war nicht näher darauf eingegangen. Und so schrecklich das Ganze sein mochte, es tat irgendwie gut, dieses Geheimnis mit Castillo zu teilen. Ich schätze, es war das Einzige, was uns wirklich miteinander verband.« (S.121) 
Krisenreif:
Eigentlich nichts, aber Leute, wer auch immer diesen Klappentext geschrieben hat: Castillo ist kein Polizist, noch nicht einmal ein Agent ...

Fazit:
Ein gutes Buch, das es allerdings nicht so recht schaffen will, auf eigenen Beinen zu stehen. Immer mal wieder hatte ich das Gefühl, Dinge zu verpassen, oder wissen zu müssen. Allerdings hat es mich neugierig auf "Verdorbenes Blut" gemacht und ich hoffe, mit diesem Buch dann auch die Lücken schließen zu können. Aber ansonsten: Sehr spannend und ein außergewöhnlicher Erzählstil!







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