Sonntag, 31. Mai 2015

(Buchvorstellung) Vielleicht mag ich dich morgen von Mhairi McFarlane

 
Titel: Vielleicht mag ich dich morgen
Autor: Mhairi McFarlane
Seiten: 496
Erscheinungstermin: 4.05.2015
Verlag: Knaur TB
Originalversion: Nein
Originaltitel: Here's Looking at You
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
War Überraschungspost.

Inhalt:
Wiedersehen macht nicht immer Freude. Schon gar nicht Anna, die nach 16 Jahren beim Klassentreffen mit genau jenem Typen konfrontiert wird, der ihr damals den Schulalltag zur Hölle machte. Damals, als sie noch die ängstliche, pummelige und so gern gehänselte Aureliana war. Wie wenig sie heute als schöne und begehrenswerte Frau mit dem Mädchen von einst gemein hat, wird klar, als James sie nicht erkennt. Er ist fasziniert von der schönen Unbekannten. Anna kann es kaum glauben und wittert ihre Chance: Endlich kann sie ihm alles heimzahlen. Beide ahnen nicht, wie sehr sie das Leben des anderen noch verändern werden. Nicht heute. Aber vielleicht morgen. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist wirklich wunderschön und vor allem das matte, raue Papier ist eine gelungene Abwechslung zu den ganzen Hochglanzcovern.

Titel:
Sehr süß – und wirklich passend. Vielleicht hätte ich auch im Laden nach dem Buch gegriffen, obwohl ich sehr selten Bücher aus dem Chicklit-Genre lese.

Schreibstil:
Seit langem mal wieder ein Buch in der dritten Person, denn meistens bevorzuge ich Ich-Erzähler. Aber Mhairi McFarlane macht es einem unglaublich leicht, in ihre Geschichte einzutauchen. Witz, Humor und auch eine gewisse Moral wechseln sich genauso ab wie die beiden Protagonisten Aureliana (Anna) und James. Die Kapitel sind entweder aus ihrer, oder aus seiner Perspektive geschrieben, wechseln sich aber nicht regelmäßig ab. Im Grunde muss man sich überraschen lassen, ab wann es wieder zum Perspektivenwechsel kommt.
Die 500 Seiten sind recht klein und seitenfüllend bedruckt, aber ich hatte dennoch das Gefühl, als würden die Seiten nur so zwischen meinen Fingern davonfliegen, so fesselnd war es!

Charaktere:
Anna ist so ein bisschen das hässliche Endlein, das zum Schwan herangewachsen ist. Sie hat alles, von den Pfunden bis zu ihren unauffälligen Klamotten verloren. Bis auf ihre Unsicherheit, die ist ihr geblieben. James dagegen ist zwar optisch immer noch der Alte – attraktiv und charismatisch – aber charakterlich tiefgründiger geworden. Also im Grunde hat Mhairi McFarlane hier zwei Stereotypen aufeinander losgelassen, aber zu meiner Überraschung hat das wunderbar funktioniert und ist unterhaltsam.

Erwähnenswert:
Chicklit vom feinsten, also eher männerfeindliche Zone.

Stuck in my Head:
»Manche Leute stellten sich vor, dass Anna ihren Spaß daran hatte, die Bewerbenden aufmarschieren zu lassen und so ihren Markwert zu überprüfen.« (S.68) 
Krisenreif:
Nix zu meckern.

Fazit:
Sehr unterhaltsam und lustig, allerdings nicht kitschig, was es angenehm gemacht hat. Definitiv eine Empfehlung, für alle Mädels, die ein humorvolles Buch suchen.


Kommentare:

  1. Hey Sonja,

    Ich mochte dieses Buch auch sehr gern. Habe die Lektüre sehr genossen und finde, dass hier dieses hässliches Entlein/Schwan-Klischee tiefgründiger ist, als ich erwartet hatte.

    Ganz Liebe Grüße
    Rike

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    1. Ja, das fand ich auch. Wie gesagt, ich war positiv überrascht.

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