Sonntag, 31. Mai 2015

(DVD-Kritik) Ostwind

Titel: Ostwind
Regie: Katja Garnier
Anzahl Discs: 1
Medium: DVD
Studio: Constantin Film
Spielzeit: 102 Min.
Erscheinungstermin: 07.11.2013

Warum wollte ich den Film sehen?
Ich stehe dazu: Pferdefan.

Inhalt:
Mika (Hanna Höppner) ist stinksauer. Weil sie die Versetzung in die nächste Klasse nicht geschafft hat, verkünden ihre Eltern (Nina Kronjäger und Jürgen Vogel) eine Planänderung: Statt Feriencamp heißt es nun, den Sommer lang zu büffeln – und das ausgerechnet auf dem Pferdegestüt ihrer strengen Großmutter (Cornelia Froboess). Doch Mika hat dort ganz andere Dinge im Kopf, als sich hinter Büchern zu verstecken und sich vom Stallburschen Sam (Marvin Linke) bewachen zu lassen. In der dunkelsten Box des Pferdstalls findet sie den wilden und scheuen Hengst Ostwind. Weder Michelle (Marla Menn), die beste Springreiterin am Hof, noch Mikas Großmutter können das gefährliche Pferd bändigen. Magisch angezogen von dem nervösen Tier, schleicht sich Mika trotz aller Warnungen heimlich in den Stall. Das ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, denn Mika entdeckt dabei ihre wahre Leidenschaft und ganz besondere Gabe: Sie spricht die Sprache der Pferde. Wird sie es schaffen – entgegen aller Widerstände – Ostwind zu zähmen?

Covergestaltung:
Das Cover schreit nahezu: Mädchen, Wendy und Reiterferien. Aber das ist total okay, immerhin soll es jüngere Mädels ansprechen. Ich selbst stehe mit Pferdefilmen eher auf Kriegsfuß, aber ich denke es ist wie mit Polizisten, die können meistens auch keine Krimis schauen. Trotzdem hatte ich nur Gutes gehört und der Sache nun eine Chance gegeben.

Story:
Junges, widerspenstiges Mädchen mit null Pferdeerfahrung zähmt unbändiges Pferdemonster, das selbst die Profis an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt. Damit könnte man die Story zusammenfassen. Aber "Ostwind" ist mehr: Es verkörpert den Traum vieler junger Mädchen, endlich ein eigenes Pferd zu bekommen, das komplett auf sie fixiert ist. Trotzdem schafft die Geschichte es, realistisch zu bleiben und eben nicht komplett in Träumerei zu versinken.
Es gibt viele Szenen, die natürlich genau so passieren müssen, um die Story spannend zu halten. Aber dann gibt es eben auch diese, wie das Training und das Mika ja selbst erst einmal reiten lernen muss, die sehr angenehm und realistisch waren. Alles in allem eine schöne sensible Mischung.

Bild&Ton:
Was mir am besten gefallen hat waren die Szenerien und vor allem die Kameraaufnahmen, denn hier hat sich das Team sehr viel Mühe gegeben. Es ist einfach schön anzusehen, die Schnitte sind super und es wirkt nicht wie die typische "Low Budget Produktion", die oft mit deutschen Filmen assoziiert wird.
Ein Manko habe ich allerdings: Das Reitsportgeschäft Krämer muss den Film massiv gesponsert haben, denn in jeder Szene taucht irgendeine Reithose/Halfter/etc. aus der letzten Kollektion auf. Das war dann etwas too much.

Fazit:
Selbst ich, die Pferdefilmen skeptisch gegenübersteht muss zugeben: Sehr gelungen und wirklich unterhaltsam. Fairerweise sollte ich allerdings anmerken, dass ich das Buch nicht gelesen habe. Somit könnte es sein, dass es leichte Änderungen gegeben hat, die ich natürlich nicht wissen kann. So oder so, runde Sache!




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...