Donnerstag, 25. Juni 2015

(Buchvorstellung) Verdorbenes Blut von Geoffrey Girard

 
Titel: Verdorbenes Blut
Autor: Geoffrey Giraad
Seiten: 304
Erscheinungstermin: 12.11.2014
Verlag: Bastei Lübbe
Originalversion: Nein
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Da ich "Mein böses Blut" mochte, wollte ich unbedingt auch den Rest der Story wissen!

Inhalt:
Aus einer Einrichtung für gewalttätige Jugendliche entfliehen sechs Jungen. Ex-Militär Shawn Castillo wird eingeschaltet, um sie zu finden und zurückzubringen. Dabei entdeckt er, dass hinter der Fassade der "therapeutischen Einrichtung" ein fragwürdiges Projekt steht und die Ausreißer keine gewöhnlichen Jungen sind: Sie tragen Namen wie Ted Bundy, Jeffrey Dahmer, Dennis Rader - und sind die exakten genetischen Kopien dieser berüchtigten Serienmörder. Sie sollen das Böse in sich tragen. Sie sollen den sicheren Tod bringen. Und nun sind sie mitten unter uns ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, vor allem da es zum Thema passt. Das zersplitternde Reagenzglas wirkt zudem sehr bedrohlich. Für mich das perfekte Cover für einen Thriller.

Titel:
Der Titel gefällt mir jetzt nicht ganz zu sehr, vor allem, da rückblickend ja nicht die Gene verantwortlich zu sein scheinen. Aber hier werde ich nicht weiter ausholen, das würde zu viel verraten.

Schreibstil:
Angefangen hatte ich mit "Mein böses Blut", welches die Jugendbuchvariante ist. Dieses hat mir ausgesprochen gut gefallen, aber irgendwie haben mir die Gedankengänge von Shawn Castillo gefehlt und am Ende hatte ich unbeantwortete Fragen im Kopf.
Somit war es für mich klar, dass ich auch "Verdorbenes Blut", die Originalversion, lesen musste. In diesem Buch, das Erwachsene als Zielgruppe anvisiert, wird die andere Seite der Geschichte erzählt. Nicht Jeff, sondern eben Castillo berichtet aus seiner Sicht, wie er zum dem Kopfgeldjägerjob kam und vor allem, was ihm im Irak widerfahren ist.
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben und wechselt zwischen den verschiedenen Perspektiven hin und her; Jeff, Castillo (der der Protagonist ist), die Forscher und auch die jungen Serienkiller.
Die Mischung hat mir gut gefallen, denn es kurbelt die Spannung an, anstatt zu viel zu verraten.

Charaktere:
Seelisch verletzte Antihelden stehen schon seit Ewigkeiten hoch im Kurs und Shawn Castillo bietet da keine Ausnahme. Ich mochte ihn schon in "Böses Blut" und hier hat er mir sogar noch viel besser gefallen. Man erhält einen Einblick "in seinen Kopf" und kann viele seiner Handlungen besser verstehen. Dafür ist Jeff in den Hintergrund getreten und wirkt unberechenbar (solange man eben sein Buch nicht gelesen hat).
Gut gefallen hat mir auch, dass die Antagonisten, will man sie denn so nennen, sehr gute Gründe für ihr Handeln hatten und somit glaubwürdig waren.

Erwähnenswert:
Ein sehr guter Thriller mit viel Sci-Fi.

Stuck in my Head:
»Castillo klappte das Notizbuch zu. Starrte an die dunkle Wand über dem Schreibtisch. Was jetzt? Was sollte er tun? Er war ganz allein, und das Verteidigungsministerium fahndete vermutlich ebenso intensiv nach ihm wie nach den jugendlichen Psychokillern, die er hatte aufspüren sollen.« (S.310) 
Krisenreif:
Das Ende war ein bisschen glatt.

Fazit:
Spannung pur! Ich als Thriller-Fan habe ja schon Einiges durch und bin deshalb gerade bei diesem Genre sehr wählerisch geworden. Aber dieses Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen. Lasst es euch nicht entgehen!



Kommentare:

  1. Hallöchen,
    ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Rezension auf meinem Blog verlinkt habe. Du kannst dir das HIER anschauen.

    Alles Liebe, Nelly

    AntwortenLöschen

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