Dienstag, 21. Juli 2015

(Filmkritik) Verstehen Sie die Béliers?

Titel: Verstehen Sie die Béliers?
Anzahl Discs: 1
Medium: DVD
Studio: Concorde
Spielzeit: 106 Min.
Erscheinungstermin: 16.07.2015
Rezensionsexemplar: Ja

Warum wollte ich den Film sehen?
Ich liebe Filme mit französischem Flair.

Inhalt:
Verstehen Sie die Béliers? ist gefühlsechtes Feelgood-Kino, das das Leben feiert und das Herz der Zuschauer schon nach wenigen Minuten erobert und nicht mehr loslässt. Regisseur Éric Lartigau („Nachtblende“, „Männer und die Frauen“) erzählt erfrischend komisch aus der stillen, aber gar nicht lautlosen Welt der Familie Bélier, in der alle bis auf Paula gehörlos sind.

Ein Wochenmarkt irgendwo in der französischen Provinz. Hinter ihrem Käsestand steht, wie jede Woche, die gesamte Familie Bélier. Während die Eltern Rodolphe (François Damiens) und Gigi (Karin Viard) sowie Sohn Quentin (Luca Gelberg) zwar auffällig freundlich, aber sehr schweigsam sind, ist Tochter Paula (Louane Emera) umso gesprächiger. Die Kunden im Ort kennen das schon und wundern sich schon lange nicht mehr, dass Paula die Kundenwünsche für ihre Familie in Gebärdensprache übersetzt. Denn alle in der Familie sind gehörlos – bis auf Paula. Doch die Béliers sind ein munterer, eingeschworener Haufen und weit davon entfernt, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind ... (Amazon)

Covergestaltung:
Das Cover ist süß gestaltet und zeigt die Familie Bélier mit der Protagonistin Paula in der Mitte.

Story:
Paula ist die Einzige in ihrer Familie, die nicht taub ist. Das alleine war schon eine Überraschung für ihre Eltern, doch als Paula in der Schule im Chor Gesangsunterricht nimmt und dabei richtig gut wird, beginnt für die Familie ein Konflikt.
Bis jetzt war es stets die Protagonistin gewesen, die für ihre Eltern und ihren Bruder die Dolmetscherin gespielt hat. Nun fängt sie an, ein Stückweit ihr eigenes Leben zu leben, einen Jungen kennenzulernen und zur jungen Frau heranzuwachsen. Und plötzlich steht diese ungewöhnliche Familie ganz plötzlich vor ganz normalen Problemen.
Die Geschichte ist sehr schön erzählt, umgeben von einen französischen Flair und man ist schon nach wenigen Minuten hin und weg.

Bild&Ton:
Die ländlichen Filmszenen sind sehr idyllisch und das französische Landleben hat bei mir ein gewisses Urlaubsfeeling hervorgerufen. Auch der Ton war gut, nur hin und wieder wurde es etwas schwer zu verstehen, wenn mit französischem Akzent genuschelt wurde. Dafür waren die Lieder, die Paula singt unglaublich schön!

Fazit:
Ein sehr schöner französischer Film, der mit seinen sympathischen Protagonisten punkten kann. Aber auch die Tiefe des Plots zieht den Zuschauer schnell in seinen Bann.
Mir hat besonders gut gefallen, dass die Schauspieler so natürlich waren und das "Behinderten"-Thema weder ins Lächerliche gezogen, noch verharmlost wurde. Natürlich kämpft die Familie mit der ein oder anderen Schwierigkeit, aber es sind dennoch sehr starke Persönlichkeiten, deren Leben kaum eingeschränkt wird.
Meine absolute Empfehlung für einen entspannten Fernsehabend. Ein bisschen Frankreich fürs Wohnzimmer ist garantiert!



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