Mittwoch, 1. Juli 2015

(Gequatschtes) Wie viel Verantwortung haben wir Blogger?

Über diese Frage habe ich mir in letzter Zeit wirklich Gedanken gemacht. Immerhin wissen wir nicht, wer unseren Blog liest und wer nicht. Natürlich schwärmen wir über die Bücher, die wir toll finden und das ist auch richtig so, aber im gleichen Moment empfehlen wir sie uneingeschränkt.
Bei anderen Bloggern mag das "Problem" vielleicht offensichtlicher auftreten, wenn es um die PR für Seiten mit Ratenzahlung, Glücksspiel, teuren Designerlabels etc. geht, aber vielleicht sollte das Thema auch einmal in der Buchszene diskutiert werden.

Nehmen wir einmal J.R. Ward als Beispiel. Ihre "Black Dagger"-Reihe ist bestimmt alles, außer jugendfrei und definitiv nicht für Kinder und junge Teenies geeignet. Wer die Reihe nicht kennt: Explizite Sexszenen, ne Menge Kraftausdrücke und Gewalt sind an der Tagesordnung.
Die Bücher sind dennoch gut, da die Story und der Flair stimmen, nur sind sie eben inhaltlich für ein erwachsenes Publikum bestimmt.
Somit denke ich mittlerweile wirklich darüber nach, direkt unter den Infos: Name, Autor, Erscheinungsdatum usw. einen "nicht jugendfrei"-Vermerk zu machen, wenn Bücher deutlich über einer bestimmten Grenze liegen, also sehr ausführliche Beschreibungen, gerade wenn es um Sexszenen geht, aufweisen.

Kommentare:

  1. Guten Morgen!
    Das ist eine sehr gute Idee.
    Ehrlich gesagt, war ich bisher davon ausgegangen, dass die Kennzeichnung nicht jugendfreier Bücher in der Bloggosphäre usus ist, zumindest in der Rezension sollte es doch auftauchen. Wenn das nicht der Fall ist, sollte das schnell geändert werden.
    Lieben Gruß
    loralee

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    1. Ich habe bis jetzt immer nur geschrieben "viel Sex", oder so. Aber auf Gewalt bin ich nie sonderlich eingegangen. Aber ich werde mir da jetzt auch ein Konzept ausdenken.

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  2. Huhu :)

    Darüber habe ich so noch nie nachgedacht - aber du hast Recht! Besonders Black Dagger gehört sicher in die Sparte, wo man darauf hinweisen sollte (wobei die ersten Bände extremer waren, als die neueren). Ich denke, ich werde mir hierzu auch mal Gedanken machen und vlt. eine Altersempfehlung meinerseits hinzufügen :)

    Auf jeden Fall super Input! Ich mag deine Blogbeiträge, die solche Themen ansprechen :)

    Liebe Grüsse

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    1. Stimm, das ist mir auch aufgefallen – die Alten sind heftiger.
      danke für das Lob :) Ich habe solche Themen in letzter Zeit etwas schleifen lassen. Vielleicht sollte hier wieder mehr Gequatschtes erscheinen.

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  3. Guten Morgen,

    ist das Buch icht jugendfrei (oder aber eher nichts für erwachsene, sondenr für Kinder) gebe ich das IMMER an. Ich finde, das gehört zu einer guten Rezension dazu, denn immerhin soll eine Rezension im gegensatz zum Klappentext einen mehrwerht geben. Heißt: ich will dem Leser nicht nur sagen warum er das Buch lesen (oder nicht lesen) soll, sondern will auch vermitteln, für wen das Buch geeignet ist.

    lg Inka von lebens[leseliebe]lust

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    1. Der Punkt muss eben bei mir dringend noch mit rein, denn in einigen meiner Rezensionen geht das ziemlich unter. Finde ich toll, dass du das so machst!

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  4. Hey,

    tolles Thema. Ich habe ehrlich gesagt noch nie darüber nachgedacht. Bisher musste ich das auch nicht, da ich in den letzten Jahren kein Buch gelesen habe, dass als nicht jugendfrei eingestuft werden kann. Jedenfalls nicht, dass es mir bewusst ist. Wenn ich ein Buch lese, mache ich mir darüber gar keine Gedanken. Bei der Rezension mache ich mir das eigentlich auch nicht.
    Jetzt wo du es aber ansprichst, sollte ich vielleicht auch mal mehr darauf achten und eventuell Warnungen in die Rezensionen setzten.

    Lg Wicked

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    1. Mir kam der Gedanke auch erst, da ich letztens ein ziemlich heftiges Jugendbuch gelesen habe. Und ich denke, um diese Bücher sollte es gehen. Denn manchmal erwartet man es einfach nicht.

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  5. Hey :)

    Ich habe gestern Abend endlich "Elias & Laia" fertig gehört und habe ebenfalls darüber nachgedacht, eine entsprechende Angabe in meine Rezi zu schreiben. Das Buch hat nämlich schon recht viele Gewaltszenen, die möglicherweise nicht unbedingt für junge Leser geeignet sind (Ich muss mich mal noch schlau machen, ob es irgendwo eine "offizielle" Empfehlung gibt). Wäre das Buch ein Film, wäre er wohl erst ab 16 Jahren geeignet, vermutet ich ... Daher finde ich es gut, dass du das Thema zur Sprache bringst, ich werde mir das für meine zukünftigen Rezis dann auch angewöhnen, das zu erwähnen, wenn ich es für nötig halte.

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. "Elias & Laia" hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Ich glaube das Buch ist ab 14, das wäre gerade noch okay. Aber für ein Jugendbuch ist es sehr brutal, da es so ausführlich ist.
      Denke auch, eine Erwähnung reicht ja :)

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  6. Hallo :)

    Mir kam der Gedanke schon manchmal, was man mit seinen Rezis "anrichten" kann. Bezüglich Sexszenen oder Gewalt habe ich zumindest eine Altersempfehlung in meinen Rezensionen. Ob man sich letztendlich daran hält, ist immer noch die Sache des Käufers :x

    Liebe Grüße :)

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    1. Aber das reicht ja. Die letztendliche Verantwortung liegt dann beim Käufer, aber zumindest gibt es keine bösen Überraschungen.

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  7. Hallo Sonja,

    in vielen Rezensionen, die ich so lese, wird unter anderem auch darauf eingegangen, falls ein Buch mal überhaupt nicht in die angegebene Altersempfehlung passt. sowas gehört für mich auf jeden Fall mit rein. Besonders bei Gewalt, Kraftausdrücken und Sexszenen.
    Für mich würde es reichen im Fazit kurz darauf hinzuweisen, man muss nämlich aufpassen, was man hier lostritt. Jeder hat da nämlich seine eigene Grenze. Das ist immer sehr subjektiv.

    LG
    Anja

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    1. Stimmt, das ist auf jeden Fall subjektiv. Ich habe wohl ein recht dickes Fell, weshalb ich da nie sonderlich in meinen Rezensionen drauf eingegangen bin. Es sei denn, es fiel mir explizit auf.
      Ja, im Fazit reicht ja :)

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  8. Finde ich eine gute Idee! Wenn du das machen möchtest, dann tu es! Ich lese solche Bücher nicht, ansonsten würde ich das auch explizit dazu schreiben.

    LG Nina
    www.amazingbookworld.de

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    1. Manchmal erlebt man auch mit Jugendbüchern eine Überraschung. Ascari hat "Elias & Laia" angesprochen, das ist ein Buch für Teenies und teilweise werden Folter und Misshandlungen sehr detailliert wiedergegeben.

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  9. Hi,
    ich finde manchmal sind die Altersempfehlungen für Bücher (also die offiziell vorgegebenen) totaler Mist. Und damit meine ich nicht das jeder untershciedlich weit ist/ unterschiedlich viel "verkraftet". Sondern das ist einfach manchmal echter Mist (genau wie bei Filmen übrigens).
    Inwieweit wir in der Verantowrtung stehen... letztendlich ist es ja jedem selbst überlassen zu welchem Artikel er greift. Normal schreibt man doch auch in der Rezi z.B. viel Gewalt oä. Wenn ich ein Buch nicht der Altersgruppe entsprechend finde, schreibe ich das auch dazu.

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    1. Ich denke auch, es in Zahlen wiederzugeben wird schwer. Aber zumindest sollte man vielleicht eine Einschätzung geben, wie man das Buch empfunden hat. Bisschen Gewalt bis hin zu 1000 Litern Blut ;)

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  10. Interessanter Ansatz.

    Ich persönlich sehe ich direkte Altersempfehlungen nicht als sonderlich sinnvoll an, da diese Grenze je nach Persönlichkeit extrem variieren kann. Natürlich kann man einer Achtjährigen kein Buch mit der Empfehlung ab 16 andrehen, aber ich persönlich hab auch schon mit 12 solche Bücher gelesen und hatte kein Problem damit. Andere kommen dagegen auch mit 17 nicht mit dem Beispiel klar.

    Dennoch denke ich, dass aus einer Rezension schon hervorgehen sollte, wie "extrem" es ist und für den Leser so eine Hilfe bieten sollte. Beispielsweise sollte eine ungewöhnliche Brutalität oder eine hohe Anzahl von Sexszenen erwähnt werden. Der Rest ist Ermessen jedes potenziellen Käufers.

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Ja genau, ich denke auch, dass der beste Weg wohl ist, die Intensität dieser Szenen anzusprechen. Dann können potenzielle Leser selbst entscheiden, ob sie das mögen oder nicht.

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