Mittwoch, 5. August 2015

(Buchvorstellung) Die Welt ist kein Ozean von Alexa Hennig von Lange

 
Titel: Die Welt ist kein Ozean
Autor: Alexa Hennig von Lange
Seiten: 352
Erscheinungstermin: 27.07.2015
Verlag: cbt
Originalversion: Nein
Originaltitel: Die Welt ist kein Ozean
Rezensionsexemplar: Ja

Was hat mich an dem Buch angezogen?
Das Thema und der Klappentext waren vielversprechend.

Inhalt:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?(Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover war hier so gar nicht meins. Das mit dem Meer ist eine schöne Idee und passt super zur Geschichte, aber diese grottig freigestellten Haare der Protagonistin gehen gar nicht! Das tut beim anschauen fast schon weh ...

Titel:
Ein sehr schöner Titel, der einfach nur großartig ist. Sehr gute Wahl!

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfühlsam und angenehm. Franzi erzählt in der Ich-Perspektive und ihre Persönlichkeit kommt sehr schön zur Geltung. Auch empfand ich die Kapitellänge als genau richtig.
Das Buch befasst sich mit einem recht schwierigen Thema, das hier umfangreich behandelt wird und vor allem war es glaubhaft. Natürlich könnte man hier und da sagen: In einer ordentlichen Klinik wäre dies und das anders gelaufen! Aber das wurde hier absolut nebensächlich, da die beiden Protagonisten einen sofort in ihrem Bann ziehen.
Ich wusste auch nicht, dass Sina, Franzis Schwester, eine eigene Geschichte in einem vorherigen Buch hat. Hier gab es dadurch ein paar Spoiler, die Dinge aus ihrer Story aufgreifen.

Charaktere:
Franzi kann sich sehr gut in andere Menschen hineinversetzen, weshalb sie ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik absolviert. Hier lernt sie unter anderem den stummen Tucker kennen, der seit einem schlimmen Vorfall nicht mehr spricht. Der Junge fasziniert sie und je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr verliert sie ihr Herz an ihn. Diese Konstellation ist natürlich alles andere als einfach und könnte schnell ins Kitschige abrutschen, aber die Autorin hat es geschafft, das Verhältnis der beiden sehr langsam aufzubauen, wodurch die Geschichte glaubhaft bleibt.
Ein großes Problem hatte ich allerdings mit Franzis bester Freundin, die absolut Ich-bezogen ist und überhaupt nicht mitbekommen möchte, was um sie herum passiert. Gerade am Anfang ging sie mir total auf die Nerven.

Erwähnenswert:
Ein ernstes Thema, das sehr emotional verpackt wurde, ohne zu belastend zu wirken.

Stuck in my Head:
»Durch Randy habe ich etwas verstanden, was mir vorher noch nicht so klar war: Wenn ich erwachsen sein will, muss ich Entscheidungen alleine treffen und die Konsequenzen tragen. Niemand sonst kann das für mich tun. Dabei geht es nicht um Kaputzenpulli oder Sommerrrock. Sneakers oder Ballerinas. Offene Haare oder Pferdeschwanz. Einser-Abitur oder Autowerkstatt. Sondern um meine persönliche Zukunft. Und das macht mir Angst.« (S.169/170) 
Kriesenreif:
Die Umstände in der Klinik hätten ein bisschen besser nachrecherchiert werden können, dann wäre es noch runder geworden

Fazit:
Ein sehr schönes Buch mit glaubhaften Charakteren, das man unbedingt gelesen haben sollte.






Kommentare:

  1. Hallöchen :)
    Dieses Buch hat mir auch richtig gut gefallen!
    Ich bin froh, dass ich damit nicht allein bin und es dir auch gefällt.
    Liebste Grüße!
    Nadine♥

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  2. Hi Sonja =)))))

    Ich fand die beste Freundin von Franzi extrem nervig. Wobei eigentlich fand ich es noch nerviger wie Franzi ihr immer versucht hat alles recht zu machen. Echt anstrengend! Aber wirklich tolles Buch =)

    LG
    Anja

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    1. Ja, Franzi hat viel zu sehr gebuckelt! Das Buch ist klasse :)

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  3. Hallo Sonja,

    das Buch ist mir jetzt ein paar Mal untergekommen und jetzt muss es auf die WuLi wandern.

    Danke für die Rezi.

    lg
    Marie

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